Ein Sternenlicht zum Jahreswechsel ★

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Ich mag diese Zeit „zwischen den Jahren“.

Merkwürdigerweise kommen mir die Tage zwischen Heiligabend und Silvester immer länger vor als nur eine Woche, wahrscheinlich wegen den vielen freien Tagen, den geschlossenen Läden, den verreisten Menschen,… und ganz besonders dann, wenn Schnee liegt und eh alles ruhiger ist.

Also nicht wie jetzt 😉 .

Ich nutze die Zeit zum einen für Liegengebliebenes und Aufgeschobenes, am liebsten Papierkram, und am liebsten alles was sich auf oder rund ums Sofa erledigen lässt: Blogartikel schreiben, Abrechnungen machen, Buchhaltung, Protokolle,… und dazwischen gemütliches Filme gucken, Bücher lesen und Kekse essen.

Zum anderen lasse ich gerne das vergangene Jahr Revue passieren. Bei schönem Licht mit meinem Tagebuch dasitzen, nachdenken, Gedanken aufschreiben, alte Notizen lesen… am Jahresende mache ich das besonders gerne, einfach weil ich die Stimmung dann so besonders finde.

Auch wenn es nur ein festgelegter Moment im Kalender ist: Es macht mir Spaß, zu gucken, was in einem Jahr so alles passiert ist, im Guten und im Schwierigen.

Mein letztes Jahr war von ganz viel Neuem geprägt (ein bisschen hab ich dazu schon hier geschrieben), und gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass eine ganz große Ruhe bei mir eingekehrt ist. Innerlich.

Und weil es so gut zu dieser Stimmung passt, kommt hier die Bastelanleitung für ein kleines Sternenlicht. Eigentlich stammt es aus der Adventskalender-/ Vorweihnachtszeit, aber ich finde es passt zu allen möglichen besinnlich- gemütlichen Stunden.

Also auch zu jetzt 🙂 .

In diesem Sinne einen guten Start ins Neue Jahr und viel Spaß beim Nachbasteln!

 

Du brauchst:

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– ein leeres Glas, das so groß ist, dass ein Teelicht gut hineinpasst

– Transparentpapier in verschiedenen Farben

– Kleber

– eine Schere oder einen Sternenstanzer aus dem Bastelladen

– ein Teelicht

Schneide oder stanze aus dem Transparentpapier so viele Sterne aus, wie du magst.

Kleb die Sterne auf das Glas. Die Sterne können sich dabei ruhig stellenweise überlappen, das ergibt schöne Farbreffekte!

Wenn der Kleber getrocknet ist, stelle ein Teelicht ins Glas und zünde es an.

Viel Spaß und gemütliche Stunden!

Ein Babyhalstuch selber nähen

Mein erstes Mal Nähen mit der Nähmaschine!

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Als Jugendliche habe ich irgendwann einmal eine Einführung in die Geheimnisse der Nähmaschine von meiner Oma bekommen.

Ich erinnere mich noch dunkel daran, dass allein schon das Einfädeln der Fäden in die Nadel mir vorkam wie ein Vorgang, den ich mir auf keinen Fall jemals würde merken können, und dazu noch die rasende Geschwindigkeit, die die Nadel auf dem Stoff vollbringen kann… irgendwie bin ich nicht am Ball geblieben und habe alles, was ich je genäht habe, von Hand genäht.

Stich für Stich, unglaublich langsam und mit oftmals schmerzenden Fingern 😉 .

Nun hat die Maschine eine zweite Chance bekommen.

Meine Mutter war gerade dabei, kleine Halstücher für meine Nichte zu nähen, als ich zu Besuch kam, und meine Neugierde beim Über-die-Schulter-gucken wurde schnell zu einem „willst du auch eins nähen?“

Und so hatte ich einen spontanen kleinen Nähworkshop mit einem tollen Ergebnis!

