Sachen selbermachen

Froschkonzert.org aufgepimpt!

Seit Ende Mai die neue Datenschutzverordnung in Kraft getreten ist, habe ich einiges an Zeit in den Blog investiert und ihn sozusagen rundum erneuert. Zuerst dachte ich ja, dass die Datenschutzverordnung mich gar nicht betrifft (oh ja ich war richtig schlecht informiert 😀 ), und dann, als sie gestartet ist und plötzlich in aller Munde war, habe ich einen so dollen Schreck bekommen, dass ich die Seite aus Versehen inaktiviert habe. So war ich einige Tage offline (der zuständige Supportmensch war gerade im Urlaub und die Wiederaktivierung hat dadurch länger als üblich gedauert) und hatte Zeit, mich zu beruhigen und über alles in Ruhe nachzudenken.

Ich habe wirklich überlegt, den Blog zu schließen, denn ich komme immer wieder an Punkte, an denen ich mich erst einmal total überfordert fühle. Es sind einfach so viele Dinge zu beachten, von denen ich größtenteils kaum Ahnung habe, und dadurch wird alles schwer überschaubar. Und angesichts der möglichen Strafen möchte ich die Anforderungen ja auch nicht auf die leichte Schulter nehmen… dazu kommt noch die technische Umsetzung der Dinge, von der ich ja sozusagen von Haus aus ebenfalls keine Ahnung habe. Also die besten Voraussetzungen um einen Blog zu betreiben 😀

Was ich in solchen Fällen mache: Erstmal lesen. Das Internet ist so voll mit guten Tipps, die nette Menschen zusammentragen, und auch die Panikattacke angesichts der Datenschutzverordnung hat sich dadurch schnell beruhigt. Ich hab mir eine Liste gemacht mit allem, was ich brauche und möchte (neuer Datenschutzhinweis, Datenschutzhinweis für Facebook, Cookiehinweis für die Seite, SSL- Verschlüsselung für die Seite), und habe mich Schritt für Schritt an die Umsetzung gemacht.

Zwischendurch musste ich noch lernen, wie ich ein anständiges Backup mache (jaaaa… auch das hab ich echt lange vernachlässigt!) und mein WordPress und die Plugins auf dem neuesten Stand halte.

Und ja, am Ende hatte ich mich irgendwann durch alles durchgewuselt, und wenn ihr jetzt die Seite aufruft, dann seht ihr ein hübsches grünes Schlosssymbol. Ich hoffe jetzt ist alles paletti (außer der Suchfunktion, die hat ja leider noch nie funktioniert und ich hab mich da leider auch noch nie mit beschäftigt 😉 ). ABER ich habe endlich auch ein „responsive Design“ für meine Seite eingefügt, d.h. auch auf Smartphones wird die Seite jetzt vernünftig angezeigt und die Beiträge sind gut lesbar.

Ich bin jedenfalls voll happy. Und ich habe mit viel Freude all die bisherigen Einträge noch einmal gelesen, für mich persönlich ist das echt ein schönes Erinnerungsalbum.

Ich wünsche euch also auf allen Kanälen viel Spaß beim Stöbern! 🙂

Hoch hinaus: Eine dreistöckige Torte backen!

Das wollte ich schon immer mal machen: Eine mehrstöckige Torte backen! Ich hatte mir das so vorgestellt, dass verschiedene relativ feste Teige einfach gebacken und dann aufeinander gestapelt werden. Etliche Youtube- Videos später war ich dann schlauer: Ohne Stabilisierung im Inneren hat die Torte gute Chancen, im unpassendsten Moment einzustürzen, und das wäre angesichts der ganzen Arbeit mächtig schade.

Außerdem habe ich in kurzer Zeit viel über mir bis dahin völlig unbekannte Backzutaten gelernt, vor allem über Verarbeitung und Eigenheiten von Fondant und die Zubereitung und Bedeutung einer Ganache.

Ich habe mir also einen ganzen Tag Zeit genommen und früh am Morgen als erstes die Ganache gemacht, da sie über einige Stunden hinweg abkühlen muss. Ganache ist eine Bedeckungs- oder Füllschicht für Torten, die in diesem Fall als Untergrund für die Fondantschicht am Ende dient. Da Fondant hauptsächlich aus Zucker besteht, schmilzt es auf purer Sahne dahin und deshalb müssen die Füllung der Torte (sowie die Teigkrümel wegen der Unebenheiten) abgedeckt werden, bevor die Fondantschicht aufgelegt wird. Wer geduldig ist, kann mit Hilfe der Ganache eine richtig geometrische Torte ohne unebenen Untergrund herstellen, aber dazu später mehr. In vielen Fällen wird Buttercreme als Ganache verwendet, aber da ich eine vegane Torte gebacken habe, habe ich eine Mischung aus Blockschokolade und Sojasahne benutzt (500 Gramm Schokolade, 250 ml Sojasahne. Die Sahne aufkochen und die gehackte Schokolade dazugeben, danach abkühlen lassen, allerdings nicht im Kühlschrank).

Danach habe ich das tolle Marzipantortenrezept von Teddy (https://veganxcooking.blogspot.com/2013/12/marzipantorte.html) gebacken und in etwas abgewandelter Form genutzt (ohne Sahneschicht und Marzipandecke obendrauf). Ich habe die zweifache Teigmenge gemacht, da ich drei verschieden große Böden brauchte. Die drei Böden habe ich gebacken und in Ruhe auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit habe ich mich um die Verzierungen gekümmert und Rosen sowie Rosenblätter aus Fondant gebastelt. Die Rosen sind echt nicht so leicht zu formen, die ersten Exemplare habe ich gleich wieder zerdrückt, aber mit der Zeit kommt die Routine. Nicht aufgeben 😉 . Anleitungen gibt es diverse auf Youtube, such dir einfach eine die für dich angenehm ist.

