Rezepte

Und nochmal: Leckeres aus der Kapuzinerkresse!

Nachdem ich hier ja schon ein Kapuzinerkresse- Rezept gepostet habe, möchte ich nun gerne die üppige leckere Blätter- und Blütenpracht mit in den Winter nehmen.

Deshalb gibt es hier gleich zwei Rezepte, die zum einen frisch sehr lecker sind und sich obendrein noch sehr gut konservieren lassen.

Nummer 1: Kapuzinerkresse- Pesto!

Zutaten (ergibt ca. 700ml):

  • 100gr Kapuzinerkresseblätter (ca. 5 große Hände voll)
  • 250ml Olivenöl
  • 100gr Mandeln
  • Saft von 1 Zitrone
  • 1 große Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Die Kapuzinerkresseblätter sehr gut waschen (Achtung da sitzen gerne Blattläuse an den Blattunterseiten, am besten schon beim Ernten auf den Befall achten) und zusammen mit Öl, Mandeln und Knoblauch in den Mixer geben oder pürieren. Anschließend mit Zitronensaft und den Gewürzen abschmecken. Fertig! Um das Pesto haltbar zu machen, kannst du es einkochen. Dadurch verändert sich der Geschmack etwas, aber ich finde es lohnt sich! Wie das Einkochen geht kannst du hier nachlesen 🙂 .

Schmeckt lecker zu Nudeln oder Kartoffeln.

 

Nummer 2: Kapuzinerkresse- Margarine

Zutaten:

  • 500gr vegane Margarine
  • ca 50gr Kapuzinerkresseblätter und – blüten ( 2-3 Hände voll)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Senf
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Margarine in einem Topf schmelzen. Die Zwiebel und die Kapuzinerkresseblätter sehr klein schneiden und in die geschmolzene Margarine geben. Die Knoblauchzehe pressen und dazu geben, mit Salz, Pfeffer und Senf abschmecken.

Die Margarine erkalten lassen. Zwischendurch immer wieder gut umrühren, damit sich die Kräuter gut verteilen und sich nicht am Boden absetzen. Solange die Masse noch flüssig ist, kannst du die Margarine in Pralinenförmchen oder Gläser füllen und nach dem Abkühlen einfrieren. So hast du jederzeit frische Kresse“butter“ griffbereit!

Ich ess Blumen! Bunter Blütenquark mit Kapuzinerkresse

Oh je das ist so lecker! Und bei den heißen Temperaturen genau das Richtige: Kräuterquark mal anders.

Für 2-3 Portionen (je nach Hunger und Beilagen) brauchst du:

  • einen Becher Sojaquark
  • eine kleine Handvoll Kapuzinerkresseblätter
  • Kapuzinerkresseblüten und andere essbare Blüten nach Geschmack
  • eine kleine Zwiebel
  • eine kleine Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer und Salatgewürz

Die Zubereitung ist ganz einfach: Kapuzinerkresseblätter, Zwiebel und Knoblauch ganz klein schneiden und in den Quark rühren. Mit Salz, Pfeffer und Salatgewürz abschmecken. Blütenblätter unterrühren, und: Fertig!

Bei mir bestand die Blütenblättermischung aus orangenen und gelben Ringelblumenblüten und den lila Blüten der Agastache mexicana (so eine tolle Pflanze! Ich liebe Agastachen und ihr Aroma sehr und habe diese gerade neu kennengelernt. Hier gibt es mehr Infos dazu: https://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de/Nach-Verwendung/Essbare-Pflanzen/Essbare-Blueten/Toronjil-Morado-Pflanze).

Besonders lecker schmeckt der Quark, wenn er ein bisschen durchgezogen ist, also gerne ein Stündchen in den Kühlschrank stellen.

Die Blütenmischung und die Kapuzinerkresse machen sich auch gut im Salat oder in der Kräutermargarine: Auf dem Foto siehst du das Ganze als Salat mit Rucola und Minitomaten vom Balkon.

Guten Appetit!

