Rezepte

Ein Stück Nordsee für zu Hause: Heißer Sanddorn

Ich finde den Geschmack von Sanddorn einfach nur grandios.

Super sauer, aber dazu dieses unbeschreibliche, einzigartige, intensive Aroma… Sanddorn halt ;-) .

Und eine Vitaminbombe noch dazu: Neben einer verhältnismäßig großen Menge Vitamin C enthält Sandorn sogar kleine Mengen Vitamin B12, das sonst hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sanddorn).

Die Früchte sind nicht leicht zu ernten, weil der Strauch sehr dornig ist und die Beeren beim Pflücken schnell zerplatzen.

Deshalb werden oft die fruchttragenden Triebe abgeschnitten und die Früchte entweder mit der Gabel abgestreift, oder nach einer Nacht im Gefrierfach einfach abgeschüttelt.

Beide Methoden habe ich noch nicht selber ausprobiert- ich habe immer gleich von der Hand in den Mund geerntet, einige Kratzer in Kauf genommen und mich über die lecker- klebrigen Hände gefreut.

Für die Zeit zwischen den reifen Früchten (die Haupterntezeit ist meist im Herbst, je nach Sorte früher oder später) gibt es 100%igen Sanddornsaft zu kaufen.

Von diesem reicht ein großzügiger Schluck (ungefähr so wie auf Foto 1, je nach Geschmack kann es auch mehr oder weniger sein), der dann mit heißem Wasser aufgegossen wird.

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Foto 1                                                                                               Foto 2

 

Wer es lieber etwas süßer mag, kann Kandiszucker oder andere Süße nach Geschmack dazu geben.

Die Ausflockungen, die auf Foto 2 zu sehen sind, verschwinden beim Umrühren.

Und dann: Augen zu und vom Meer träumen! :-)

My beautiful picture

 

 

 

Vegane Zimtsterne

Zutaten für 1 Portion (ergibt ca. 45 Sterne je nach Größe der Ausstechform)

Für den Teig:

200 Gramm Puderzucker

2 EL Zimt

8 EL Wasser

1 EL Zitronensaft

150 Gramm gemahlene Mandeln

200 Gramm gemahlene Haselnüsse

 

Für den Guss:

ca. 100 Gramm Puderzucker

ca. 1 EL Wasser (je nach gewünschter Konsistenz)

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Die Zutaten für den Teig gut miteinander verkneten. Nicht wundern, der Teig wird ziemlich klebrig!

Auf einer Unterlage (Backpapier oder Alufolie) ausrollen und Sterne ausstechen.

Bei Zimmertemperatur ca. 4 Stunden trocknen lassen und dann im vorgeheizten Backofen bei 250° C ca. 4 Minuten backen.

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Wenn die Sterne aus dem Ofen kommen, wirken sie noch sehr weich und irgendwie ungebacken. Trotzdem nicht länger drinlassen, sie trocknen sehr stark nach und werden später genau richtig weich und saftig!

Wenn sie zu lange im Ofen bleiben, werden sie später hart und trocken.

Gut auskühlen lassen.

Aus Puderzucker und Wasser einen Zuckerguss anrühren. Wenn er nicht zu zäh ist, lässt er sich am besten auf die Sterne auftragen. Am besten am Anfang nur ein paar Tropfen Wasser nehmen, gut verrühren und die Konsistenz beobachten. Zuckerguss wird schnell zu flüssig!

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Die Sterne bestreichen, trocknen lassen und zum Lagern in eine Metalldose mit leicht geöffnetem Deckel geben. Oder ganz schnell aufessen ;-) .

Frohes Schlemmen! :-)

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Einhornkekse!

Naja, die einhörnige Form ist eigentlich nicht das Ausschlaggebende an diesem Rezept, eigentlich sind es ganz “normale” vegane Ausstechkekse.