Die Maschine rattert für mein Gefühl noch immer ganz schön schnell, vor allem in den kleinen engen Kurven auf dem kleinen Stück Stoff, aber ich mochte sehr das konzentrierte Arbeiten. Zumindest für mich war es so, dass ich mit meiner Aufmerksamkeit bei nichts anderem als bei der Nadel sein konnte, weil ansonsten alles drunter und drüber ging 😉 .

Die Schnittmuster und die Anleitung stammen von hier: https://krumme-nadel.blogspot.de/2013/10/darf-ich-vorstellen-baby-basics-nr1.html . Statt eines Druckknopfs haben wir einen Klettverschluss eingenäht.

Die einzelnen Arbeitsschritte sahen so aus:

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Stoffe aussuchen und Schnittmuster bereit legen. Das Tuch kann von beiden Seiten getragen werden und ist deshalb besonders schön mit zwei verschiedenfarbigen Stoffen für Vorder- und Rückseite.

 

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Vorderseite und Rückseite ausschneiden. Beide Teile mit der „schönen“ Stoffseite nach oben hinlegen und in den jeweils rechten oberen Zipfel ein Seite vom Klettband befestigen. Unseres hatte eine selbstklebende Unterseite, die aber leider beim Waschen nicht gehalten hat, und deshalb haben wir das Klettband festgenäht. Wichtig: Diesen Arbeitsschritt machen, bevor die beiden Seiten zusammengenäht werden, da auf diese Weise die Unterseite der Naht innen im Tuch verschwindet.

Das Klettband ist rund geschnitten, damit es nicht so kratzige Ecken hat.

 

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Die beiden Teile so aufeinander legen, dass die „schöne“ Seite des Stoffes innen liegt. Mit Nadeln feststecken und rundherum eine Naht machen- dabei eine ca. 3 cm große Lücke lassen, damit die Innenseite vor dem nächsten Arbeitsschritt nach außen gewendet werden kann.

 

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Juchhu meine erste Naht!

 

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Dann das Ganze so wenden, dass die Innenseite nach außen kommt…

 

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… und dann die Naht „herausziehen“, also den Stoff so glätten, dass die nun innen versteckte Naht sich außen an der Stoffkante befindet. Am Wendeloch die Stoffkanten nach innen klappen und ebenfalls feststecken. Dann das ganze Halstuch noch einmal rund herum mit einer Naht ganz nah an der Außenkante säumen.

 

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Fertig! Der Puppe passt es… 😉

 

Vegane Zimtsterne

Zutaten für 1 Portion (ergibt ca. 45 Sterne je nach Größe der Ausstechform)

Für den Teig:

200 Gramm Puderzucker

2 EL Zimt

8 EL Wasser

1 EL Zitronensaft

150 Gramm gemahlene Mandeln

200 Gramm gemahlene Haselnüsse

 

Für den Guss:

ca. 100 Gramm Puderzucker

ca. 1 EL Wasser (je nach gewünschter Konsistenz)

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Die Zutaten für den Teig gut miteinander verkneten. Nicht wundern, der Teig wird ziemlich klebrig!

Auf einer Unterlage (Backpapier oder Alufolie) ausrollen und Sterne ausstechen.

Bei Zimmertemperatur ca. 4 Stunden trocknen lassen und dann im vorgeheizten Backofen bei 250° C ca. 4 Minuten backen.

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Wenn die Sterne aus dem Ofen kommen, wirken sie noch sehr weich und irgendwie ungebacken. Trotzdem nicht länger drin lassen, sie trocknen sehr stark nach und werden später genau richtig weich und saftig!

Wenn sie zu lange im Ofen bleiben, werden sie später hart und trocken.

Gut auskühlen lassen.

Aus Puderzucker und Wasser einen Zuckerguss anrühren. Wenn er nicht zu zäh ist, lässt er sich am besten auf die Sterne auftragen. Am besten am Anfang nur ein paar Tropfen Wasser nehmen, gut verrühren und die Konsistenz beobachten. Zuckerguss wird schnell zu flüssig!

