Essbare Wildpflanzen und anderes Grünzeux

Die Pflaumen sind reif!

frisch geerntet

Ich geb’s zu, ich bin beim Essen eher so der herzhafte Typ.

Deshalb gibt es an dieser Stelle kein Kuchenrezept, sondern ich zeige euch, wie ich die Pflaumen aus meinem Garten am liebsten esse:

Als einfache Beilage zu Bratkartoffeln!

Bratkartoffeln wie gewohnt zubereiten:

Ich nehme Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln und manchmal auch Tofuwürstchen und brate alles zusammen in Margarine an- lieber als in Öl, weil der Geschmack dann viieeel besser ist!

Auf dem Teller kommen dann die Pflaumenstücke dazu, außerdem ein Schuss Ketchup und kleingeschnittener Schnittlauch.

Fertig ist die schnelle, leckere Mahlzeit :-)

Guten Appetit!

Bratkartoffeln mit Pflaumen

 

Frühlings- Snack: Bärlauch- Bruschetta

Aller guten Dinge sind zwei! Das ursprüngliche Rezept für meinen diesjährigen Bärlauch- Frühlingssnack findest du unten in den Kommentaren.

Ich war am Ende nicht mehr so glücklich damit, weil der Geschmack des Bärlauchs nicht so wie ich es gerne gehabt hätte zur Geltung kam und der Teig nach einem Tag sehr zäh war. Schade! Aber dafür hab ich mir was Neues überlegt, und diesmal echt jetzt: Voll lecker! Und ganz schnell zubereitet! :-)

Für rund 10 Baguette- Scheiben brauchst du:

- ca. 1/3 Baguettestange oder anderthalb Baguettebrötchen

- 2 Tomaten

- 1 kleine Zwiebel

- ein Bund Bärlauch, ca. 10 Gramm, das entspricht ungefähr 25 kleineren Blättern

- Salz oder Kräutersalz

- Pfeffer

- Olivenöl

Zutaten

Tomaten und die Zwiebel in sehr feine Würfel schneiden. Bärlauch waschen und in feine Streifen schneiden, dann diese drei Zutaten miteinander mischen.

keingewürfelt

Das Baguette in Scheiben schneiden und mit Olivenöl bestreichen. Anschließend die Tomaten- Zwiebel- Bärlauch- Mischung darauf geben, mit Salz und Pfeffer würzen und zum Schluss noch einmal mit Öl beträufeln.

Die belegten Baguettescheiben im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Umluft) 5-10 Minuten backen. Die genaue Backzeit hängt von der Dicke der geschnittenen Scheiben und der gewünschten Knusprigkeit ab.

Yummy! :-) Guten Appetit!

fertig

Leckereien aus Holunderblüten

Jedes Jahr komme ich am Duft der Holunderblüten kaum vorbei und stecke bei jedem Spaziergang die Nase in (fast!  ;-) ) alle Dolden, die mir in den Weg kommen.

Einmalig toll, dieser Geruch!

Deshalb mag ich auch alle Speisen, die es schaffen, dieses Aroma zu konservieren.

Dieses Posting sollte eigentlich nur davon handeln, wie du aus Holunderblüten leckeres Gelee machen kannst.

Doch dazu ist es bei mir erstmal nicht gekommen: Nachdem ich alles vorbereitet hatte, mußte ich einen Schluck abtrinken, weil die Flüssigkeitsmenge für die Menge des Gelierzuckers zu groß war.

Tja, und das war’s dann: Es ist nichts mehr übrig geblieben, und ich habe statt dessen ein neues Lieblings- Sommergetränk:

Mit Holunderblüten aromatisierter Apfelsaft!

Lecker. Und wie viele meiner bevorzugten Rezepte schnell und einfach herzustellen: Im Kühlschrank über Nacht Holunderblüten im Apfelsaft ziehen lassen (ca. 10 große Dolden pro Liter Saft) und anschließend abseihen. Das war’s!

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Der Saft ist auch lecker als Schorle mit Mineralwasser und/ oder mit einem Schuß Zitrone.

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Wer es schafft, nicht alles wegzutrinken, kann aus dem Saft Gelee machen.