Gerade die Rosenblätter haben die meiste Zeit beansprucht, also bei der Zeitplanung die Verzierungen nicht unterschätzen!

  

Etliche Hörspiele später war es dann soweit, die Verzierungen waren fertig und ich konnte die erkalteten Tortenböden zuschneiden und befüllen. Von den Oberseiten der unteren beiden Böden (also die, die später die unterste und die mittlere Etage bilden) habe ich oben so viel vom Teig gerade abgeschnitten, dass die jeweils nächste Etage gut aufliegt. Dann habe ich die Böden horizontal durchgeschnitten und die Hälften mit selbst gemachtem Schlehenblütengelee bestrichen, mit Marzipan bedeckt, mit Sahne eingestrichen und die obere Hälfte wieder aufgelegt.

Jeden der Böden habe ich auf ein sogenanntes Cakeboard gesetzt, eine mit Folie überzogene Pappe, die später beim Stapeln wichtig für die Stabilität der Torte ist.

Die so vorbereiteten Etagen habe ich dann mit der Ganache eingestrichen. Ich habe mich dagegen entschieden, die Böden oben völlig gerade abzuschneiden und mit Hilfe der Ganache möglichst vollkommen glatt zu streichen, weil ich organischere Formen lieber mag und so die Böden eine etwas rundlichere Form hatten.

Die drei Etagen habe ich dann in Folie verpackt im Kühlschrank aufbewahrt, da ich die Torte erst am nächsten Tag zusammengesetzt habe. Grund dafür war, dass ich nicht sicher war, ob ich das Fondant im Kühlschrank über Nacht gut genug schützen kann. Die Zuckerschicht reagiert nämlich mit dem Kondenswasser im Kühlschrank und es besteht die Gefahr, dass sie sich auflöst oder verläuft.

Am nächsten Morgen war es dann soweit, das Eindecken mit Fondant, das Stapeln und Verzieren konnte beginnen!

Das Fondant habe ich auf einer mit Bäckerstärke gepuderten Oberfläche in den passenden Durchmessern ausgerollt und über die Böden gelegt. Auch hierzu gibt es unzählige hilfreiche Videos auf Youtube 😉 .

 

Und dann kam der aufregende Moment, das Stapeln! Damit die Böden auf den Cakeboards stabil aufeinanderstehen, werden Stützen eingebaut. Dazu gibt es extra sogenannte Tortendübel zu kaufen, deutlich günstiger sind allerdings dicke Stohhalme oder wie in meinem Fall Rundhölzer (Durchmesser 1cm). Ich hatte mehr Lust auf Holz statt Plastik, und außerdem kam mir das Rundholz stabiler vor.

Das Holz wird auf die passende Höhe zugeschnitten (splittrige Enden mit Schleifpapier bearbeiten!) und in die Torte gesteckt. Für die untere Etage habe ich vier Hölzer genommen. Achte darauf, dass alle gleich lang sind, damit die Torte gerade wird.

  

Für den besseren Halt bestreichst du die Fläche, auf die die nächste Etage gesetzt wird, mit Ganache (wenn diese zu fest geworden ist kannst du sie im Backofen oder auf dem Herd ganz kurz aufwärmen), dann hast du eine Art Kleber zwischen den Etagen.

In die nächste Etage kommen wieder Hölzer (ich habe diesmal aufgrund der kleineren Fläche nur drei genommen), dann Ganache, und darauf dann die oberste Etage. Um die drei Etagen stabil miteinander zu verbinden, habe ich dann noch einen Stab von oben nach unten mittig durch die ganze Torte geschlagen. Weil ich keinen dünnen Stock hatte, habe ich dafür ein chinesisches Essstäbchen genommen. Unten musst du es anspitzen, damit es durch die Cakeboards durchkommt, und dann- gut zielen und mit dem Hammer vorsichtig hineinschlagen. Bloß nicht die Torte treffen 😉 und nicht zu doll schlagen: Ich hatte nicht damit gerechnet dass das Stäbchen schnell durch ist und habe die ganze Torte aus Versehen am Tisch festgenagelt 😀 .

  

Das oben herausguckende Stäbchen und die Übergänge zwischen den einzelnen Cakeboards kannst du super mit Fondant abdecken. Ich habe das Fondant zu einer langen Wurst gerollt, mit der Backrolle platt gerollt und dann um die Übergänge gelegt, und für oben einfach einen kleinen Kreis ausgeschnitten.

Dann kommt das Verzieren: Nach Lust und Laune setzt du deine Figuren auf die Torte. Ich habe dazu essbaren Kleber benutzt, den du im Supermarkt in der Backabteilung kaufen kannst.

Und dann: Ganz viele Fotos machen, zur Erinnerung, denn eigentlich ist die Torte zum Anschneiden viiieeeel zu schade!!

Wenn du die Torte doch noch eine Weile im Kühlschrank lagern musst, dann verpacke sie in einem Pappkarton und klebe diesen gut zu. So geht die Feuchtigkeit in den Karton und nicht an die Torte. Bei mir hat die Torte eingepackt in Karton und eine Rettungsdecke (goldene Seite nach innen zum Karton hin) sogar einen mehr als halbstündigen Transport im Fahrradanhänger überstanden, und das bei über 25 Grad Celsius!