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Die Sterne bestreichen, trocknen lassen und zum Lagern in eine Metalldose mit leicht geöffnetem Deckel geben. Oder ganz schnell aufessen 😉 .

Frohes Schlemmen! 🙂

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Einhornkekse!

Naja, die Einhorn- Form ist eigentlich nicht das Ausschlaggebende an diesem Rezept, eigentlich sind es ganz „normale“ vegane Ausstechkekse.

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Aber ich muss sagen, dass ich wirklich beeindruckt bin von der Vielfalt der Ausstechformen, die es heute gibt, und ein klein wenig Neid auf die Kinder, die mit Keksfröschen, -schildkröten, -monstern, -tigerenten, -schmetterlingen, -kraken und tausend anderen tollen Formen aufwachsen, schwingt da schon mit.

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Was waren das für magere Zeiten mit Sternen, Herzen, Monden und Glocken! 😉

Deshalb schnell den Teig zusammen rühren und dann gibt es Einhörner zum Frühstück, zum Mittag, zum Kaffee, zum Abendbrot und auch mal zwischendurch!

Für ca. 2 Bleche brauchst du:

– 300 Gramm Mehl

– 100 Gramm Zucker

– 200 Gramm Margarine

– 2 TL Backpulver

– 1 Päckchen Vanillezucker

optional:

– ein Ei-Ersatz (1 EL Sojamehl vermischt mit 2 EL Wasser) -> macht den Teig cremiger

– geriebene Zitronenschale (wer’s zitronig mag)

zum Bestreichen:

– Puderzucker

– Zitronensaft oder Wasser

– bunte vegane Streusel

– vegane Schokoladenstreusel

Zubereitung:

Alle Teigzutaten gut verkneten und den Teig ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, Teig ausrollen und Kekse ausstechen.

Backofen vorheizen.

Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180°C ca. 10 Minuten backen.

 

Wenn sie abgekühlt sind, rührst du einen Zuckerguss aus Puderzucker und etwas Zitronensaft oder Wasser  (wenig! für 100 Gramm Puderzucker brauchst du etwa anderthalb bis zwei Esslöffel Flüssigkeit) .

Damit bestreichst du die Kekse und verzierst sie nach Lust und Laune mit den Streuseln.

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Viel Spaß! 🙂

 

 

Adventskalender selbstgemacht

Das erste Türchen geht auf!

Für selbstgemachte Adventskalender gibt es im Netz so viele Anregungen, dass es mir fast schon sinnlos vorkam, hier noch zu diesem Thema zu schreiben. Zumal Adventskalender bei mir immer auf den letzten Drücker entstehen und eine Anleitung, die heute erst kommt, sowieso zu spät dran ist 😉 .

Aber da sich bei mir die vorweihnachtliche Besinnlichkeit ziemlich in Grenzen hält und man das meinem diesjährigen Kalender auch ansieht, will ich das Ergebnis nun doch nicht für mich behalten. Ich hatte einfach zu viel Spaß! 😉

In den letzten Jahren habe ich meine Mini- Geschenke immer nur in Papier verpackt und mit Zahlen versehen.

Obwohl ich ja meine Zeit echt gerne mit Basteln verbringe, hatte ich für einen „richtigen“, also aufwändig hergestellten Kalender nie so viel Muße.

Dieses Jahr sollte alles anders werden und ich wollte Waldtiere aus leeren Klopapierrollen basteln.

Da einige Geschenke zu groß waren, um in eine Rolle zu passen, habe ich diese in grünes oder bläuliches Papier gesteckt (und dabei die Reste von meinem Geburtstags- Geschenkpapier verwertet… unnötige Papierverschwendung tut mir einfach in der Seele weh, so gerne ich Auspacken auch mag).

