Monthly Archives: December 2015

Ein Sternenlicht zum Jahreswechsel ★

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Ich mag diese Zeit “zwischen den Jahren”.

Merkwürdigerweise kommen mir die Tage zwischen Heiligabend und Silvester immer länger vor als nur eine Woche, wahrscheinlich wegen den vielen freien Tagen, den geschlossenen Läden, den verreisten Menschen,… und ganz besonders dann, wenn Schnee liegt und eh alles ruhiger ist.

Also nicht wie jetzt ;-) .

Ich nutze die Zeit zum einen für Liegengebliebenes und Aufgeschobenes, am liebsten Papierkram, und am liebsten alles was sich auf oder rund ums Sofa erledigen lässt: Blogartikel schreiben, Abrechnungen machen, Buchhaltung, Protokolle,… und dazwischen gemütliches Filme gucken, Bücher lesen und Kekse essen.

Zum anderen lasse ich gerne das vergangene Jahr Revue passieren. Bei schönem Licht mit meinem Tagebuch dasitzen, nachdenken, Gedanken aufschreiben, alte Notizen lesen… am Jahresende mache ich das besonders gerne, einfach weil ich die Stimmung dann so besonders finde.

Auch wenn es nur ein festgelegter Moment im Kalender ist: Es macht mir Spaß, zu gucken, was in einem Jahr so alles passiert ist, im Guten und im Schwierigen.

Mein letztes Jahr war von ganz viel Neuem geprägt (ein bisschen hab ich dazu schon hier geschrieben), und gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass eine ganz große Ruhe bei mir eingekehrt ist. Innerlich.

Und weil es so gut zu dieser Stimmung passt, kommt hier die Bastelanleitung für ein kleines Sternenlicht. Eigentlich stammt es aus der Adventskalender-/ Vorweihnachtszeit, aber ich finde es passt zu allen möglichen besinnlich- gemütlichen Stunden.

Also auch zu jetzt :-) .

In diesem Sinne einen guten Start ins Neue Jahr und viel Spaß beim Nachbasteln!

 

Du brauchst:

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- ein leeres Glas, das so groß ist, dass ein Teelicht gut hineinpasst

- Transparentpapier in verschiedenen Farben

- Kleber

- eine Schere oder einen Sternenstanzer aus dem Bastelladen

- ein Teelicht

Schneide oder stanze aus dem Transparentpapier so viele Sterne aus, wie du magst.

Kleb die Sterne auf das Glas. Die Sterne können sich dabei ruhig stellenweise überlappen, das ergibt schöne Fabreffekte!

Wenn der Kleber getrocknet ist, stelle ein Teelicht ins Glas und zünde es an.

Viel Spaß und gemütliche Stunden!

Ein Babyhalstuch selber nähen

Mein erstes Mal Nähen mit der Nähmaschine!

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Als Jugendliche habe ich irgendwann einmal eine Einführung in die Geheimnisse der Nähmaschine von meiner Oma bekommen.

Ich erinnere mich noch dunkel daran, dass allein schon das Einfädeln der Fäden in die Nadel mir vorkam wie ein Vorgang, den ich mir auf keinen Fall jemals würde merken können, und dazu noch die rasende Geschwindigkeit, die die Nadel auf dem Stoff vollbringen kann… irgendwie bin ich nicht am Ball geblieben und habe alles, was ich je genäht habe, von Hand genäht.

Stich für Stich, unglaublich langsam und mit oftmals schmerzenden Fingern ;-) .

Nun hat die Maschine eine zweite Chance bekommen.

Meine Mutter war gerade dabei, kleine Halstücher für meine Nichte zu nähen, als ich zu Besuch kam, und meine Neugierde beim Über-die-Schulter-gucken wurde schnell zu einem “willst du auch eins nähen?”

Und so hatte ich einen spontanen kleinen Nähworkshop mit einem tollen Ergebnis!

Die Maschine rattert für mein Gefühl noch immer ganz schön schnell, vor allem in den kleinen engen Kurven auf dem kleinen Stück Stoff, aber ich mochte sehr das konzentrierte Arbeiten. Zumindest für mich war es so, dass ich mit meiner Aufmerksamkeit bei nichts anderem als bei der Nadel sein konnte, weil ansonsten alles drunter und drüber ging ;-) .

Die Schnittmuster und die Anleitung stammen von hier: http://krumme-nadel.blogspot.de/2013/10/darf-ich-vorstellen-baby-basics-nr1.html . Statt eines Druckknopfs haben wir einen Klettverschluß eingenäht.

Die einzelnen Arbeitsschritte sahen so aus:

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Stoffe aussuchen und Schnittmuster bereitlegen. Das Tuch kann von beiden Seiten getragen werden und ist deshalb besonders schön mit zwei verschiedenfarbigen Stoffen für Vorder- und Rückseite.

