Monthly Archives: January 2016

Grüne Tomaten

Vor etlichen Jahren habe ich im Herbst bei einer Nachbarin Fensterbänke voll mit grünen, unreifen Tomaten gesehen.

Sie sagte mir, dass sie die Tomaten dort zum Nachreifen lagert und ich konnte es kaum glauben:

Die Tomaten werden rot, ganz von alleine, ohne Sonne und ohne an der Pflanze dranzuhängen?

Inzwischen weiß ich, dass sie dazu nicht mal Licht brauchen.

Ein bißchen seltsam finde ich es schon, aber ich freue mich einfach, wenn am Ende des Sommers die Ernte noch nicht zu Ende ist.

Die Tomaten haben am liebsten einen warmen, eher feuchten Ort (zum Beispiel ein Gewächshaus), aber es geht auch einfach so im Zimmer: Es dauert dann eventuell ein bißchen länger.

Ich habe Mitte November letzten Jahres alle noch nicht reifen Tomaten auf meinem Balkon geerntet- am besten geschieht dies vor dem ersten Frost, damit die Früchte unversehrt sind.

IMG_9650

Es macht Sinn, die Stengel mit abzuschneiden, statt die Tomaten zu pflücken, da sonst an dieser Stelle kleine Verletzungen an der Frucht entstehen können, die schimmelanfällig sind.

Auch eingedrückte Stellen oder Risse neigen zum Faulen, deshalb müssen schlecht gewordene Früchte immer mal aussortiert werden.

Noch immer sind einige meiner geernteten Früchte grün und dadurch weiter unter meiner Beobachtung, aber die meisten sind inzwischen ausgereift und immer noch in Ordnung- nach über acht Wochen, unglaublich!

Der Geschmack ist anders als frisch von der Pflanze im Sommer, etwas wässriger, aber durchaus lecker.

Ich hatte übrigens eine gelbe Sorte, die gelben Tomaten auf dem Foto sind also naschbereit (und die großen rötlichen vom ersten Foto inzwischen längst gegessen :-) ).

IMG_9953

 

Hallo Schneekönig*in!

SChneekönig*in

Die Wettervorhersage sagt, dass es mit dem schönen Schnee schon bald wieder vorbei sein könnte:

Also schnell raus auf den Balkon, um den pulverigen Schnee auf meinem Balkon bestmöglich zu einem Schneewesen zu formen.

Jipieh!

Die Augen bestehen übrigens aus selbstgemachten Kornellkirsch- Oliven (Rezept s. hier): Sauer und gewöhnungsbedürftig, aber lecker!

Ich freu mich jedes Mal aufs Neue, wenn der Schnee sich wie eine dicke Schicht Ruhe und Entschleunigung über alles legt und ich mag die vielen hellweißen, unberührten Flächen- besonders dann, wenn sie durch kleine lustige Tierspuren gezeichnet sind.

Seit Tagen erledige ich alles mögliche zu Fuß und natürlich ist das einer der anstrengenden Teile des verschneiten Winters, besonders bei schlecht geräumten Wegen und graubraunem Matsch auf der Straße.

Ich freue mich besonders über meinen Nabendynamo, der mich zuverlässig durch das Wetter begleitet, und über ein warmes Zuhause, in das ich mich wohlig zurückziehen kann.

Letzteres empfinde ich angesichts der vielen Menschen, die gerade provisorisch in Zelten leben oder in allen möglichen Ecken der Welt ohne große Hilfsmittel der Kälte trotzen müssen, als wahnsinnigen Luxus.