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Aber ich muß sagen, dass ich wirklich beeindruckt bin von der Vielfalt der Ausstechformen, die es heute gibt, und ein klein wenig Neid auf die Kinder, die mit Keksfröschen, -schildkröten, -monstern, -tigerenten, -schmetterlingen, -kraken und tausend anderen tollen Formen aufwachsen, schwingt da schon mit.

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Was waren das für magere Zeiten mit Sternen, Herzen, Monden und Glocken! ;-)

Deshalb schnell den Teig zusammenrühren und dann gibt es Einhörner zum Frühstück, zum Mittag, zum Kaffee, zum Abendbrot und auch mal zwischendurch!

Für ca. 2 Bleche brauchst du:

- 300 Gramm Mehl

- 100 Gramm Zucker

- 200 Gramm Margarine

- 2 TL Backpulver

- 1 Päckchen Vanillezucker

optional:

- ein Ei-Ersatz (1 EL Sojamehl vermischt mit 2 EL Wasser) -> macht den Teig cremiger

- geriebene Zitronenschale (wer’s zitronig mag)

zum Bestreichen:

- Puderzucker

- Zitronensaft oder Wasser

- bunte vegane Streusel

- vegane Schokoladenstreusel

Zubereitung:

Alle Teigzutaten gut verkneten und den Teig ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, Teig ausrollen und Kekse ausstechen.

Backofen vorheizen.

Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180°C ca. 10 Minuten backen.

 

Wenn sie abgekühlt sind, rührst du einen Zuckerguß aus Puderzucker und etwas Zitronensaft oder Wasser  (wenig! für 100 Gramm Puderzucker brauchst du etwa anderthalb bis zwei Esslöffel Flüssigkeit) .

Damit bestreichst du die Kekse und verzierst sie nach Lust und Laune mit den Streuseln.

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Viel Spaß! :-)

 

 

Rezept des Monats Dezember: Bratäpfel mit Hagebutten- Marzipan- Füllung

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Hundsrose- Rosa canina

 

Zutaten für 8 gefüllte Äpfel:

- 8 Äpfel

- 200 Gramm Marzipan- Rohmasse

- 1 Handvoll Hagebuttenfrüchte

- Zimt

- Sojasahne oder Vanillesoße

- 1/2 Handvoll Walnußkerne

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Äpfel entkernen bzw das Gehäuse ausstechen.

Hagebutten von Kernen befreien, mit sehr wenig Wasser weich kochen (dauert eine Weile: Ca. 30 Minuten) und pürieren.

Mit Marzipan- Rohmasse vermischen und mit Zimt würzen. Walnußkerne zerkleinern und auch ins Marzipan kneten.

Die Masse in die Äpfel füllen und bei 180 Grad so lange backen, bis die Schale aufplatzt (ca. 45 Minuten).

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Mit Sojasahne oder Vanillesoße begießen und heiß servieren.

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Guten Appetit! :-)

Alle Rezepte aus der Reihe “Rezept des Monats” sind im Rahmen eines Wildpflanzen- Projektes entstanden und in Form eines immerwährenden Kalenders bei mir erhältlich.

Das Dezember- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender Dezember

Rezept des Monats November: Storchschnabel- Blätterteig- Taschen mit Kürbis und Sanddorn

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Weicher Storchschnabel- Geranium molle

 

Zutaten für 12 Stück:

- 3 Hände voll Storchschnabel- Blätter

- 1 Packung Blätterteig

- ca. 200 Gramm Kürbis

- 2 Zwiebeln

- 1 Knoblauchzehe

- 1 kleine Handvoll Sanddornfrüchte

- Bratöl

- Salz und Pfeffer

- 1/2 Päckchen Sojasahne (also ca.60 ml)

- gesalzene Kürbiskerne

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Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und in Öl anbraten.

Kürbis in kleine Stückchen schneiden und dazu geben. Wenn der Kürbis weich ist, gewaschene Storchschnabelblätter dazu geben und kurz andünsten.