Dazu den Saft einer Zitrone und anschließend die entsprechende Menge Gelierzucker hinzufügen und das Ganze im Topf einige Minuten köcheln lassen.

Mit einer Gelierprobe kannst du die Konsistenz des Gelees folgendermaßen prüfen:

Einen Teelöffel der köchelnden Flüssigkeit auf einen Teller geben und kurz abkühlen lassen. Wenn dir die Masse auf dem Teller nach dem Abkühlen noch zu flüssig ist, lässt du die Flüssigkeit im Topf weiter köcheln. Die Probe kannst du so oft wiederholen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Dann das Gelee heiß in saubere Schraubgläser abfüllen, die Gläser gut verschließen und zum Abkühlen auf den Kopf stellen.

Dasselbe kannst du auch mit Schlehenblüten machen, die ein leichtes Bittermandelaroma haben. Yummy!

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Und hier findest du mein Rezept für Holunderblüten- Pfannkuchen aus dem letzten Jahr!

Guten Appetit! :-)

Löwenzahnblüten rauf aufs Brot!

Für mich ist der Winter endgültig vorbei, wenn mein erstes Löwenzahnbrötchen vor mir auf dem Teller bzw. auf der Wiese liegt.

Die gelben Blüten sind so lecker und auch für die Augen ein wahrer Gute- Laune- Schmaus!

Traditionell landen sie bei mir zusammen mit Erdnußmus, Ketchup , Zwiebeln und Margarine auf dem Brötchen, weil sich das eines Tages in Ermangelung anderer Zutaten so ergeben hat. ;-)

Lecker ist das Ganze aber auch zusammen mit veganer Streichcreme oder Frischkäseersatz.

Wer die Blüten lieber in flüssiger Form auf dem Brot mag findet hier das Rezept für Löwenzahnhonig.

Lasst euch den Frühling schmecken! :-)

Löwenzahnbrötchen

 

Auf den letzten Drücker: Trauerweidenblätterernte 2016

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Puh ich war spät dran!

Eigentlich empfehle ich die Ernte der  Trauerweidenblätter bis Anfang April, weil die Blätter am besten schmecken, wenn sie noch ganz klein und zart sind. Aber jetzt, Mitte April in Norddeutschland, fand ich den Zeitpukt gerade so noch ok.

Ein Reinbeißtest im Park hat ergeben, dass die Konsistenz für Pesto noch in Ordnung ist ;-) und auch einfach so in den Mund fand ich die Blätter noch nicht so zäh wie befürchtet. Gerade nochmal Glück gehabt!

Es sind übrigens nicht nur die Blätter der Trauerweide essbar, sondern die aller Weiden. Und überhaupt gibt es viele Bäume, die sich als Salatlieferanten eignen… aber dazu an anderer Stelle mal mehr.

Heute möchte ich vor allem zeigen, wie die Weidenblätterernte funktioniert, ohne dem Baum zu schaden.

Bei der Trauerweide befinden sich die kleinen grünen Blättchen an einem längernen dünnen Ast. Es ist wichtig, diesen Ast nicht komplett zu beernten, sondern am unteren Ende einige grüne Blätter übrig zu lassen.

Ansonsten stirbt der Teil ab und bildet im nächsten Jahr keine neuen Blätter.

Auf dem Foto zeigt mein Zeigefinger an die Stelle, die ich beerntet habe, und da wo ich mit den anderen Fingern den Zweig festhalte, sind noch alle grünen Blätter dran.

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Es lohnt sich, einen Baum zu suchen, bei dem die Äste möglichst weit auf den Boden reichen.

Oftmals findest du solche Stellen bei Trauerweiden, die an Gewässern stehen, oder an Stellen in Parks, wo sie nicht geschnitten werden.

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Die Blätter eignen sich wunderbar als Salat, und hier findest du den Link zu meinem Lieblings- Trauerweidenrezept: Trauerweidenpesto, lecker zu Nudeln oder einfach aufs Brot! :-)

Viel Spaß und Guten Appetit!

Veganes Bärlauch- Pesto

Ich freue mich schon, wenn bald der Bärlauch seine Blüten öffnet und das leckere Knoblaucharoma durch die Parks zieht!