Hoch hinaus: Eine dreistöckige Torte backen!

Das wollte ich schon immer mal machen: Eine mehrstöckige Torte backen! Ich hatte mir das so vorgestellt, dass verschiedene relativ feste Teige einfach gebacken und dann aufeinander gestapelt werden. Etliche Youtube- Videos später war ich dann schlauer: Ohne Stabilisierung im Inneren hat die Torte gute Chancen, im unpassendsten Moment einzustürzen, und das wäre angesichts der ganzen Arbeit mächtig schade.

Außerdem habe ich in kurzer Zeit viel über mir bis dahin völlig unbekannte Backzutaten gelernt, vor allem über Verarbeitung und Eigenheiten von Fondant und die Zubereitung und Bedeutung einer Ganache.

Ich habe mir also einen ganzen Tag Zeit genommen und früh am Morgen als erstes die Ganache gemacht, da sie über einige Stunden hinweg abkühlen muss. Ganache ist eine Bedeckungs- oder Füllschicht für Torten, die in diesem Fall als Untergrund für die Fondantschicht am Ende dient. Da Fondant hauptsächlich aus Zucker besteht, schmilzt es auf purer Sahne dahin und deshalb müssen die Füllung der Torte (sowie die Teigkrümel wegen der Unebenheiten) abgedeckt werden, bevor die Fondantschicht aufgelegt wird. Wer geduldig ist, kann mit Hilfe der Ganache eine richtig geometrische Torte ohne unebenen Untergrund herstellen, aber dazu später mehr. In vielen Fällen wird Buttercreme als Ganache verwendet, aber da ich eine vegane Torte gebacken habe, habe ich eine Mischung aus Blockschokolade und Sojasahne benutzt (500 Gramm Schokolade, 250 ml Sojasahne. Die Sahne aufkochen und die gehackte Schokolade dazugeben, danach abkühlen lassen, allerdings nicht im Kühlschrank).

Danach habe ich das tolle Marzipantortenrezept von Teddy (https://veganxcooking.blogspot.com/2013/12/marzipantorte.html) gebacken und in etwas abgewandelter Form genutzt (ohne Sahneschicht und Marzipandecke obendrauf). Ich habe die zweifache Teigmenge gemacht, da ich drei verschieden große Böden brauchte. Die drei Böden habe ich gebacken und in Ruhe auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit habe ich mich um die Verzierungen gekümmert und Rosen sowie Rosenblätter aus Fondant gebastelt. Die Rosen sind echt nicht so leicht zu formen, die ersten Exemplare habe ich gleich wieder zerdrückt, aber mit der Zeit kommt die Routine. Nicht aufgeben 😉 . Anleitungen gibt es diverse auf Youtube, such dir einfach eine die für dich angenehm ist.

Gerade die Rosenblätter haben die meiste Zeit beansprucht, also bei der Zeitplanung die Verzierungen nicht unterschätzen!

  

Etliche Hörspiele später war es dann soweit, die Verzierungen waren fertig und ich konnte die erkalteten Tortenböden zuschneiden und befüllen. Von den Oberseiten der unteren beiden Böden (also die, die später die unterste und die mittlere Etage bilden) habe ich oben so viel vom Teig gerade abgeschnitten, dass die jeweils nächste Etage gut aufliegt. Dann habe ich die Böden horizontal durchgeschnitten und die Hälften mit selbst gemachtem Schlehenblütengelee bestrichen, mit Marzipan bedeckt, mit Sahne eingestrichen und die obere Hälfte wieder aufgelegt.

Jeden der Böden habe ich auf ein sogenanntes Cakeboard gesetzt, eine mit Folie überzogene Pappe, die später beim Stapeln wichtig für die Stabilität der Torte ist.

Die so vorbereiteten Etagen habe ich dann mit der Ganache eingestrichen. Ich habe mich dagegen entschieden, die Böden oben völlig gerade abzuschneiden und mit Hilfe der Ganache möglichst vollkommen glatt zu streichen, weil ich organischere Formen lieber mag und so die Böden eine etwas rundlichere Form hatten.