Das Anschneiden ist nicht so einfach, denn wegen der Cakeboards kommst du nicht durch die Torte als Ganzes hindurch. Wenn die ersten Stücke entnommen und die schöne Optik eh dahin ist, kannst du die Etagen von oben nach unten einzeln in Stücke schneiden, die Stöckchen herausziehen und die leerräumten Cakeboads abnehmen.

Die Fertigstellung der Torte mit allem Drum und Dran hat insgesamt gut 15 Stunden gedauert. Es lohnt sich also, genügend Zeit einzuplanen, zumindest für ungeübte Konditor*innen wie mich 🙂 .

 

Guten Appetit!!

Hereinspaziert zum neuen Gartentor!

Mein altes Gartentor war an allen Ecken morsch und wackelig und so musste ein neues her. Wie oben zu sehen: Es wird bunt!! Ich bin gerade im Farbrausch und würde am liebsten alles knallig anmalen 😉 .

altes Tor

Die Metallpfosten, an denen das alte Tor befestigt war, sind in Ordnung und konnten deshalb an Ort und Stelle bleiben. Ich habe nur zwei neue Holzpfosten besorgt, die ich an die Metallpfosten angeschraubt habe.

Dann war die neue Pforte an der Reihe: Ich habe den Abstand zwischen den Holzpfosten ausgemessen und danach im Baumarkt spontan entschieden, welche Latten ich nehmen möchte. Da das Tor passend zur Hecke recht hoch ist, wollte ich Lücken zwischen den Streben haben, damit sich hindurchlinsen lässt und das Ganze etwas luftiger wirkt.

Also etwas Kopfrechnen und dann als erstes die horizontalen Latten zurecht sägen, an die dann die vertikalen Latten angeschraubt werden. So hatte ich von Anfang an die angestrebte Breite der Pforte vor Augen und habe rechts und links gleich schon die vertikalen Latten angeschraubt, so dass ein Rahmen entstanden ist, und das ganze habe ich mit einer Querlatte stabilisiert.

Die restlichen vertikalen Latten habe ich so angeschraubt, dass die Lücken einigermaßen gleichmäßig verteilt waren- mit Hilfe von Zollstock und Augenmaß. Wer das eckige Format bevorzugt, ist an dieser Stelle mit Schrauben und Sägen fertig. Ich hab das ganze noch etwas organischer geformt und dann das Tor mit Scharnieren an den Pfosten angeschraubt: Passt!

 

Zum Schluss noch der Anstrich in Wunschfarben, zwei Pfostenkappen zum Schutz gegen Regen, ein Rosenbogen und ein Namensschild, und nun: Hereinspaziert!!

  

Einfacher wäre es übrigens gewesen, die Latten erst zu lackieren und dann aneinanderzuschrauben. Das hab ich nicht gemacht, weil ich sozusagen im Prozess arbeite und am Anfang nur eine grobe Vorstellung von dem habe, was am Ende bei der ganzen Sache herauskommt. Das Endergebnis hat sich also Schritt für Schritt bei der Arbeit entwickelt und war für mich selber auch eine Überraschung 🙂 .

 

Rubbellose selber machen!

Mit dieser Technik kannst du selber Rubbellose herstellen, aber auch Gutscheine spannender gestalten.

Du brauchst:

– Acrylfarbe deiner Wahl (wenn die Rubbelfläche wie bei einem echten Los aussehen soll nimm am besten Silber)

– Spüli

– Buchfolie oder breites transparentes Klebeband

– Zeichenpapier

– Stifte zum Gestalten

– Schere

– Pinsel

Zutaten

Und so geht es:

Male zuerst deinen Gutschein, so wie er später aussehen soll.

Gutschein

Für den Teil, der durch Farbe zum Wegrubbeln bedeckt werden soll, schneidest du aus der Buchfolie die entsprechende Form aus und klebst sie an die entsprechende Stelle.  Für kleine, gerade Flächen kannst du auch breites, transparentes Klebeband benutzen.

Umriss RubbelflächeFolie aufkleben

Rühre nun die Farbe an: Dazu mischst du Acrylfarbe mit dem Spüli ungefähr im Verhältnis 2:1, d.h. 2 Portionen Farbe plus 1 Portion Spüli (auf meinem Foto ist noch zu wenig Farbe in der Mischung).

Farbmischung

Diese Mischung trägst du nun auf den Bereich auf, der mit der Folie abgeklebt ist.

Farbe auftragen

Damit die Farbe deckt, brauchst du mehrere Durchgänge, also lass die erste Schicht trocknen und trage später eine zweite Schicht auf. In meinem Beispiel habe ich 5 oder 6 Schichten aufgetragen, da der Filzstift, den ich für den Gutschein benutzt habe, lange durch die Farbe hindurch zu sehen war.

fertiger Gutschein

Nach dem Auftragen der letzten Schicht alles gut trocknen lassen und Gutschein verschenken ;-).

Die Farbschicht lässt sich mit Hilfe einer Münze super leicht abrubbeln.

abrubbeln

Viel Spaß beim Basteln! 🙂

 

Von den Freuden und Tücken des Reifenbauens

Als ich angefangen habe, Hula Hoop Reifen herzustellen und zu verkaufen, habe ich mir vieles einfacher vorgestellt als es ist.

Und manche Menschen wundern sich vielleicht, warum ein beklebtes Stück Plastik für einen doch recht stolzen Preis von rund 30-40 Euro zu haben ist.

bunte Tapes

Nachdem ich heute vier Stunden unterwegs war, um rund 100 Meter passendes Rohr zu besorgen, habe ich Lust, in einem kleinen Bericht die Freuden und Tücken des Reifenbau- Alltags zu teilen.