Am Ende Sojasahne dazu geben, bis das Ganze eine geschmeidige Konsistenz hat.

Mit Salz und Pfeffer würzen.

Auf die Blätterteigstücke geben und mit Sanddorn und den Kürbiskernen garnieren.

Bei 180 Grad 10-15 Minuten backen.

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Guten Appetit! :-)

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Das November- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender November

Rezept des Monats Oktober: Habichtskraut- Reis- Röllchen

Habichtskraut Blüte

Orangerotes Habichtskraut- Hieracium aurantiacum

Zutaten pro Person:

- 1 Tasse voll Reis

- 2 Tomaten (davon eine zum Garnieren)

- 1,5 Hände voll Habichtskrautblätter

- 1 Knoblauchzehe

- Gemüsebrühe

- Schnittlauch

- Salz und Pfeffer

- 1 Schuss Sojasahne

- 1 Schuss Essig

- Saft von einer halben Zitrone

- Blüten zum Garnieren (Habichtskraut oder Gänseblümchen)

- Sonnenblumenkerne

- Zahnstocher

Habichtskraut ganze Pflanze

Den Reis mit der doppelten Menge Wasser kochen. Habichtskrautblätter waschen, Stiele abschneiden und in wenig Wasser dünsten.

Schnittlauch, Knoblauch und Tomate hacken, dann zum Reis geben. Mit Gemüsebrühe würzen, Zitrone und Salz dazugeben und mit je einem Schuss Sojasahne und Essig verfeinern.

Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne rösten.

Deko- Tomaten achteln. Entsprechend viele Habichtskrautblätter rollen, und zusammen mit einer Blüte und mit Hilfe eines Zahnstochers in die Tomatenachtel stecken.

Den Reis in die restlichen Habichtskrautblätter einrollen, bei Bedarf mit Zahnstochern feststecken, oder einfach den Reis auf die restlichen Blätter geben und mit den Tomaten und Sonnenblumenkernen garnieren.

Habichtskraut fertig

 

Guten Appetit! :-)

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Das Oktober- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender Oktober

 

Rezept des Monats September: Blüten- Pakoras

Blütenteller

Zutaten für einen großen Teller voll:

Essbare Blüten nach Geschmack, z.B. Löwenzahn, Gänseblümchen, Schafgarbe, Taubnessel, Ackerveilchen, Chinesischer Lauch, Habichtskraut, Gänsekresse, Strauchmalve, Taglilien, Rotklee (das sind die Pflanzen, die auf dem Foto oben zu sehen sind).

Für den Teig:

- 200 Gramm Mehl

- 250 ml kalte Pflanzenmilch oder Wasser

- ca. 4 EL Maisstärke

- 1 dicke Knoblauchzehe

- Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe, Kreuzkümmel und Curry nach Belieben

- Pflanzenöl zum Frittieren

Blüten in der Pfanne

Mehl und Stärke mit dem Schneebesen in die Pflanzenmilch/ das Wasser rühren.

Knoblauch hineinpressen und Gewürze dazugeben.

Der Teig soll eine zähe, aber noch flüssige Konsistenz haben.

Das Öl erhitzen, dabei darauf achten, dass es nicht anfängt zu rauchen.

Die Blüten im Teig wenden und ins Öl geben.

Das Öl ist heiß genug, wenn ein Teigtropfen, der hineingegeben wird, zischend nach oben steigt.

Ungefähr 7-10 Minuten frittieren, dann auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Schmeckt gut zu Reis oder einfach pur.

Blüten auf dem Teller

 

Guten Appetit! :-)

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Das September- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender September

Rezept des Monats August: Falsche Oliven aus Kornellkirschen

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Kornellkirsche- Cornus mas

 

Originalrezept:

- 200 Gramm unreife Kornellkirschen

- 200 ml Weißweinessig

- 1 Prise Zucker

- 1 TL Salz

- 1 Nelke

- 1 Wacholderbeere

- 1 Lorbeerblatt

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Die Kornellkirschen über Nacht in Salzwasser legen.