Die drei Etagen habe ich dann in Folie verpackt im Kühlschrank aufbewahrt, da ich die Torte erst am nächsten Tag zusammengesetzt habe. Grund dafür war, dass ich nicht sicher war, ob ich das Fondant im Kühlschrank über Nacht gut genug schützen kann. Die Zuckerschicht reagiert nämlich mit dem Kondenswasser im Kühlschrank und es besteht die Gefahr, dass sie sich auflöst oder verläuft.

Am nächsten Morgen war es dann soweit, das Eindecken mit Fondant, das Stapeln und Verzieren konnte beginnen!

Das Fondant habe ich auf einer mit Bäckerstärke gepuderten Oberfläche in den passenden Durchmessern ausgerollt und über die Böden gelegt. Auch hierzu gibt es unzählige hilfreiche Videos auf Youtube 😉 .

 

Und dann kam der aufregende Moment, das Stapeln! Damit die Böden auf den Cakeboards stabil aufeinanderstehen, werden Stützen eingebaut. Dazu gibt es extra sogenannte Tortendübel zu kaufen, deutlich günstiger sind allerdings dicke Stohhalme oder wie in meinem Fall Rundhölzer (Durchmesser 1cm). Ich hatte mehr Lust auf Holz statt Plastik, und außerdem kam mir das Rundholz stabiler vor.

Das Holz wird auf die passende Höhe zugeschnitten (splittrige Enden mit Schleifpapier bearbeiten!) und in die Torte gesteckt. Für die untere Etage habe ich vier Hölzer genommen. Achte darauf, dass alle gleich lang sind, damit die Torte gerade wird.

  

Für den besseren Halt bestreichst du die Fläche, auf die die nächste Etage gesetzt wird, mit Ganache (wenn diese zu fest geworden ist kannst du sie im Backofen oder auf dem Herd ganz kurz aufwärmen), dann hast du eine Art Kleber zwischen den Etagen.

In die nächste Etage kommen wieder Hölzer (ich habe diesmal aufgrund der kleineren Fläche nur drei genommen), dann Ganache, und darauf dann die oberste Etage. Um die drei Etagen stabil miteinander zu verbinden, habe ich dann noch einen Stab von oben nach unten mittig durch die ganze Torte geschlagen. Weil ich keinen dünnen Stock hatte, habe ich dafür ein chinesisches Essstäbchen genommen. Unten musst du es anspitzen, damit es durch die Cakeboards durchkommt, und dann- gut zielen und mit dem Hammer vorsichtig hineinschlagen. Bloß nicht die Torte treffen 😉 und nicht zu doll schlagen: Ich hatte nicht damit gerechnet dass das Stäbchen schnell durch ist und habe die ganze Torte aus Versehen am Tisch festgenagelt 😀 .

  

Das oben herausguckende Stäbchen und die Übergänge zwischen den einzelnen Cakeboards kannst du super mit Fondant abdecken. Ich habe das Fondant zu einer langen Wurst gerollt, mit der Backrolle platt gerollt und dann um die Übergänge gelegt, und für oben einfach einen kleinen Kreis ausgeschnitten.

Dann kommt das Verzieren: Nach Lust und Laune setzt du deine Figuren auf die Torte. Ich habe dazu essbaren Kleber benutzt, den du im Supermarkt in der Backabteilung kaufen kannst.

Und dann: Ganz viele Fotos machen, zur Erinnerung, denn eigentlich ist die Torte zum Anschneiden viiieeeel zu schade!!

Wenn du die Torte doch noch eine Weile im Kühlschrank lagern musst, dann verpacke sie in einem Pappkarton und klebe diesen gut zu. So geht die Feuchtigkeit in den Karton und nicht an die Torte. Bei mir hat die Torte eingepackt in Karton und eine Rettungsdecke (goldene Seite nach innen zum Karton hin) sogar einen mehr als halbstündigen Transport im Fahrradanhänger überstanden, und das bei über 25 Grad Celsius!