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Da ich auf meinem Balkon zur Zeit noch ca. 20 Pflanzen in einem großen Kübel stehen habe, brauche ich mir bei der Ernte keine Gedanken darüber zu machen, ob sich nicht doch ein Maiglöcken untergemischt hat.

Wer in freier Wildbahn sammelt sollte sich die Unterschiede vorher bewußt machen! Im Internet gibt es inzwischen zahlreiche Artikel, die die Ähnlichkeiten und Verwechslungsgefahren gut erklären.

Ich habe mir verschiedene Bärlauchpesto- Rezepte angeguckt und dann einfach mit den Zutaten, die ich zu Hause hatte, drauflos gemixt.

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Und zwar waren das:

- Eine große Handvoll Bärlauch- Blätter (ca. 120 Gramm)

- 200 Gramm Sonnenblumenkerne

- Salz

- Rapsöl nach Gefühl bis zur gewünschten Konsistenz

Alles in den Mixer geben und zu einer cremigen Masse zerkleinern.

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Herausgekommen sind bei dieser Mischung rund 400 Gramm Pesto.

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Du kannst das Pesto gleich frisch essen oder mit Öl bedeckt einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Für alle, die die Frühlingsgefühle länger auf Vorrat sichern wollen, gibt es hier den Link zu meiner Lieblings- Einkochmethode.

Viel Spaß und guten Appetit!! :-)

 

 

Tataa! Die einfachste Einkochmethode der Welt

Wer wie ich keine geräumige Küche und kein Händchen für kleckerarmes schnelles Arbeiten hat, wird sich über diese Einkochmethode sicherlich freuen ;-) .

Denn während bei der üblichen Methode (heiße Masse schnell in sterile Gläser füllen) schnelles und sauberes Arbeiten von Vorteil ist, hast du bei dieser Vorgehensweise alle Zeit der Welt:

Du füllst die Masse, die du einkochen willst (egal ob Marmelade, Gelee, Pesto, eingesammelte Früchte, kleingeschnittene Tomaten,… ) in Gläser. Dabei spielt es keine Rolle, welche Temperatur die Masse hat.

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Die Gläser schraubst du fest zu, nachdem du die Ränder oben und an den Außenseiten gesäubert hast (falls Reste auf den Rändern kleben besteht Schimmelgefahr).

Falls du wiederverwendete Gläser benutzt, achte darauf, dass die Deckel nicht verbeult sind. Ansonsten kommt Luft an das Eingekochte und es entsteht ebenfalls Schimmel.

Die befüllten und zugeschraubten Gläser stellst du anschließend in einen großen Topf.

Du kannst die Gläser dabei auf mehrere Ebenen stapeln.

Wichtig ist, dass du den Topf anschließend so mit Wasser befüllst, dass das Wasser bis mindestens zum Deckelrand der Gläser reicht (die Gläser können aber auch ruhig vollkommen mit Wasser bedeckt sein).

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Den so vorbereiteten Topf stellst du (mit Deckel drauf) auf den Herd und bringst das Wasser zum Kochen.

Wenn es kocht, kannst du die Temperatur soweit runterstellen, dass das Wasser noch mindestens 20 Minuten weiterkocht.

Danach nimmst du die Gläser heraus, stellst sie auf den Kopf, damit vorhandene Luft entweichen kann, und lässt alles abkühlen.

Fertig! Und so easy! :-) Viel Spaß!

 

Ein Stück Nordsee für zu Hause: Heißer Sanddorn

Ich finde den Geschmack von Sanddorn einfach nur grandios.

Super sauer, aber dazu dieses unbeschreibliche, einzigartige, intensive Aroma… Sanddorn halt ;-) .

Und eine Vitaminbombe noch dazu: Neben einer verhältnismäßig großen Menge Vitamin C enthält Sandorn sogar kleine Mengen Vitamin B12, das sonst hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sanddorn).

Die Früchte sind nicht leicht zu ernten, weil der Strauch sehr dornig ist und die Beeren beim Pflücken schnell zerplatzen.

Deshalb werden oft die fruchttragenden Triebe abgeschnitten und die Früchte entweder mit der Gabel abgestreift, oder nach einer Nacht im Gefrierfach einfach abgeschüttelt.