Zuallererst sind da die passenden Zutaten:

Du brauchst neben den dazugehörigen Werkzeugen (Rohrschneider, Nietenzange, Heißluftfön, Akkuschrauber, Bohrer, Cutter, Scheren, Maßband) eine Grundausrüstung an Tapes und Verbindern. Je nach Bauweise und Rohrstärke kommen da verschiedene Modelle in Frage, und es ist ein gewisser Vorrat nötig.

Dasselbe gilt für die Klebebänder, und je mehr Farben und Verschiedenheiten ich da im Programm habe, desto größer ist meine dazugehörige Vorratskammer. Es ist immer ein Spagat, genug Vorräte zu haben und gleichzeitig diese auch zu verbrauchen, da das Klebeband zumindest teilweise nach einer Weile überaltert und die guten Klebeeigenschaften einbüßt. Beim Bestellen von Nachschub müssen die Mengen im Auge gehalten werden, um unnötige Versandkosten zu vermeiden, außerdem sind Lieferzeiten zu beachten. Je nach Farb- und Glitzervariationen sind Bestellungen in verschiedenen Shops nötig.

Ich kann also meistens nicht warten, bis ein Vorrat völlig erschöpft ist, sondern arbeite vorausschauend und bestelle rechtzeitig nach, damit ich meine Farben tatsächlich auch in ausreichender Menge zur Hand habe. Da eine Rolle Klebeband für mehr als einen Reifen reicht, ist es manchmal schwierig, die noch vorhandene Menge richtig einzuschätzen. Zusätzlich bleiben immer kleine Reste pro Rolle übrig, die ich zum kommerziellen Reifenbau nicht benutze.

Auch beim Rohr gibt es viel Verschnitt. Das liegt daran, dass das PE- Rohr, das ich für meine Reifen benutze, aus dem Sanitär- und Gartenbaubereich kommt. So hat es zwar sozusagen von Werk aus eine einigermaßen runde Form, aber da die Rollen oftmals krumm und schief aufgewickelt ist, kommt nach dem Zuschneiden nicht immer eine schöne runde Reifenform heraus.

Auch wenn sich mit einem ostereiförmigen Reifen fast genauso gut hoopen lässt, verkaufen kann und will ich das so nicht 😉 .

Bei den zu einer Acht zusammenfaltbaren Anfänger*innenreifen mit zwei Verbindungsstellen passiert es mir trotz aller inzwischen vorhandenen Routine häufig, dass der Reifen durch die Arbeit mit dem Heißluftfön seine schöne Form verliert, ein Verbinder aus Versehen schmilzt oder ich einen Schnitt an der falschen Stelle mache. Von durchbohrten Verbindern, abgerutschten Bohrern und unsauberen Nieten ganz zu schweigen.

So produziere ich regelmäßig Zweite- Wahl- Reifen in allen möglichen Größen bzw. habe dadurch eine große Sammlung Reifen für Veranstaltungen und zum Ausleihen an andere Menschen im Park. 😉

Ein weiteres Problem ist die unterschiedliche Wandstärke der Rohre, was besonders beim Einbau der Push- Button- Verbinder zu Schwierigkeiten führen kann. Eigentlich sind die Rohre genormt, der Innendurchmesser eines 2cm- Rohrs beträgt 16mm. Bei manchen Rohren passt der Verbinder (Rohrstärke 16mm) ganz geschmeidig hinein und bei anderen nicht. Das liegt laut Aussage des Baumarktes an unterschiedlichen Herstellern, und deshalb nehme ich immer ein Verbindungsstück mit und probiere alle Rollen aus. Bisher habe ich deshalb das Rohr nie online bestellt, falls jemand dafür eine gute Quelle kennt freue ich mich über Tipps!

So habe ich heute den Vormittag damit verbracht, mit einem Angestellten des Baumarkts zusammen alle dort vorrätigen Rollen durchzutesten. Verbogene Rollen nehme ich gar nicht erst mit, und so war die Ausbeute heute so dürftig, dass ich im Anschluss gleich noch in eine andere Filiale gefahren bin. Mit Bus und Bahn, das Foto zeigt meine Einkäufe auf dem Nachhauseweg. 😉

beladen in die Strassenbahn

Wenn ein Rohling in der gewünschten Größe erst einmal fertig ist, folgt das Bekleben. Wer selber schon mal einen Reifen beklebt hat, weiß, wie schwierig es am Anfang ist, das Klebeband faltenfrei aufzubringen und die Abstände gleichmäßig einzuhalten.

Hier gilt: Übung macht die Meisterin 🙂

Dann und wann gibt es auch mal Reparaturen (selten, gute Hula Hoops sind wirklich sehr langlebige Genossen), so wie auf den folgenden Fotos ein gebrochener und ausgetauschter Verbinder:

gebrochener Verbinder

gebrochener Verbinder

Operation mit Zange und Fön

Operation mit Heißluftfön und Zange

wieder faltbar

Zusammenfalten geht wieder

 

Ok, genug Probleme beschrieben. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass eine Menge Stunden verstreichen, die im fertigen Produkt nicht sichtbar sind. Recherchen, Bestellungen, Buchhaltung, Einkäufe, Beratung… aber wie dem auch sei: Es macht unglaublich viel Spaß. Ich liebe es.

Es ist toll zu sehen, welche Farbzusammenstellungen gewählt werden und wie auf diese Weise individuelle Einzelstücke entstehen, und ich bin oft selber ganz erstaunt und erfreut über die Ergebnisse und genieße es, so viele Farbkombinationen herzustellen.