Das Anschneiden ist nicht so einfach, denn wegen der Cakeboards kommst du nicht durch die Torte als Ganzes hindurch. Wenn die ersten Stücke entnommen und die schöne Optik eh dahin ist, kannst du die Etagen von oben nach unten einzeln in Stücke schneiden, die Stöckchen herausziehen und die leerräumten Cakeboads abnehmen.

Die Fertigstellung der Torte mit allem Drum und Dran hat insgesamt gut 15 Stunden gedauert. Es lohnt sich also, genügend Zeit einzuplanen, zumindest für ungeübte Konditor*innen wie mich 🙂 .

 

Guten Appetit!!

„Jans Pinkeltraum“ oder „Wie ich die vegane Variante eines typisch norddeutschen Gerichts lieben lernte“

fertig

Es ist Winter, es ist kalt, d.h. in Norddeutschland ist es Zeit für Kohl und Pinkel!

Kohl und Pinkel- das weckte in mir lange Zeit Assoziationen von fettigen Würstchen, Fleisch in grünlicher Masse und grölenden Menschen auf Kohltour, die mit Bollerwagen die Radwege verstopfen.

Ich wusste nicht, dass Pinkel gar keine Wurst ist, sondern Hafergrütze gekocht mit Zwiebeln und Schmalz. Und so lernte ich eines tollen Tages die vegane Variante dieses mächtigen, sättigenden Winteressens kennen, und ich kann nichts anderes sagen als: „Es ist so verdammt lecker!!“.

Das Rezept, was ich nun hier vorstelle, habe ich bei Freund*innen kennengelernt und sage an dieser Stelle ein dickes Danke für dieses Geschmacksfeuerwerk, und außerdem ein dickes Danke für die vielen Infos und Tipps rund um die Zubereitung dieses Rezepts.

Vorweg: Es lohnt sich, gleich eine größere Menge vorzubereiten, denn Reste können wunderbar weiter durchziehen und schmecken am nächsten Tag fast noch leckerer.

Zutaten Pinkel

Für 4 Personen brauchst du folgende Zutaten:

Für den Grünkohl:

– 2kg Tiefkühl- Grünkohl

– 4 Zwiebeln

– 4 EL Zwiebelschmelz

– 2 EL Senf

– Salz

– Piment

– Haferflocken zum Binden

– 200 Gramm Räuchertofu

– Tofu- oder Seitanwürstchen und veganes Bartstück nach Belieben

Für den Pinkel:

– 160 Gramm Hafergrütze

– 240 Gramm Zwiebelschmelz

– 5 Zwiebeln

– 1 gehäufter TL Piment

– 1,5 TL Salz

– kleine zuschnürbare Stoffsäckchen oder ähnliches, am besten aus Biobaumwolle ( für die 4- Personen- Menge braucht du ca. 3 Säckchen, meine haben eine Größe von 11x 13,5cm und einen Kordelzug zum Zuziehen)

dazu: Salzkartoffeln, je nach Größe der Kartoffeln 4- 5 Stück pro Person

Zubereitung:

Zuerst den Pinkel vorbereiten. Dazu schneidest du die Zwiebeln in kleine Würfel und knetest sie zusammen mit der Hafergrütze, dem Zwiebelschmelz und den Gewürzen zu einer festen Masse. Am besten geht das mit den Händen. Die Masse in die Säckchen füllen, die Säckchen zuziehen und das Ganze beiseite stellen.

Pinkel Zutaten in der Schüssel

Säckchen sind fertig

Für den Grünkohl die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und im Zwiebelschmelz glasig dünsten. Tiefgefrorenen Grünkohl dazugeben und mit Wasser entsprechend der Packungsangabe auffüllen. Wenn der Grünkohl aufgetaut ist, Senf, Salz und Piment dazugeben, alles gut durchrühren und dann die Pinkelsäckchen hinein geben. Das alles erst einmal eine gute Stunde (oder länger) auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Einige Stunden (oder über Nacht) durchziehen lassen.