Und dann hab ich gemerkt, dass ich meine Acrylfarben gerade verliehen habe und die einzige Farbe in meinem Vorratsschrank Pink war. Nun ja ;-).

So kam es, dass statt der Waldtiere pinke Häschen entstanden sind, in einem Szenario aus grünen und blauen „Umgebungspäckchen“. Das Ganze sah dann so aus:

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Für die Häschen brauchst du Folgendes:

– pro Häschen eine leere Klopapierrolle

– Acrylfarbe und Pinsel

– Wattepads

– weißes Papier

– einen Filzstift in Blau oder Schwarz

– Kleber

– Schere

 

Mit der Schere schneidest du das obere Drittel (oder die obere Hälfte, ganz nach gewünschter Ohren- und Häschengröße) so ab, dass die Ohren stehen bleiben.

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Diese Rohform malst du in einer Häschenfarbe deiner Wahl an (bei mir: Pink 😉 und lässt sie trocknen.

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Dann scheidest du pro Häschen zwei Ovale aus dem weißen Papier aus, klebst diese „Augen“ auf die Klopapierrolle und malst mit dem Filzstift eine Pupille hinein. Ebenfalls aus dem weißen Papier schneidest du ein kleines Rechteck, das von unten schmal eingeschnitten und als „Zähne“ aufgeklebt wird. Dazu  malst du ebenfalls mit dem Filzstift Nase und Schnurrhaare.

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Danach scheidest du aus einem Wattepad zwei schmale ovale Stücke aus, die in das Innere der Ohren passen. Und dazu noch ein kleines puscheliges Stück für das Schwänzchen.

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Jetzt ist das Häschen schon fertig für die Befüllung. Ich habe die kleinen Geschenke in ein Stück Serviette gesteckt, mit etwas Geschenkband oben zugebunden und auf das Geschenkband einen Stern mit der jeweiligen Adventskalender- Türchen- Nummer geklebt.

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Du kannst das Häschen natürlich auch zu jeder anderen Jahreszeit und Gelegenheit als Geschenkverpackung nutzen.

Viel Spaß! 🙂

Rezept des Monats Dezember: Bratäpfel mit Hagebutten- Marzipan- Füllung

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Hundsrose- Rosa canina

 

Zutaten für 8 gefüllte Äpfel:

– 8 Äpfel

– 200 Gramm Marzipan- Rohmasse

– 1 Handvoll Hagebuttenfrüchte

– Zimt

– Sojasahne oder Vanillesoße

– 1/2 Handvoll Walnusskerne

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Äpfel entkernen bzw das Gehäuse ausstechen.

Hagebutten von Kernen befreien, mit sehr wenig Wasser weich kochen (dauert eine Weile: Ca. 30 Minuten) und pürieren.

Mit Marzipan- Rohmasse vermischen und mit Zimt würzen. Walnusskerne zerkleinern und auch ins Marzipan kneten.

Die Masse in die Äpfel füllen und bei 180 Grad so lange backen, bis die Schale aufplatzt (ca. 45 Minuten).

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Mit Sojasahne oder Vanillesoße begießen und heiß servieren.

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Guten Appetit! :-)

Alle Rezepte aus der Reihe “Rezept des Monats” sind im Rahmen eines Wildpflanzen- Projektes entstanden und in Form eines immerwährenden Kalenders bei mir erhältlich.

Das Dezember- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender Dezember

Ein Auftritt zu zweit

Eins der vielen Events im Herbst war der jährliche Tag der offenen Tür in unserem Sportverein ATS Buntentor (www.atsbuntentor.de).

Den ganzen Nachmittag über stellten sich die verschiedenen aktiven Gruppen vor, und so auch unsere Jonglagegruppe:

Eine Gelegenheit für Cynthia und mich, eine kleine Choreographie zu zweit einzuüben.

Gar nicht einfach!