Ich freue mich immer sehr darauf, den Reifen zu übergeben oder auf die Reise zu schicken und die Reaktionen der neuen Besitzer*innen zu erleben.

In diesem Sinne: Ran an die Rohre, Hoops for everybody! 🙂 Happy Hooping!

Spaziergang mit Hoop

Ein einfaches Kompostklo für den Garten

Um auch im Garten gemütlich zur Toilette gehen zu können, lohnt sich der Bau eines einfachen Kompostklos.

Tolles Nebenprodukt: Hauseigener Dünger!

Für das „kleine Geschäft“ wird ja auch gerne mal die ein oder andere versteckte Stelle im Garten genutzt- das kann aber schnell zu einer Überdüngung des Bodens an dieser Stelle führen und ist deshalb aus ökologischen Gründen nicht zu empfehlen.

Der Selbstbau eines gut funktionierenden Klos ist ganz einfach möglich, und mein Lieblingsmodell stelle ich heute vor.

Mit „gut funktionierend“ meine ich, dass anders als beim traditionellen Plumpsklo Fäkalien und Urin nicht in einen einzigen großen Tank fallen, sondern dass sie sauber voneinander getrennt werden.
Das hat den Effekt, dass anstelle einer stinkenden Brühe, die in der Kanalisation entsorgt werden muss, gleich zwei fast geruchlose und im Garten wiederverwendbare Dünger entstehen:
Zum einen der Urin, der im Verhältnis 1:10 verdünnt auf Pflanzen aufgebracht werden kann (dabei darauf achten, dass keine Medikamentenrückstände wie z.B. Antibiotika im Urin enthalten sind), und zum anderen die Fäkalien, die sich gemischt mit Einstreu nach einer gewissen Ruhezeit wieder in Erde verwandeln.

Vor einigen Jahren habe ich einen Bausatz entdeckt, der verhältnismäßig günstig ist und sich schnell und einfach verbauen lässt, und zwar das Modell Privy 501 von Separett (https://www.separett.de/torrdass-501-de).
Ich bevorzuge diesen Bausatz gegenüber dem völligen Eigenbau, da ich es als schwierig erlebt habe, die Urinabscheidung mit einfachen Mitteln gut zu gestalten.
Zwar kann z.B. ein großer  Trichter (ca. 20 cm Durchmesser) in Verbindung mit einem Eimer genutzt werden, aber es ist schwierig, den Trichter so neben dem Eimer zu platzieren, dass er stabil genug ist, nichts überläuft, tropft oder ins falsche Gefäß gerät, und dass die Gesamtkonstruktion möglichst gut zur menschlichen Anatomie passt.

Mit dem Bausatz ist das Klo in wenigen Schritten fertig. Du benötigst ein stabiles Brett, in das die Klobrille samt Unterbau hineingelassen wird.
Außerdem einen Eimer, der die Fäkalien auffängt, und einen Kanister für den Urin.
Die nötige Größe von Brett und Eimer hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab.
Als Kanister habe ich einen flachen 15- Liter- Weithalskanister gewählt, damit er auch dann, wenn er nur wenig befüllt ist, einen guten Stand hat und nicht umfällt.

Als Brett habe eine einfache OSB- Platte genutzt.

Zuerst sägst du ein passendes Loch hinein (eine Vorlage dafür findet sich auf dem Karton, in dem der Bausatz verschickt wird- ich hatte diesen leider weggeschmissen und musste mir deshalb selber eine Vorlage aus Papier basteln), und zwar so, dass es sich an einer Stelle befindet, die später ein bequemes Sitzen ermöglicht.
Die OSB-Platte habe ich abgeschliffen und lackiert, damit keine Holzsplitter abstehen und damit sich die Oberfläche gut reinigen lässt.

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In das Loch wird der Unterbau hineingelassen und an den vorgesehenen Stellen festgeschraubt, anschließend wird die Klobrille an den dafür vorgesehenen Vorrichtungen aufgesteckt.

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Am Unterbau befindet sich eine Halterung für den Schlauch, der den Urin in den Kanister leitet.
Den Schlauch schneidest du passend auf die für dein Klo nötige Länge zurecht und drehst ihn in die Halterung hinein.

Ich mache das so, dass der Schlauch möglichst ohne Biegung vom Unterbau in den Kanister führt, damit sich der Urin nirgends staut. Im Zweifelsfall lieber den Schlauch erst mal zu lang zuschneiden, kürzen geht immer! 😉

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Den Eimer platzierst du unter der großen Öffnung, gibst etwas Einstreu hinein und dann kann es im Grunde schon losgehen!

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Als Halterung für das Brett dienen bei uns einfache Leisten an der Wand, die zum einen ähnlich wie Tischbeine von unten das Brett stützen- zum anderen gibt es Querbalken zur Erhöhung der Stabilität. Der Phantasie sind beim Unterbau keine Grenzen gesetzt- wichtig ist nur, dass es hält. 😉

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Für anfallendes Toilettenpapier stelle ich einen kleinen Mülleimer auf. Das Toilettenpapier verrottet sehr langsam, deshalb werfe ich es nur in Notfällen mit in den Fäkalieneimer und entsorge es hauptsächlich im Müll.
Als Einstreu nutze ich Sägespäne, da sie überschüssige Flüssigkeit binden, den Tonneninhalt gut bedecken (besser als z.B. Mulchmatieral) und damit die Handhabung auch für Gäste und ungeübte Menschen ganz einfach ist. Die Einstreu hilft bei der Verrottung und beim Eindämmen unangenehmer Gerüche.