Während du die Kartoffeln schälst und in Salzwasser kochst, kannst du den Grünkohl noch einmal aufkochen. Dazu zuerst die Pinkelsäckchen kurz herausnehmen und die übrige Flüssigkeit im Grünkohl mit Haferflocken binden, bis alles schön sämig ist. Dann die Pinkelsäckchen wieder hinein geben und den in grobe Stücke geschnittenen Räuchertofu dazugeben. Alles zusammen köcheln lassen und immer wieder umrühren, damit der Grünkohl nicht anbrennt. Zum Schluss Würstchen und Bratstück mit hinein geben, damit alles warm wird.

Säckchen im Grünkohl

mit Würstchen

Vor dem Servieren die Pinkelsäckchen aus dem Grünkohl nehmen und den Inhalt in eine Schüssel geben. Vorsicht, die Beutel und der Inhalt sind heiß! Ich nehme zum Öffnen der Säckchen chinesische Essstäbchen zu Hilfe. Hitzeunempfindliche Hände oder Handschuhe sind von Vorteil! 😉

Und dann: Schmecken lassen! Am leckersten finde ich Kohl mit Pinkel mit einer ordentlichen Portion Senf.

Moin! 🙂

 

Die Pflaumen sind reif!

frisch geerntet

Ich gebe es zu, ich bin beim Essen eher so der herzhafte Typ.

Deshalb gibt es an dieser Stelle kein Kuchenrezept, sondern ich zeige euch, wie ich die Pflaumen aus meinem Garten am liebsten esse:

Als einfache Beilage zu Bratkartoffeln!

Bratkartoffeln wie gewohnt zubereiten:

Ich nehme Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln und manchmal auch Tofuwürstchen und brate alles zusammen in Margarine an- lieber als in Öl, weil der Geschmack dann viieeel besser ist!

Auf dem Teller kommen dann die Pflaumenstücke dazu, außerdem ein Schuss Ketchup und kleingeschnittener Schnittlauch.

Fertig ist die schnelle, leckere Mahlzeit 🙂

Guten Appetit!

Bratkartoffeln mit Pflaumen

 

Schokopralinen selbstgemacht

Das perfekte Mitbringsel für alle Schleckermäuler!

Herzchenschwemme

Du brauchst eine Pralinenform (ich habe eine in Herzchenform ausgesucht) und bei den Zutaten hast du schon die Qual der Wahl, denn der Zusammenstellung der Pralinen sind im Grunde keine Grenzen gesetzt.

In meinem Beispiel zeige ich mit Marzipan und Krokant gefüllte vegane Pralinen mit zweierlei Schokolade.

Dafür brauchst du zwei verschiedene Sorten Schokolade (ich habe vegane weiße Nougat und Zartbitter ausgewählt), außerdem Marzipan- Rohmasse und Krokant.

Zutaten

Die Zubereitung geht einfach und schnell:

Die Schokolade, die später auf der Oberseite der Pralinen zu sehen sein soll, gibst du als erste in ein Wasserbad zum Schmelzen.

Wasserbad

Tipp: Ich nutze möglichst rundliche Tassen, um die Schokolade zu schmelzen, weil die sich am besten auskratzen lassen 🙂

Anschließend gibst du Marzipan in kleinen Stückchen dazu und füllst mit Krokant auf.

einfüllen

Als letztes schmilzt du die zweite Schokolade und gießt diese als Abschluss obendrauf. Achte darauf, dass die Schokolade gut in alle Lücken sickert, damit die Pralinen nicht löchrig werden.

nochmal Schoki

Dann lässt du das Ganze bei Zimmertemperatur erkalten. Am leckersten finde ich die Pralinen, wenn sie noch für ein Weilchen Zeit im Kühlschrank verbracht haben.