Selbst wenn die Musik sehr eingängig ist, ist es mit unterschiedlich großen Reifen und Körpergrößen enorm schwierig, Bewegungen synchron zu machen.

Mal ganz abgesehen von der Aufregung und den herunterfallenden Reifen, die zumindest mich schnell aus dem Konzept bringen können 😉 .

Aber: Wir hatten Spaß, sehr viel sogar, und ich glaube, das ist auch gut rübergekommen.

Happy Hooping!

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Endlich wieder die Hände in der Erde!

2015-10-24 16.30.16

Was für ein tolles Gefühl! Ich hab es wirklich vermisst, dieses Körpergefühl, das sich einstellt, wenn du eine Weile draußen gearbeitet hast.

Diese angenehme Schwere und Müdigkeit, die viele Frischluft, das Anfassen der Erde und der Pflanzen… es klingt schon fast kitschig, aber ich fühle mich tatsächlich anschließend wahnsinnig geerdet, entspannt und ruhig.

Die Art der Tätigkeit spielt dabei meistens keine Rolle. Ich habe eher tagesformabhängige Vorlieben: Mal lieber gröbere Arbeiten wie Gehölze roden oder schneiden, Rasen mähen (ja ich kann jetzt Rasen mähen 😉 ), sensen, buddeln,… und mal eher feinere Arbeiten wie zum Beispiel jäten.

2015-10-18 12.37.05aufgesammeltes Fallobst

 

Ich weiß noch, wie gut es mir damals getan hat, mein Kunsttherapie- Studium zu unterbrechen und mich statt dessen ein Jahr lang gärtnerisch zu engagieren: Das Studium war sehr intensiv, hat viele emotionale Türen geöffnet, und der Garten war ein richtiger Ruhepol, der mich gerade wegen der körperlichen Anstrengung und dem Kontakt zu den Pflanzen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat.

 

2015-11-08 16.46.16Erdbeerpflanzen im Rasenschnittmulch

Rezept des Monats November: Storchschnabel- Blätterteig- Taschen mit Kürbis und Sanddorn

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Weicher Storchschnabel- Geranium molle

 

Zutaten für 12 Stück:

– 3 Hände voll Storchschnabel- Blätter

– 1 Packung Blätterteig

– ca. 200 Gramm Kürbis

– 2 Zwiebeln

– 1 Knoblauchzehe

– 1 kleine Handvoll Sanddornfrüchte

– Bratöl

– Salz und Pfeffer

– 1/2 Päckchen Sojasahne (also ca.60 ml)

– gesalzene Kürbiskerne

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Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und in Öl anbraten.

Kürbis in kleine Stückchen schneiden und dazu geben. Wenn der Kürbis weich ist, gewaschene Storchschnabelblätter dazu geben und kurz andünsten.

Am Ende Sojasahne dazu geben, bis das Ganze eine geschmeidige Konsistenz hat.

Mit Salz und Pfeffer würzen.

Auf die Blätterteigstücke geben und mit Sanddorn und den Kürbiskernen garnieren.

Bei 180 Grad 10-15 Minuten backen.

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Guten Appetit! :-)

Alle Rezepte aus der Reihe “Rezept des Monats” sind im Rahmen eines Wildpflanzen- Projektes entstanden und in Form eines immerwährenden Kalenders bei mir erhältlich.

Das November- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender November

1 Jahr Froschkonzert.org!

Wow!!

Ich hatte wie jedes Jahr aufs Neue vergessen, wie ich immer am besten meine gesammelten Esskastanien zubereite, und war deshalb auf der Suche nach der hier beschriebenen Methode.

Und dann staunte ich nicht schlecht: Morgen vor einem Jahr hab ich meinen ersten Post hier veröffentlicht! 🙂

Es ist Wahnsinn, was sich seitdem alles getan hat.

Neues Zuhause, neuer Job, neue Parzelle, mein kleines, langsam anlaufendes Gewerbe, die Hula- Hoop- Kurse, unzählige neue Kontakte …WOW!