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Wenn der Kanister voll ist, wird der Inhalt im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt (1 Teil Urin auf 10 Teile Wasser) und kann so mit der Gießkanne als Dünger aufgebracht werden. Besonders die stickstoffliebenden Pflanzen freuen sich!
Wenn der Fäkalieneimer voll ist, wird der Inhalt in eine größere Tonne (ca 200 Liter Fassungsvermögen) umgefüllt. Dazu kannst du zum Beispiel eine Regentonne nehmen. Wichtig ist ein stabiles Material, ein Deckel, der vor Regen und Ratten schützt und Löcher zur Belüftung.
Ich bohre die Löcher oben unterhalb des Randes in die Seitenwand der Tonne.

Wenn die große Tonne voll ist, lässt du sie ca. zwei Jahre lang ruhen. In dieser Zeit verwandelt sich der Inhalt  zu Erde, die du dann im Garten wieder einsetzen kannst.
Ich bringe diese fruchtbare Erde z.B. unter Gehölzen aus. Im Gemüsebeet nutze ich sie nicht, da ich nicht sicher bin, ob ohne Heißrotte mögliche im Stuhl befindliche Krankheitserreger nach dieser Zeit verschwunden sind.

Hier noch ein anderes Konstruktionsbeispiel: Ein altes Telefonbänkchen vom Sperrmüll hat eine vergrößerte Sitzfläche bekommen, in die der Bausatz eingelassen ist. Eimer und Kanister finden darunter Platz, außerdem ist genügend Stauraum für die passende Lektüre. Besonderes Gimmick: Statt Klobrille hat dieser Bausatz einen passenden Aufsatz aus Styropor. Sorgt für warmes Sitzen auch im tiefsten Winter! 😉

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Viel Spaß!!

Ein Einhorn für die Schultüte

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Ich hab mich voll gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich ein Einhorn für die Schultüte eines befreundeten Kindes zeichnen kann.

Au ja! Ich dachte vor allem an Glitzer und Regenbögen, aber dann…

Das Schwierige daran, ein Einhorn zu zeichnen, sind die Pferdeproportionen.

Hast du schon mal ein Pferd gezeichnet?

Ich finde es wirklich nicht einfach: Zu kurze Beine, zu lange Beine, zu kurzer Rumpf, zu langer Rumpf, zu großer Kopf, zu kleiner Kopf, zu kurzer Hals, zu langer Hals… schwierig! Oft ist gar nicht direkt erkennbar, was nicht stimmig ist, sondern es sieht einfach nur irgendwie merkwürdig aus.

Mein erster Versuch in diesem Fall so:

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Mein Trick in diesem Fall ist es, das Bild beiseite zu legen und es einige Stunden nicht zu beachten. Beim nächsten Hingucken fallen die Unstimmigkeiten dann besser ins Auge:

Ein zu breiter, zu kurzer Hals, der Kopf zu groß und der Körper zu gedrungen… und was mach ich bloß mit den Beinen?

Der nächste Versuch näherte sich langsam dem Ergebnis (wenn du genau hinsiehst erkennst du unglaublich viele Bleistift- und Radiergummispuren 😉 ), auch wenn ich das Maul noch etwas zu schmal finde- aber egal, etwas eleganter sieht es aus, das kann doch mal ein richtiges Einhorn werden!

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Das nun fertig vorgezeichnete Einhorn schneide ich aus und übertrage es auf sauberes weißes Zeichenpapier:

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Für den Hintergrund möchte ich- wie sollte es anders sein- einen Regenbogen gestalten.

Den Grundriss zeichne ich auf Karton auf, so dass das Einhorn in der Mitte gut Platz hat. Dann schneide ich mir aus Kreppband Streifen in den Regenbogenfarben zurecht: Lila, blau, rot, orange, gelb, grün und blau.

 

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Ich klebe die äußerste Farbe zuerst auf, einfach mit Bastelkleber auf den Grundriss. Das Tolle am Kreppband ist, dass es sich einfach in die gewünschte Form ziehen lässt. Du musst also keine passenden Bögen ausschneiden, sondern klebst das Kreppband auf so wie es passt.

Die einzelnen Farbschichten habe ich etwas überlappen lassen.

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Wenn alle Farben aufgeklebt sind, schneidest du den Regenbogen aus. Ich habe ihn auf silbrigen Tonkarton aufgeklebt, damit das Einhorn einen passenden Untergrund hat.

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Unter die Hufe des Einhorns soll eine Wolke kommen. Dazu schneide ich in passender Größe eine Wolkenform aus (hier in pink), die ich mit Hilfe von weißer und pinker Acrylfarbe etwas plastischer wirken lasse (dazu nehme ich etwas Farbe auf meinen Finger und verstreiche sie auf der Wolke nach Gefühl).

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Das Einhorn bekommt nun noch eine farbige Mähne (ich habe Aquarellstifte genutzt), ein pinkes Horn und pinke Hufe.

Anschließend bestreiche ich Wolke und das gesamte Einhorn mit einer Schicht aus Glitzerkleber, der dem Ganzen die nötige Magie verleiht 😉 .

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Nun alle Teile zusammenfügen, mit Silbersternen verzieren und fertig ist das Einhorn für die Schultüte!

Jetzt brauchst du nur noch einen passenden Schultütenrohling (oder du bastelt die Tüte aus Fotokarton und Kreppapier selber), der natürlich ganz nach Geschmack mit weiteren Sternen und magischen Motiven verziert werden kann.

Viel Spaß beim Basteln und Befüllen!