Danach in saubere Schraubgläser füllen.

Alle restlichen Zutaten aufkochen, 5 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen und heiß über die abgetupften Kirschen geben, so dass sie gut bedeckt sind.

Sofort verschließen und 2 Wochen im Kühlschrank durchziehen lassen.

Ganz schön sauer schmeckt das!

 

Deshalb gibts hier noch eine mildere Variante:

- 200 ml Olivenöl

- 1/2 Knolle Knoblauch

- Gewürze nach Geschmack

Kornellkirschen über Nacht in Salzwasser legen.

Anschließend in saubere Schraubgläser füllen.

Knoblauch fein hacken, mit Öl und Gewürzen mischen und über die Kirschen geben.

Die Gläser gut verschließen.

Zum Haltbarmachen in einen großen Topf stellen und diesen mit Wasser füllen, bis die Gläser ganz bedeckt sind.

Das Wasser mit den Gläsern drin erhitzen und 20 Minuten lang kochen lassen.

Guten Appetit! :-)

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Das August- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender August

Rezept des Monats Juli: Gefüllte Zucchini mit Melde und Polenta

Melde

Gartenmelde- Atriplex hortensis

Zutaten für 2 halbe Zucchini:

- 1 kleine Tasse voll Polenta

- 1 Zucchini

- Tomatenmark nach Geschmack

- Gemüsebrühe

- 2 kleine Tassen Wasser

- je 1 große Handvoll Meldenblätter und – samen

- 1/2 Zwiebel

- 2 Knoblauchzehen

- Öl zum Braten

- Salz und Pfeffer

 

für die Soße:

- 1 Päckchen Sojasahne

- Hefeflocken

- Senf

- Salz und Pfeffer

Melde Zutaten

 

Zucchini halbieren und mit einem Löffel leicht aushöhlen.

Zwiebel und Knoblauch sehr fein würfeln, in eine Pfanne geben und in Öl andünsten.

Die Meldenblätter abzupfen, waschen und kleinschneiden.

Das Wasser in die Pfanne geben, mit Gemüsebrühe würzen, Meldenblätter dazugeben und kurz dünsten.

Wenn das Wasser kocht, die Polenta einrühren.

Nach Geschmack Tomatenmark dazugeben.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Masse in die Zucchini- Hälften füllen und bei 200 Grad ca. 25 Minuten im Backofen garen.

Für die Soße die Sojasahne erhitzen, mit Hefeflocken, Salz, Pfeffer und Senf abschmecken, Melde- Samen dazugeben und auf die fertig gebackenen Hälften geben.

Gefüllte Zucchini

Guten Appetit! :-)

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Das Juli- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender Juli

Rezept des Monats Juni: Holunderblütenpfannkuchen!

HolunderblüteSchwarzer Holunder- Sambucus nigra

Zutaten für 4 Personen:

- ca. 10 Holunderblütendolden

- 400 ml Soja- oder andere Pflanzenmilch

- 250 Gramm Mehl

- 2 EL Zucker

- 1 Päckchen Backpulver

- geschmacksneutrales Öl zum Ausbacken

- Vanillezucker oder Zimt und Zucker zum Bestreuen

Zutaten

Dolden schütteln und von Tierchen befreien.

Alle Teigzutaten vermischen.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und eine Kelle voll Teig hineingeben.

Sobald der Teig beginnt, fester zu werden, die Blütendolden hineintauchen (Menge nach Gefühl, am besten so viel wie Platz ist) und die dickeren Stengel mit einer Schere abschneiden. Die dünneren verbleiben im Teig und können ohne Probleme mitgegessen werden.

Von beiden Seiten goldbraun backen und mit Zimt und Zucker oder Vanillezucker bestreuen.

Fertig

Guten Appetit! :-)

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Das Juni- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender Juni