 

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Vorderseite und Rückseite ausschneiden. Beide Teile mit der “schönen” Stoffseite nach oben hinlegen und in den jeweils rechten oberen Zipfel ein Seite vom Klettband befestigen. Unseres hatte eine selbstklebende Unterseite, die aber leider beim Waschen nicht gehalten hat, und deshalb haben wir das Klettband festgenäht. Wichtig: Diesen Arbeitsschritt machen, bevor die beiden Seiten zusammengenäht werden, da auf diese Weise die Unterseite der Naht innen im Wandetuch verschwindet.

Das Klettband ist rund geschnitten, damit es nicht so kratzige Ecken hat.

 

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Die beiden Teile so aufeinanderlegen, dass die “schöne” Seite des Stoffes innen liegt. Mit Nadeln feststecken und rundherum eine Naht machen- dabei eine ca. 3 cm große Lücke lassen, damit die Innenseite vor dem nächsten Arbeitsschritt nach außen gewendet werden kann.

 

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Juchhu meine erste Naht!

 

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Dann das Ganze so wenden, dass die Innenseite nach außen kommt…

 

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… und dann die Naht “herausziehen”, also den Stoff so glätten, dass die nun innen versteckte Naht sich außen an der Stoffkante befindet. Am Wendeloch die Stoffkanten nach innen klappen und ebenfalls feststecken. Dann das ganze Halstuch noch einmal rund herum mit einer Naht ganz nah an der Außenkante säumen.

 

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Fertig! Der Puppe passt’s… ;-)

 

Vegane Zimtsterne

Zutaten für 1 Portion (ergibt ca. 45 Sterne je nach Größe der Ausstechform)

Für den Teig:

200 Gramm Puderzucker

2 EL Zimt

8 EL Wasser

1 EL Zitronensaft

150 Gramm gemahlene Mandeln

200 Gramm gemahlene Haselnüsse

 

Für den Guss:

ca. 100 Gramm Puderzucker

ca. 1 EL Wasser (je nach gewünschter Konsistenz)

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Die Zutaten für den Teig gut miteinander verkneten. Nicht wundern, der Teig wird ziemlich klebrig!

Auf einer Unterlage (Backpapier oder Alufolie) ausrollen und Sterne ausstechen.

Bei Zimmertemperatur ca. 4 Stunden trocknen lassen und dann im vorgeheizten Backofen bei 250° C ca. 4 Minuten backen.

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Wenn die Sterne aus dem Ofen kommen, wirken sie noch sehr weich und irgendwie ungebacken. Trotzdem nicht länger drinlassen, sie trocknen sehr stark nach und werden später genau richtig weich und saftig!

Wenn sie zu lange im Ofen bleiben, werden sie später hart und trocken.

Gut auskühlen lassen.

Aus Puderzucker und Wasser einen Zuckerguss anrühren. Wenn er nicht zu zäh ist, lässt er sich am besten auf die Sterne auftragen. Am besten am Anfang nur ein paar Tropfen Wasser nehmen, gut verrühren und die Konsistenz beobachten. Zuckerguss wird schnell zu flüssig!

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Die Sterne bestreichen, trocknen lassen und zum Lagern in eine Metalldose mit leicht geöffnetem Deckel geben. Oder ganz schnell aufessen ;-) .

Frohes Schlemmen! :-)

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Einhornkekse!

Naja, die einhörnige Form ist eigentlich nicht das Ausschlaggebende an diesem Rezept, eigentlich sind es ganz “normale” vegane Ausstechkekse.

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Aber ich muß sagen, dass ich wirklich beeindruckt bin von der Vielfalt der Ausstechformen, die es heute gibt, und ein klein wenig Neid auf die Kinder, die mit Keksfröschen, -schildkröten, -monstern, -tigerenten, -schmetterlingen, -kraken und tausend anderen tollen Formen aufwachsen, schwingt da schon mit.

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Was waren das für magere Zeiten mit Sternen, Herzen, Monden und Glocken! ;-)

Deshalb schnell den Teig zusammenrühren und dann gibt es Einhörner zum Frühstück, zum Mittag, zum Kaffee, zum Abendbrot und auch mal zwischendurch!

Für ca. 2 Bleche brauchst du:

- 300 Gramm Mehl

- 100 Gramm Zucker

- 200 Gramm Margarine

- 2 TL Backpulver

- 1 Päckchen Vanillezucker

optional:

- ein Ei-Ersatz (1 EL Sojamehl vermischt mit 2 EL Wasser) -> macht den Teig cremiger

- geriebene Zitronenschale (wer’s zitronig mag)

zum Bestreichen:

- Puderzucker

- Zitronensaft oder Wasser

- bunte vegane Streusel

- vegane Schokoladenstreusel

Zubereitung:

Alle Teigzutaten gut verkneten und den Teig ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, Teig ausrollen und Kekse ausstechen.

Backofen vorheizen.

Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180°C ca. 10 Minuten backen.

 

Wenn sie abgekühlt sind, rührst du einen Zuckerguß aus Puderzucker und etwas Zitronensaft oder Wasser  (wenig! für 100 Gramm Puderzucker brauchst du etwa anderthalb bis zwei Esslöffel Flüssigkeit) .