 

 

So baust du einen Travelhoop für Fortgeschrittene und Kids!

Letztes Jahr konntest du hier lesen, wie du dir einen faltbaren Hula- Hoop- Reifen für Anfänger*innen baust.

Diesmal zeige ich dir, wie du einen Hoop für Fortgeschrittene baust. Auch für Kinderreifen eignet sich das 2-cm-Rohr total gut. Beachte hier aber, dass sich der Reifen erst ab einem Durchmesser von 85 cm auf die Hälfte zusammenrollen lässt!

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Du brauchst dafür:

  • schwarze PE- Wasserleitung aus dem Baumarkt, Rohrdurchmesser 2 cm, Länge je nach Reifengröße (s. Tabelle weiter unten)

  • Push- Button- Verbindungsstücke inklusive Nieten und Push- Button für 2 cm Rohrdurchmesser (ich bestelle meine beim Onlineshop happyhooping.de)

  • Säge oder Rohrschneider

  • Maßband

  • Nietenzange

  • Akkuschrauber

  • 7 mm und 3 mm Metallbohrer

  • eine Schere

  • Cutter (ich benutze lieber ein Skalpell, aber du brauchst dir nicht extra dafür eins anzuschaffen)

  • Tesafilm

  • buntes Klebeband (z.B. von happyhooping.de, shop.feuershow.de oder hulathehoop.de, oder aber auch einfaches Isotape aus der Elektroabteilung im Baumarkt, oder Klebeband aus dem Bastelladen)

  • Griptape (das ist das griffige Klebeband, das dem Reifen am Körper Halt gibt, z.B. von happyhooping.de, shop.feuershow.de, hulathehoop.de)

Noch einfacher wird es, wenn du statt des Verbinders ein ca. 5 cm langes Stück Rundholz in die Rohrenden steckst und mit kleinen Holzschrauben festschraubst.
Dann brauchst du auch keine Metallbohrer, keine Nieten und keine Nietenzange. Zusammenfalten lässt sich der Reifen dann nicht, dafür brauchst du weniger „Zutaten“.
Schneide dir nun zunächst das PE- Rohr zu.

Als Daumenregel für die Reifengröße gilt ja für Anfänger*innen, dass dir der Reifen ungefähr bis zum Bauchnabel oder etwas höher reichen sollte, wenn er vor dir auf dem Boden steht. Wenn du auf den fortgeschritteneren Rohrdurchmesser umsteigst, dann kannst du ausprobieren, ob du einen geringeren Reifendurchmesser ausprobieren willst- also bis zum Bauchnabel oder etwas niedriger.

Je nach Körpergröße haben die Reifen dann meist einen Durchmesser von 90, 95 oder 100 cm.

Bei Kindern orientiere ich mich an der Bauchnabelhöhe und nehme im Zweifelsfall lieber eine Nummer größer, damit das Kind aus dem Reifen nicht so schnell heraus wächst.

Grob lässt sich sagen, dass sich für Kinder von 2-4 Jahren ein Reifendurchmesser von 60 cm eignet, für Kinder von 5-7 Jahren 70 cm und für Kinder ab 8 Jahren 80 cm oder mehr. Hier nehme ich auch oft 85cm, damit der Reifen als zusammenrollbarer Travelhoop gebaut werden kann.

Hier findest du eine Übersicht über Reifendurchmesser und Rohrlänge:

Durchmesser     Rohrlänge

0,60 m                 1,89 m

0,70 m                 2,20 m

0,80 m                 2,51 m

0,85 m                 2,67 m

0,90 m                 2,83 m

0,95 m                 3,00 m

1,00 m                  3,14 m

Schneide das Rohr auf die passende Länge zurecht. Tipps dazu findest du im oben verlinkten Artikel.

Dann steckst du das Verbindungsstück in eines der Rohrenden, und zwar so, dass zwei Drittel des Verbindungsstücks im Rohr verschwinden (ich bilde mir ein, dass auf diese Weise die Kräfte, die nach dem Zusammenrollen und Zusammenstecken auf den Verbinder wirken, besser verteilt werden, als wenn der Verbinder je zur Hälfte im Rohr steckt. Physik ist aber nicht meine Stärke und ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren 😉 ).

Achte darauf, dass die Krümmung des Verbindungsstück mit der Krümmung des Rohrs übereinstimmt:

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So wie im Bild oben ist es richtig. Im Bild unten ist der Verbinder nach links verdreht (ich habe es übertrieben gemacht, damit erkennbar ist was ich meine).

Schon ein leichter Verdreher führt dazu, dass der Reifen nach dem Zusammenstecken eirig statt flach ist.

Dann bohrst du mit dem 3- mm- Bohrer zwei Löcher seitlich in Rohr und Verbinder, steckst die Nieten in die Löcher und nietest sie mit der Nietenzange fest.

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Anschließend steckst du das andere Endstück vom Rohr auf den Verbinder, so dass sich die beiden Enden gut berühren.

Gut festhalten und mit dem 7 mm- Bohrer von oben durch die Oberseite von Rohr und Verbinder bohren.

Achtung, das geht ganz fix! Nicht aus Versehen bis zur Unterseite durchbohren!

Wenn du den Reifen dann wieder auseinander nimmst, sieht das Ganze so aus:

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Nun schiebst du den Push-Button in das Verbindungsstück hinein. Je nachdem an welcher Stelle das Loch ist, brauchst du vielleicht eine Schere oder ein anderes Hilfsmittel zum Nachschieben.