Ich hätte vor einem Jahr nicht im Traum daran gedacht, wie sich das alles entwickeln würde.

Im Moment bin ich einfach wahnsinnig glücklich und dankbar.

Glücklich, weil ich diesen Weg gegangen bin und mich getraut habe, lange Geträumtes in die Tat umzusetzen.

Und dankbar, weil ich die Möglichkeit dazu habe und so viel Unterstützung und liebes Feedback zu mir zurück kommt.

Danke an alle, die sich mit mir freuen und mich auf meinem Weg begleiten!!!

🙂

Happy Birthday froschkonzert.org!!!

 

Edit 14.1.16:

Durch längeres Über- das- Leben- Nachdenken rund um Froschkonzert- Geburtstag und Jahreswechsel und angeregt durch den persönlichen Jahresrückblick von Lisa vom Experiment Selbstversorgung (experimentselbstversorgung.net/115728-2) habe ich nochmal einige Gedanken über meinen eigenen Weg zu Papier gebracht.

Ursprünglich hatte ich auf diesem Blog eine Seite mit dem Titel „Vom Umgang mit schwierigen Tagen“ vorgesehen, denn mein Weg hin zu dem, was ich heute bin und mache, war immer wieder alles andere als leicht und von vielen Auseinandersetzungen mit mir, meiner Geschichte und dem Leben geprägt.

Und eine Zeit lang haben mich verschiedene Hilfsmittel begleitet, wenn mal wieder ein schwieriger Tag oder eine schwierige Phase vor der Tür stand.

Was mir geholfen hat, möchte ich gerne eines Tages genauer beschreiben und teilen, aber wegen der Menge an vor allem innerlichen Prozessen ist es gar nicht so leicht in Worte zu fassen, und bisher habe ich noch keine wirklich passende Form dafür gefunden.

Meine ständigen Begleiter*innen waren auf jeden Fall mein starker Wunsch nach Authentizität und der Wille zur Auseinandersetzung, außerdem meine Rückzugsräume und unterstützende liebe Menschen.

Professionell therapeutisch, selbstorganisiert in meiner tollen RT- Gruppe (www.fort-frauen.de) und im Freund*innenkreis.

Auch immer dabei: Meine Projekte.

Ich hänge gerne mein Herz an Dinge die ich mache. Und ich mache gerne Dinge, die mir sinnvoll erscheinen.

Und dann kommt sehr schnell ein selbstgemachter Leistungsdruck:

Eine nie enden wollende Liste von Dingen, die noch getan werden könnten/ müssten/ sollten.

So viele spannenden Ideen und Notwendigkeiten, oft verteilt auf zu wenige Schultern.

So viele Möglichkeiten, sich einzubringen.

Viel zu hohe eigene Ansprüche.

Zu viel Wollen, auch zu viel Müssen, wenn ich verbindlich sein will in dem, was ich einmal zugesagt habe.

Viel zu wenig hinkriegen, während draußen die Welt brennt.

Viel Frust, weil gesellschaftliche Veränderung so ein langwieriger Prozess mit vielen Rückschlägen ist.

Und viel Kraft, die verloren gehen kann, einfach nur weil du an manchen Punkten gegen den Strom schwimmst.

Zu wenig Wissen über die eigenen Grenzen und Ressourcen.

Das „Wer wenn nicht wir“ kann ganz schön viel Druck erzeugen.

Erstaunlich vielen Menschen fällt es schwer, Nein zu sagen, auch mir. Sofort kommt ein schlechtes Gewissen mit dazu, obwohl ich eigentlich etwas Gutes tue: Meine eigenen Grenzen ernst nehmen. Frühes „Auf- Leistung- getrimmt- werden“, falsche Höfllichkeitserziehung und der Fokus darauf, was andere von uns denken könnten, lassen uns in die falsche Spur geraten und dann handeln wir gegen uns selbst und unsere Bedürfnisse.

