Jan. 3 2026
Feurig ins Neue Jahr mit Fire Cider!
Das Rezept liegt schon so lange in meiner Schublade, jetzt probiere ich es endlich aus! 😊
Orientiert habe ich mich an den Anleitungen von https://fräuleingrün.at, https://www.smarticular.net
und https://www.impactearthlings.com, vielen Dank dafür! 💚
Meine Zutaten:
– ca 100 Gramm Meerettich
– 50 Gramm Ingwer
– 2 Zwiebeln
– 1 Knolle Knoblauch 😀
– Pfeffer
– eine halbe Zimtstange
– 500ml Weißweinessig
– ca. 250 Gramm Honig
– etwas Zitronensaft
– ein paar Zweige Rosmarin
In den meisten Rezepten wird mit Apfelessig gearbeitet. Wegen Allergien im Haus nehme ich die Weißwein-Variante und etwas mehr Honig, damit es am Ende nicht so streng schmeckt.



Jetzt heißt es vier bis sechs Wochen geduldig sein, meine größte Stärke 🤪 🤪. Der Fire Cider zieht solange in einem kühlen dunklen Raum vor sich hin.
Immerhin darf ich zwischendurch mal Schütteln. Ich bin sehr gespannt wie es dann schmeckt und werde berichten. 😊


Jan. 31 2026
Ein Traum wird wahr: Polarlichter gucken!
Es gab diesen einen Morgen im Oktober 2024: Das ganze Internet war voll mit Fotos aus der vorausgegangenen Nacht.
Darauf zu sehen: Polarlichter, zu sehen mit bloßem Auge, fast überall in Deutschland. Auch in Bremen, mit bloßem Auge in den hellsten Ecken der Stadt! Und ich? Hatte geschlafen. Obwohl es in den Regionalnachrichten am Vorabend ein Beitrag zum Thema gab, und obwohl ich sogar recht spät noch wach war… ich bin einfach nicht vor die Tür gegangen, hab noch nicht mal aus dem Fenster geguckt. Ich hatte mir bis zu dem Zeitpunkt schon so viele Nächte um die Ohren geschlagen auf der Suche nach Sternschnuppenschwärmen, Supermonden und sonstigen Himmelsereignissen, oft ohne Erfolg: Zu hell in der Stadt, schlechte Aussicht, Wolken, Nebel, falsches Timing… na und dass ich dann ausgerechnet in dieser Nacht gedacht hab „Ach was, ich geh lieber schlafen“, das hab ich dann noch wochen- und monatelang sehr doll bereut.
Seit dieser Nacht bin ich in verschiedenen Facebookgruppen zum Thema Polarlichter Mitglied, habe verschiedene Apps getestet und einiges gelesen, vor allem zu der passenden Handhabung meiner Handykamera.
Die Gruppen sind eine super Sache, um Prognosen und Wahrscheinlichkeiten mitzubekommen und um inhaltlich dazuzulernen. Aber auch mit all diesen Hilfen gab es viele erfolglose, dafür aber unruhige Nächte mit Fehlalarmen, schlechter Sicht, Vollmond und anderen Hindernissen.
Im November letzten Jahres dann das totale Glück: Gegen halb 5 wach gelegen, auf die App geschaut, die Vorhersage sah gut aus….rein in die Klamotten und spontan ein paar Minuten in die nächste halbwegs dunkle Ecke spaziert.
Ich hab dann einige Fotos Richtung Norden gemacht, aber erst später beim Durchschauen und Herumspielen mit Helligkeit und Sättigung ist mir aufgefallen, dass ich tatasächlich mein erstes Polarlicht fotografiert hatte! Ziemlich verwackelt (seitdem benutze ich mein Stativ 😉 ), aber ich war so beseelt! Zum ersten Mal war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort, das war wirklich toll!
Dass es so bald schon wieder die nächste Chance geben würde -und was für eine!- das hätte ich kaum zu Hoffen gewagt.
Am 19. Januar war irgendwann klar, dass es eine spannende Nacht werden würde. Netterweise mit sternklarem Himmel und Neumond, also richtig guten Verhältissen. Der erste „Alarm“ war dann auch schon am zeitigen Abend gegen halb neun, leider nichts zu sehen. Kaum war ich um kurz nach 9 zurück zu Hause, ging die Kurve in der App wieder steil nach oben. Also schnell wieder warm eingepackt und los nach draussen! Und dann passierte das Unglaubliche: Im Nachtmodus der Kamera war plötzlich ein starker rosa Fleck zu sehen, kurz darauf mit bloßem Auge sichtbar.
Und dann nahm das Spektakel seinen Lauf, über Stunden! Pink-gelb-grünes Polarlicht, immer wieder mit Beamern, visuell sichtbar und irgendwann gefühlt überall, wie ein grüner Bogen gespannt über den ganzen Himmel, weit über den Norden hinaus.
Später habe ich gelernt, dass das „RAGDA Aurora“ war, eine pulsierende Aurora.
(Die folgenden Fotos sind farblich unbearbeitet, bei einigen ist nur minimalst der Kontrast verstärkt).
Ich wollte dann unbedingt noch Richtung Garten gehen, denn genau hier die Polarlichter tanzen zu sehen war natürlich das absolute Sahnehäubchen. Es sind SO viele Fotos entstanden…und als dann am Ende noch eine Eule an mir vorbeigeflogen ist, dachte ich wirklich „Okay ich kann nicht mehr, diese Nacht ist einfach nicht zu toppen.“ 😀
Am nächsten Morgen, übermüdet, happy und aufgekratzt, kam mir das alles vor wie ein Traum. So ein intensives Erlebnis, und ich hatte das Glück, mittendrin dabei zu sein! 🙂
By frosch • Allgemein, Glitzer des Alltags • 0