Beide Methoden habe ich noch nicht selber ausprobiert- ich habe immer gleich von der Hand in den Mund geerntet, einige Kratzer in Kauf genommen und mich über die lecker- klebrigen Hände gefreut.

Für die Zeit zwischen den reifen Früchten (die Haupterntezeit ist meist im Herbst, je nach Sorte früher oder später) gibt es 100%igen Sanddornsaft zu kaufen.

Von diesem reicht ein großzügiger Schluck (ungefähr so wie auf Foto 1, je nach Geschmack kann es auch mehr oder weniger sein), der dann mit heißem Wasser aufgegossen wird.

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Foto 1                                                                                               Foto 2

 

Wer es lieber etwas süßer mag, kann Kandiszucker oder andere Süße nach Geschmack dazu geben.

Die Ausflockungen, die auf Foto 2 zu sehen sind, verschwinden beim Umrühren.

Und dann: Augen zu und vom Meer träumen! :-)

My beautiful picture

 

 

 

Grüne Tomaten

Vor etlichen Jahren habe ich im Herbst bei einer Nachbarin Fensterbänke voll mit grünen, unreifen Tomaten gesehen.

Sie sagte mir, dass sie die Tomaten dort zum Nachreifen lagert und ich konnte es kaum glauben:

Die Tomaten werden rot, ganz von alleine, ohne Sonne und ohne an der Pflanze dranzuhängen?

Inzwischen weiß ich, dass sie dazu nicht mal Licht brauchen.

Ein bißchen seltsam finde ich es schon, aber ich freue mich einfach, wenn am Ende des Sommers die Ernte noch nicht zu Ende ist.

Die Tomaten haben am liebsten einen warmen, eher feuchten Ort (zum Beispiel ein Gewächshaus), aber es geht auch einfach so im Zimmer: Es dauert dann eventuell ein bißchen länger.

Ich habe Mitte November letzten Jahres alle noch nicht reifen Tomaten auf meinem Balkon geerntet- am besten geschieht dies vor dem ersten Frost, damit die Früchte unversehrt sind.

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Es macht Sinn, die Stengel mit abzuschneiden, statt die Tomaten zu pflücken, da sonst an dieser Stelle kleine Verletzungen an der Frucht entstehen können, die schimmelanfällig sind.

Auch eingedrückte Stellen oder Risse neigen zum Faulen, deshalb müssen schlecht gewordene Früchte immer mal aussortiert werden.

Noch immer sind einige meiner geernteten Früchte grün und dadurch weiter unter meiner Beobachtung, aber die meisten sind inzwischen ausgereift und immer noch in Ordnung- nach über acht Wochen, unglaublich!

Der Geschmack ist anders als frisch von der Pflanze im Sommer, etwas wässriger, aber durchaus lecker.

Ich hatte übrigens eine gelbe Sorte, die gelben Tomaten auf dem Foto sind also naschbereit (und die großen rötlichen vom ersten Foto inzwischen längst gegessen :-) ).

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Rezept des Monats Dezember: Bratäpfel mit Hagebutten- Marzipan- Füllung

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Hundsrose- Rosa canina

 

Zutaten für 8 gefüllte Äpfel:

- 8 Äpfel

- 200 Gramm Marzipan- Rohmasse

- 1 Handvoll Hagebuttenfrüchte

- Zimt

- Sojasahne oder Vanillesoße

- 1/2 Handvoll Walnußkerne

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Äpfel entkernen bzw das Gehäuse ausstechen.

Hagebutten von Kernen befreien, mit sehr wenig Wasser weich kochen (dauert eine Weile: Ca. 30 Minuten) und pürieren.

Mit Marzipan- Rohmasse vermischen und mit Zimt würzen. Walnußkerne zerkleinern und auch ins Marzipan kneten.

Die Masse in die Äpfel füllen und bei 180 Grad so lange backen, bis die Schale aufplatzt (ca. 45 Minuten).

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Mit Sojasahne oder Vanillesoße begießen und heiß servieren.

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Guten Appetit! :-)

Alle Rezepte aus der Reihe “Rezept des Monats” sind im Rahmen eines Wildpflanzen- Projektes entstanden und in Form eines immerwährenden Kalenders bei mir erhältlich.

Das Dezember- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender Dezember