Genau so wie mit dem Nein sagen ist es auch mit allen möglichen anderen antrainierten Mustern.

Durch die vielen Wiederholungen unserer Handlungen ist die falsche Spur irgendwann so breit wie eine Autobahn,auf der wir schnell und geübt vorankommen, und es ist unglaublich schwierig, anstrengend und mühselig, statt dessen einen neuen Weg zu beschreiten.

Ein neuer Weg ist erstmal so wie ein verwilderter Trampelpfad, auf dem ich kaum vorwärts komme, den ich erst einmal freilegen und auf dem ich mich zurechtfinden muss.

Erst nach einiger Zeit und vielen Wiederholungen wird der neue Weg dann immer „ausgetretener“ und dadurch immer leichter zu beschreiten sein.

(Danke Ina für dieses tolle Bild mit Autobahn& Trampelpfad! Ich muss da wirklich oft dran denken, wenn ich frustriert bin, weil Veränderung mir zu langsam geht).

Veränderung braucht Zeit, denn auch die Muster, die ich ablegen will, haben sich über lange, teilweise lebenslange Zeiträume entwickelt und sind deshalb nicht von heute auf morgen über Bord zu werfen.

Schade eigentlich 😉 und manchmal eine echt Geduldsprobe.

Oft sind erstmal lange, scheinbar endlose Wiederholungsschleifen nötig.

Ich muss so lange noch einmal die gleichen „Fehler“ machen, noch einmal das Gleiche erleben, bis es irgendwann im Inneren „Klick“ macht. Dann ist die Veränderung, die der Verstand schon lange begriffen hat, auch im Handeln angekommen.

Deshalb finde ich es unglaublich wichtig, an dieser Stelle nicht zu streng mit mir selber zu sein, kleine Fortschritte zu genießen und zu feiern und mir selber mit Wertschätzung zu begegnen.

Denn schon der erste Schritt ist ein echter Meilenstein:

Die Erkenntnis, dass etwas ungut läuft, und das Eingeständnis dessen vor sich selbst.

Ehrlichkeit statt „So- tun- als- ob“.

Dem eigenen perfekten Wunschbild einen Realitätscheck verpassen und erkennen, wo es bröckelt.

Das ist nicht leicht, weil ich dazu meine Schwächen und Probleme offenlegen muss und weil es sich schnell nach „Scheitern“ und „Versagt haben“ anfühlen kann, gerade in dieser auf Leistung und Funktionieren getrimmten Gesellschaft, die für Schwächen so wenig Platz hat.

Und weil es überhaupt sehr schwer ist, auf den eigenen eingefahrenen Wegen in der Lage zu sein, zurückzutreten, sich selber zu beobachten , die blinden Flecken aufzulösen und die Dinge ungeschminkt(er) wahrzunehmen.

Das alles zuzulassen erfordert eine große Portion Mut und Vertrauen in sich selbst und in das, was kommt.

Mein Froschkonzert- Projekt und meine momentanen Tätigkeiten sind entstanden, nachdem ich einen alten Weg verlassen habe.

Nach fast 15 Jahren vielfältigen Engagements, der Tätigkeit in meinem langjährigen Herzensprojekt (dem Waldgartenprojekt in Verden), einer immer langen To-Do- Liste und vielen, lange von mir nicht so ernst genommenen Überanstrengungen war ich immer häufiger auf mich und meine überschrittenen Grenzen zurückgeworfen, bis zu dem Punkt, an dem mir der Begriff „Burnout“ zum ersten Mal durch den Kopf ging und ich nicht mehr leugnen konnte, dass irgendetwas nicht mehr stimmt und ich so wie bisher nicht weitermachen kann.