Die Zubereitung geht ganz fix und du kannst die tollsten Kompositionen entstehen lassen, z.B. mit getrockneten Früchten, noch mehr verschiedenen Schokoladensorten, Nüssen,… yummy! Guten Appetit! 🙂

angebissen

Frühlings- Snack: Bärlauch- Bruschetta

Aller guten Dinge sind zwei! Das ursprüngliche Rezept für meinen diesjährigen Bärlauch- Frühlingssnack findest du unten in den Kommentaren.

Ich war am Ende nicht mehr so glücklich damit, weil der Geschmack des Bärlauchs nicht so wie ich es gerne gehabt hätte zur Geltung kam und der Teig nach einem Tag sehr zäh war. Schade! Aber dafür hab ich mir was Neues überlegt, und diesmal echt jetzt: Voll lecker! Und ganz schnell zubereitet! 🙂

Für rund 10 Baguette- Scheiben brauchst du:

– ca. 1/3 Baguettestange oder anderthalb Baguettebrötchen

– 2 Tomaten

– 1 kleine Zwiebel

– ein Bund Bärlauch, ca. 10 Gramm, das entspricht ungefähr 25 kleineren Blättern

– Salz oder Kräutersalz

– Pfeffer

– Olivenöl

Zutaten

Tomaten und die Zwiebel in sehr feine Würfel schneiden. Bärlauch waschen und in feine Streifen schneiden, dann diese drei Zutaten miteinander mischen.

keingewürfelt

Das Baguette in Scheiben schneiden und mit Olivenöl bestreichen. Anschließend die Tomaten- Zwiebel- Bärlauch- Mischung darauf geben, mit Salz und Pfeffer würzen und zum Schluss noch einmal mit Öl beträufeln.

Die belegten Baguettescheiben im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Umluft) 5-10 Minuten backen. Die genaue Backzeit hängt von der Dicke der geschnittenen Scheiben und der gewünschten Knusprigkeit ab.

Yummy! 🙂 Guten Appetit!

fertig

Goldene Milch für kalte Tage

Goldene Milch ist neben Tee und heißem Kakao das perfekte Getränk für kuschelige Wintertage auf dem Sofa.

Goldene Milch

Wegen der Inhaltsstoffe Ingwer und Kurkuma gilt sie als Powergetränk fürs Immunsystem, aber ich liebe sie schon allein wegen der Mischung aus Schärfe, Süße und leckeren Gewürzen. Und wegen der Farbe! Ein leuchtendes Gelb zwischen all den grauen Winterwolken.

Kurkuma färbt sehr stark, deshalb empfehle ich, bei der Zubereitung weder das weiße Lieblings- T- Shirt zu tragen noch helles Plastikmaterial zu verwenden.

Du brauchst folgende Zutaten:

– 1 EL Kurkuma

– 1 Stück Ingwer geschält, ca. 15 Gramm

– 1 Prise Muskat

– 120 ml Wasser

– 350 ml Pflanzenmilch (am leckersten finde ich bisher Reismilch Vanille ohne Zuckerzusatz)

– 1 TL Kokosöl

– 1 Prise Pfeffer

– Zimt nach Geschmack

– 1-2 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup

Im ersten Schritt rührst du eine Paste aus Kurkuma, Ingwer, Muskat und Wasser an.

Dafür das Kurkuma- Pulver in einen Topf geben, mit dem Wasser verrühren und erhitzen. Den Ingwer fein raspeln und dazugeben.

Das Ganze gut 10 Minuten köcheln und eindicken lassen, bis eine cremige Paste entsteht.

Kurkuma und Ingwer in Wasser

Die entstehende Menge Paste ist eigentlich für eine Portion Goldene Milch gedacht, aber im Geschmack sehr kräftig und vielleicht auch gewöhnungsbedürftig. Tipp: Lieber mit wenig Paste anfangen, z.B. einen Teelöffel in die Milch hinein geben, abschmecken und bei Bedarf intensivieren.

Ich rühre die doppelte Menge der Zutaten an und nehme für eine Portion dann ca. 1 EL Paste. Den Rest verwahre ich im Kühlschrank (hält sich dort ca. 5 Tage), denn es vereinfacht die Zubereitung an weiteren Tagen, wenn du die Paste schon griffbereit hast.

