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Auf den letzten Drücker: Trauerweidenblätterernte 2016

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Puh ich war spät dran!

Eigentlich empfehle ich die Ernte der  Trauerweidenblätter bis Anfang April, weil die Blätter am besten schmecken, wenn sie noch ganz klein und zart sind. Aber jetzt, Mitte April in Norddeutschland, fand ich den Zeitpukt gerade so noch ok.

Ein Reinbeißtest im Park hat ergeben, dass die Konsistenz für Pesto noch in Ordnung ist ;-) und auch einfach so in den Mund fand ich die Blätter noch nicht so zäh wie befürchtet. Gerade nochmal Glück gehabt!

Es sind übrigens nicht nur die Blätter der Trauerweide essbar, sondern die aller Weiden. Und überhaupt gibt es viele Bäume, die sich als Salatlieferanten eignen… aber dazu an anderer Stelle mal mehr.

Heute möchte ich vor allem zeigen, wie die Weidenblätterernte funktioniert, ohne dem Baum zu schaden.

Bei der Trauerweide befinden sich die kleinen grünen Blättchen an einem längernen dünnen Ast. Es ist wichtig, diesen Ast nicht komplett zu beernten, sondern am unteren Ende einige grüne Blätter übrig zu lassen.

Ansonsten stirbt der Teil ab und bildet im nächsten Jahr keine neuen Blätter.

Auf dem Foto zeigt mein Zeigefinger an die Stelle, die ich beerntet habe, und da wo ich mit den anderen Fingern den Zweig festhalte, sind noch alle grünen Blätter dran.

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Es lohnt sich, einen Baum zu suchen, bei dem die Äste möglichst weit auf den Boden reichen.

Oftmals findest du solche Stellen bei Trauerweiden, die an Gewässern stehen, oder an Stellen in Parks, wo sie nicht geschnitten werden.

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Die Blätter eignen sich wunderbar als Salat, und hier findest du den Link zu meinem Lieblings- Trauerweidenrezept: Trauerweidenpesto, lecker zu Nudeln oder einfach aufs Brot! :-)

Viel Spaß und Guten Appetit!

Veganes Bärlauch- Pesto

Ich freue mich schon, wenn bald der Bärlauch seine Blüten öffnet und das leckere Knoblaucharoma durch die Parks zieht!

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Da ich auf meinem Balkon zur Zeit noch ca. 20 Pflanzen in einem großen Kübel stehen habe, brauche ich mir bei der Ernte keine Gedanken darüber zu machen, ob sich nicht doch ein Maiglöcken untergemischt hat.

Wer in freier Wildbahn sammelt sollte sich die Unterschiede vorher bewußt machen! Im Internet gibt es inzwischen zahlreiche Artikel, die die Ähnlichkeiten und Verwechslungsgefahren gut erklären.

Ich habe mir verschiedene Bärlauchpesto- Rezepte angeguckt und dann einfach mit den Zutaten, die ich zu Hause hatte, drauflos gemixt.

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Und zwar waren das:

- Eine große Handvoll Bärlauch- Blätter (ca. 120 Gramm)

- 200 Gramm Sonnenblumenkerne

- Salz

- Rapsöl nach Gefühl bis zur gewünschten Konsistenz

Alles in den Mixer geben und zu einer cremigen Masse zerkleinern.

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Herausgekommen sind bei dieser Mischung rund 400 Gramm Pesto.

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Du kannst das Pesto gleich frisch essen oder mit Öl bedeckt einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Für alle, die die Frühlingsgefühle länger auf Vorrat sichern wollen, gibt es hier den Link zu meiner Lieblings- Einkochmethode.

Viel Spaß und guten Appetit!! :-)

 

 

Tataa! Die einfachste Einkochmethode der Welt

Wer wie ich keine geräumige Küche und kein Händchen für kleckerarmes schnelles Arbeiten hat, wird sich über diese Einkochmethode sicherlich freuen ;-) .

Denn während bei der üblichen Methode (heiße Masse schnell in sterile Gläser füllen) schnelles und sauberes Arbeiten von Vorteil ist, hast du bei dieser Vorgehensweise alle Zeit der Welt:

Du füllst die Masse, die du einkochen willst (egal ob Marmelade, Gelee, Pesto, eingesammelte Früchte, kleingeschnittene Tomaten,… ) in Gläser. Dabei spielt es keine Rolle, welche Temperatur die Masse hat.

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Die Gläser schraubst du fest zu, nachdem du die Ränder oben und an den Außenseiten gesäubert hast (falls Reste auf den Rändern kleben besteht Schimmelgefahr).

Falls du wiederverwendete Gläser benutzt, achte darauf, dass die Deckel nicht verbeult sind. Ansonsten kommt Luft an das Eingekochte und es entsteht ebenfalls Schimmel.

Die befüllten und zugeschraubten Gläser stellst du anschließend in einen großen Topf.

Du kannst die Gläser dabei auf mehrere Ebenen stapeln.

Wichtig ist, dass du den Topf anschließend so mit Wasser befüllst, dass das Wasser bis mindestens zum Deckelrand der Gläser reicht (die Gläser können aber auch ruhig vollkommen mit Wasser bedeckt sein).

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Den so vorbereiteten Topf stellst du (mit Deckel drauf) auf den Herd und bringst das Wasser zum Kochen.

Wenn es kocht, kannst du die Temperatur soweit runterstellen, dass das Wasser noch mindestens 20 Minuten weiterkocht.

Danach nimmst du die Gläser heraus, stellst sie auf den Kopf, damit vorhandene Luft entweichen kann, und lässt alles abkühlen.

Fertig! Und so easy! :-) Viel Spaß!