Damit bestreichst du die Kekse und verzierst sie nach Lust und Laune mit den Streuseln.

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Viel Spaß! :-)

 

 

Adventskalender selbstgemacht

Das erste Türchen geht auf!

Für selbstgemachte Adventskalender gibt es im Netz so viele Anregungen, dass es mir fast schon sinnlos vorkam, hier noch zu diesem Thema zu schreiben. Zumal Adventskalender bei mir immer auf den letzten Drücker entstehen und eine Anleitung, die heute erst kommt, sowieso zu spät dran ist ;-) .

Aber da sich bei mir die vorweihnachtliche Besinnlichkeit ziemlich in Grenzen hält und man das meinem diesjährigen Kalender auch ansieht, will ich das Ergebnis nun doch nicht für mich behalten. Ich hatte einfach zu viel Spaß! ;-)

In den letzten Jahren habe ich meine Mini- Geschenke immer nur in Papier verpackt und mit Zahlen versehen.

Obwohl ich ja meine Zeit echt gerne mit Basteln verbringe, hatte ich für einen “richtigen”, also aufwändig hergestellten Kalender nie so viel Muße.

Dieses Jahr sollte alles anders werden und ich wollte Waldtiere aus leeren Klopapierrollen basteln.

Da einige Geschenke zu groß waren, um in eine Rolle zu passen, habe ich diese in grünes oder bläuliches Papier gesteckt (und dabei die Reste von meinem Geburtstags- Geschenkpapier verwertet… unnötige Papierverschwendung tut mir einfach in der Seele weh, so gerne ich Auspacken auch mag).

Und dann hab ich gemerkt, dass ich meine Acrylfarben gerade verliehen habe und die einzige Farbe in meinem Vorratsschrank Pink war. Nun ja ;-).

So kam es, dass statt der Waldtiere pinke Häschen entstanden sind, in einem Szenario aus grünen und blauen “Umgebungspäckchen”. Das Ganze sah dann so aus:

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Für die Häschen brauchst du Folgendes:

- pro Häschen eine leere Klopapierrolle

- Acrylfarbe und Pinsel

- Wattepads

- weißes Papier

- einen Filzstift in Blau oder Schwarz

- Kleber

- Schere

 

Mit der Schere schneidest du das obere Drittel (oder die obere Hälfte, ganz nach gewünschter Ohren- und Häschengröße) so ab, dass die Ohren stehen bleiben.

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Diese Rohform malst du in einer Häschenfarbe deiner Wahl an (bei mir: Pink ;-) und lässt sie trocknen.

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Dann scheidest du pro Häschen zwei Ovale aus dem weißen Papier aus, klebst diese “Augen” auf die Klopapierrolle und malst mit dem Filzstift eine Pupille hinein. Ebenfallsaus dem weißen Papier schneidest du ein kleines Rechteck, das von unten schmal eingeschnitten und als “Zähne” aufgeklebt wird. Dazu  malst du ebenfalls mit dem Filzstift Nase und Schnurrhaare.

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Danach scheidest du aus einem Wattepad zwei schmale ovale Stücke aus, die in das Innere der Ohren passen. Und dazu noch ein kleines puscheliges Stück für das Schwänzchen.

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Jetzt ist das Häschen schon befüllungsfertig. Ich habe die kleinen Geschenke in ein Stück Serviette gesteckt, mit etwas Geschenkband oben zugebunden und auf das Geschenkband einen Stern mit der jeweiligen Adventskalender- Türchen- Nummer geklebt.

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Du kannst das Häschen natürlich auch zu jeder anderen Jahreszeit und Gelegenheit als Geschenkverpackung nutzen.

Viel Spaß! :-)

Rezept des Monats Dezember: Bratäpfel mit Hagebutten- Marzipan- Füllung

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Hundsrose- Rosa canina

 

Zutaten für 8 gefüllte Äpfel:

- 8 Äpfel

- 200 Gramm Marzipan- Rohmasse

- 1 Handvoll Hagebuttenfrüchte

- Zimt

- Sojasahne oder Vanillesoße

- 1/2 Handvoll Walnußkerne

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Äpfel entkernen bzw das Gehäuse ausstechen.

Hagebutten von Kernen befreien, mit sehr wenig Wasser weich kochen (dauert eine Weile: Ca. 30 Minuten) und pürieren.

Mit Marzipan- Rohmasse vermischen und mit Zimt würzen. Walnußkerne zerkleinern und auch ins Marzipan kneten.

Die Masse in die Äpfel füllen und bei 180 Grad so lange backen, bis die Schale aufplatzt (ca. 45 Minuten).

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Mit Sojasahne oder Vanillesoße begießen und heiß servieren.

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Guten Appetit! :-)

Alle Rezepte aus der Reihe “Rezept des Monats” sind im Rahmen eines Wildpflanzen- Projektes entstanden und in Form eines immerwährenden Kalenders bei mir erhältlich.

Das Dezember- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender Dezember