Rest der Paste im Glas

In die Milch mit der Paste gibst du dann noch die restlichen Zutaten hinein und lässt das Ganze ein paar Minuten köcheln, dann ist das gelbe Wundergetränk fertig.

Paste eingerührt in MandelmilchIm linken Topf siehst du die Rest der Paste, im rechten Pflanzenmilch mit Paste und Gewürzen und das sich auflösende Kokosöl.

 

vorm PC

Guten Appetit! 🙂

 

 

 

Leckereien aus Holunderblüten

Jedes Jahr komme ich am Duft der Holunderblüten kaum vorbei und stecke bei jedem Spaziergang die Nase in (fast!  😉 ) alle Dolden, die mir in den Weg kommen.

Einmalig toll, dieser Geruch!

Deshalb mag ich auch alle Speisen, die es schaffen, dieses Aroma zu konservieren.

Dieses Posting sollte eigentlich nur davon handeln, wie du aus Holunderblüten leckeres Gelee machen kannst.

Doch dazu ist es bei mir erst mal nicht gekommen: Nachdem ich alles vorbereitet hatte, musste ich einen Schluck abtrinken, weil die Flüssigkeitsmenge für die Menge des Gelierzuckers zu groß war.

Tja, und das war’s dann: Es ist nichts mehr übrig geblieben, und ich habe statt dessen ein neues Lieblings- Sommergetränk:

Mit Holunderblüten aromatisierter Apfelsaft!

Lecker. Und wie viele meiner bevorzugten Rezepte schnell und einfach herzustellen: Im Kühlschrank über Nacht Holunderblüten im Apfelsaft ziehen lassen (ca. 10 große Dolden pro Liter Saft) und anschließend abseihen. Das war’s!

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Der Saft ist auch lecker als Schorle mit Mineralwasser und/ oder mit einem Schuss Zitrone.

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Wer es schafft, nicht alles vorher schon auszutrinken, kann aus dem Saft Gelee machen.

Dazu den Saft einer Zitrone und anschließend die entsprechende Menge Gelierzucker hinzufügen und das Ganze im Topf einige Minuten köcheln lassen.

Mit einer Gelierprobe kannst du die Konsistenz des Gelees folgendermaßen prüfen:

Einen Teelöffel der köchelnden Flüssigkeit auf einen Teller geben und kurz abkühlen lassen. Wenn dir die Masse auf dem Teller nach dem Abkühlen noch zu flüssig ist, lässt du die Flüssigkeit im Topf weiter köcheln. Die Probe kannst du so oft wiederholen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Dann das Gelee heiß in saubere Schraubgläser abfüllen, die Gläser gut verschließen und zum Abkühlen auf den Kopf stellen.

Dasselbe kannst du auch mit Schlehenblüten machen, die ein leichtes Bittermandelaroma haben. Yummy!

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Und hier findest du mein Rezept für Holunderblüten- Pfannkuchen aus dem letzten Jahr!

Guten Appetit! 🙂

Löwenzahnblüten rauf aufs Brot!

Für mich ist der Winter endgültig vorbei, wenn mein erstes Löwenzahnbrötchen vor mir auf dem Teller bzw. auf der Wiese liegt.

Die gelben Blüten sind so lecker und auch für die Augen ein wahrer Gute- Laune- Schmaus!

Traditionell landen sie bei mir zusammen mit Erdnussmus, Ketchup , Zwiebeln und Margarine auf dem Brötchen, weil sich das eines Tages in Ermangelung anderer Zutaten so ergeben hat. 😉

Lecker ist das Ganze aber auch zusammen mit veganer Streichcreme oder Frischkäseersatz.

Wer die Blüten lieber in flüssiger Form auf dem Brot mag findet hier das Rezept für Löwenzahnhonig.

Lasst euch den Frühling schmecken! 🙂

Löwenzahnbrötchen