Über all die Jahre hatte ich mich schon viel mit vergangenen schwierigen Zeiten meines Lebens und meinen verinnerlichten Haltungen auseinandergesetzt und einiges über mich gelernt und verstanden. Ich denke, dass ich trotzdem noch an einen solchen „Bis- hierher- und- nicht- weiter“- Punkt kommen musste, um grundlegende Dinge, die mich betreffen, in ihrer Gesamtheit und Komplexität zu begreifen.

Langsam habe ich gelernt, die Dinge, die mir nicht guttun, wahrzunehmen.

Weniger zu machen.

Pausen zu machen, ohne mich dabei schlecht zu fühlen.

Mich nicht mehr an aussichtslosen Situationen abzuarbeiten.

In Konflikten Dinge stehen zu lassen, die sich nicht lösen lassen.

Nach Anstrengungen wieder aufzutanken.

Zu gehen, wo es für mich nicht mehr weitergeht.

An diesem Punkt habe ich mein damaliges Projekt verlassen und es war schwierig, plötzlich so alleine dazustehen. Ohne die gewohnten Verbindlichkeiten und Tätigkeiten, die für mich den Alltag ausgemacht haben. Ohne die Menschen, Bäume, Strukturen und Plätze, an denen lange Jahre lang mein Herz hing. Ohne zu wissen, wie und ob das Projekt ohne mich weiter bestehen bleibt.

Ich war eine ganze Weile erleichtert über diesen Schritt und gleichzeitig unglaublich traurig.

Und dankbar. Ich spüre gerade in schwierigen Zeiten oft Dankbarkeit in mir, weil ich dann besonders merke, dass ich mich weiterentwickle, dass ich lerne und meinen Weg gehe, und es sich dadurch stimmig und richtig anfühlt. Und das ist wie ein kleines Stück Trost und Stolz.

In dieser Zeit habe ich mit mir selber ausgemacht, mich nicht gleich in etwas Neues zu stürzen.

Ich wollte diese Leere aushalten und gucken, was dann mit mir passiert: Was vermisse ich? Bei welchen Sachen bin ich froh, dass sie kein Teil meines Alltags mehr sind? Was interessiert mich? Was in in den letzten Jahren zu kurz gekommen?

Ich habe mir viel Zeit zum Nachdenken und Schreiben genommen und versucht, alles möglichst langsam angehen zu lassen.

Ein gebrochenes Bein im Sommer hat mir dabei geholfen und mich auch äußerlich eine ganze Weile lahmgelegt 😉 .

Und dann habe ich langsam angefangen, neue Pläne in die Tat umzusetzen. Meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Endlich mal wieder zu malen und zu basteln, und mich mit meinen Sachen an die Öffentlichkeit zu trauen. Ein kleiner Onlineshop, ein alter Traum! Einen Verein zu gründen und wieder einen kleinen Garten zu haben. Hula Hoop und damit dem Spaß und der Bewegung einen festen Platz in meinem Leben zu geben. Mich zu engagieren, ohne mich zu verausgaben, und überhaupt alles in kleinen Schritten und mit möglichst viel Ruhe anzugehen.

Deshalb habe ich seit Jahren schon einen ganz kleinen Kalender, in den nicht viel mehr als ein Termin pro Tag rein passt.

Ich freue mich, dass sich diese neue Ruhe inzwischen schon richtig vertraut und irgendwie selbstverständlich anfühlt.

Und ich freue mich über all die neuen Türen, die sich seither geöffnet haben, oft unverhofft und überraschend und immer wieder genau richtig.

Ein Gedicht, was mich schon immer in Phasen der Veränderung begleitet hat, ist „Stufen“ von Hermann Hesse, und so soll es auch an dieser Stelle einen Platz bekommen.

Danke an alle, die bis hierher gelesen und damit an meinem Leben teilgenommen haben.

 

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

 

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

 

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

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Für meinen Geschmack ein bisschen kitschig, aber auch irgendwie passend: Mein Teebeutel von gestern, als ich angefangen habe diesen Text zu schreiben. Schätze dich selbst! Yeah! 🙂