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Wenn du keinen zusammenrollbaren Reifen bauen willst oder die nötigen Materialien und Werkzeuge nicht zur Hand hast, dann kannst du auch einfach ein passendes Stück Rundholz als Verbindungsstück nehmen und es mit kleinen Schrauben festschrauben.

Und dann:

Jetzt kannst du deinen Reifen nach Lust und Laune bekleben!

Ich beklebe den Reifen zusammengesteckt, d.h. erst einmal über die Verbindungsstelle hinweg.

Ich achte immer darauf, dass das Gripband und nicht das Glitzerband über den Push-Button verläuft, da das Gripband dehnbar ist und an den Kanten, die später rund um den Push-Button entstehen, nicht einreißt.

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Wenn du fertig geklebt hast, schneide die Stelle, wo der Push-Button rausguckt, und die Verbindungsstelle der Rohrenden mit einem Cutter oder Skalpell vorsichtig auf.

Vorsicht, dass du beim Aufschneiden der Verbindungsstelle nicht den Verbinder anritzt! Auch nicht ein kleines bisschen! Sonst hast du an dieser Stelle eine Sollbruchstelle, die eines Tages beim Einrollen des Reifens den Verbinder brechen lassen kann (Danke an Tasha von Happyhooping für diesen super Tipp!! 🙂 ).

Am Ende kannst du um beide Rohrenden noch etwas Gripband wickeln, damit sich die Enden der Klebebänder nicht ablösen.

Und hier siehst du, wie der Reifen zusammengerollt wird:

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♥ Viel Spaß mit deinem neuen Reifen und Happy Hooping!! ♥

 

 

Tataa! Die einfachste Einkochmethode der Welt

Wer wie ich keine geräumige Küche und kein Händchen für kleckerarmes schnelles Arbeiten hat, wird sich über diese Einkochmethode sicherlich freuen 😉 .

Denn während bei der üblichen Methode (heiße Masse schnell in sterile Gläser füllen) schnelles und sauberes Arbeiten von Vorteil ist, hast du bei dieser Vorgehensweise alle Zeit der Welt:

Du füllst die Masse, die du einkochen willst (egal ob Marmelade, Gelee, Pesto, eingesammelte Früchte, kleingeschnittene Tomaten,… ) in Gläser. Dabei spielt es keine Rolle, welche Temperatur die Masse hat.

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Die Gläser schraubst du fest zu, nachdem du die Ränder oben und an den Außenseiten gesäubert hast (falls Reste auf den Rändern kleben besteht Schimmelgefahr).

Falls du wiederverwendete Gläser benutzt, achte darauf, dass die Deckel nicht verbeult sind. Ansonsten kommt Luft an das Eingekochte und es entsteht ebenfalls Schimmel.

Die befüllten und zugeschraubten Gläser stellst du anschließend in einen großen Topf.

Du kannst die Gläser dabei auf mehrere Ebenen stapeln.

Wichtig ist, dass du den Topf anschließend so mit Wasser befüllst, dass das Wasser bis mindestens zum Deckelrand der Gläser reicht (die Gläser können aber auch ruhig vollkommen mit Wasser bedeckt sein).

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Den so vorbereiteten Topf stellst du (mit Deckel drauf) auf den Herd und bringst das Wasser zum Kochen.

Wenn es kocht, kannst du die Temperatur soweit runter stellen, dass das Wasser noch mindestens 20 Minuten weiter kocht.

Danach nimmst du die Gläser heraus, stellst sie auf den Kopf, damit vorhandene Luft entweichen kann, und lässt alles abkühlen.

Fertig! Und so easy! 🙂 Viel Spaß!

 

Stulpen aus Strumpfhosen

Nach dem Winter haben sich bei mir einige Strumpfhosen angesammelt, deren Löcher leider nicht mehr zu ignorieren oder zu flicken sind.

Je nachdem an welcher Stelle die Löcher auftauchen, kannst du aus der Strumpfhose  ganz einfach schöne Stulpen basteln!

Ich zeige dir an einem Beispiel, wie ich die Strumpfhose zerschnitten habe und welche Teile ich anschließend nutze:

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Aus den mittleren Teilen (ehemalige Oberschenkel der Strumpfhose) mache ich Stulpen für die Beine.

Dazu schneide ich die entsprechenden Stücke ab, nähe die Enden um, damit sie nicht ausfransen, und ziehe die Stücke so über meine Füße, dass die breitere Seite nach unten zeigt (dadurch haben sie besseren Halt am Unterschenkel). Fertig!

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Für die Hände hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst Stulpen mit Daumenloch herstellen, indem du an der Stelle, wo sich die Ferse befindet, ein kleines Loch machst.

Die Fingerspitzen befinden sich da, wo früher die Zehenspitzen waren.

Die Länge über die Hand und entlang des Armes kannst du kürzer oder länger machen, ganz wie es dir gefällt.

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Auch hier anschließend noch alle Enden umnähen, fertig!

Wenn du kein Daumenloch möchtest, schneidest du die Strumpfhose einfach unterhalb der Ferse ab und nähst die Enden um.

Ich trage sie sie dann immer mit dem breiteren Ende Richtung Fingerspitzen, weil sie dann am Arm gut sitzen und es mir so herum besser gefällt.

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Am allerliebsten mag ich Stulpen aus alten Nylonstrumpfhosen. Hier ist ein Umnähen nicht nötig- die Enden rollen sich auf und lösen sich nicht auf. Also nichts als Abschneiden, Überstülpen, fertig!

Auf dem Foto siehst du meine Lieblingsvariante: Schwarz glitzernd über pink 🙂

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Viel Spaß!