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Hoch hinaus: Eine dreistöckige Torte backen!

Das wollte ich schon immer mal machen: Eine mehrstöckige Torte backen! Ich hatte mir das so vorgestellt, dass verschiedene relativ feste Teige einfach gebacken und dann aufeinandergestapelt werden. Etliche Youtube- Videos später war ich dann schlauer: Ohne Stabilisierung im Inneren hat die Torte gute Chancen, im unpassendsten Moment einzustürzen, und das wäre angesichts der ganzen Arbeit mächtig schade.

Außerdem habe ich in kurzer Zeit viel über mir bis dahin völlig unbekannte Backzutaten gelernt, vor allem über Verarbeitung und Eigenheiten von Fondant und die Zubereitung und Bedeutung einer Ganache.

Ich habe mir also einen ganzen Tag Zeit genommen und früh am Morgen als erstes die Ganache gemacht, da sie über einige Stunden hinweg abkühlen muss. Ganache ist eine Bedeckungs- oder Füllschicht für Torten, die in diesem Fall als Untergrund für die Fondantschicht am Ende dient. Da Fondant hauptsächlich aus Zucker besteht, schmilzt es auf purer Sahne dahin und deshalb müssen die Füllung der Torte (sowie die Teigkrümel wegen der Unebenheiten) abgedeckt werden, bevor die Fondantschicht aufgelegt wird. Wer geduldig ist, kann mit Hilfe der Ganache eine richtig geometrische Torte ohne unebenen Untergrund herstellen, aber dazu später mehr. In vielen Fällen wird Buttercreme als Ganache verwendet, aber da ich eine vegane Torte gebacken habe, habe ich eine Mischung aus Blockschokolade und Sojasahne benutzt (500 Gramm Schokolade, 250 ml Sojasahne. Die Sahne aufkochen und die gehackte Schokolade dazugeben, danach abkühlen lassen, allerdings nicht im Kühlschrank).

Danach habe ich das tolle Marzipantortenrezept von Teddy (http://veganxcooking.blogspot.com/2013/12/marzipantorte.html) gebacken und in etwas abgewandelter Form genutzt (ohne Sahneschicht und Marzipandecke obendrauf). Ich habe die zweifache Teigmenge gemacht, da ich drei verschieden große Böden brauchte. Die drei Böden habe ich gebacken und in Ruhe auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit habe ich mich um die Verzierungen gekümmert und Rosen sowie Rosenblätter aus Fondant gebastelt. Die Rosen sind echt nicht so leicht zu formen, die ersten Exemplare habe ich gleich wieder zerdrückt, aber mit der Zeit kommt die Routine. Nicht aufgeben 😉 . Anleitungen gibt es diverse auf Youtube, such dir einfach eine die für dich angenehm ist.

Gerade die Rosenblätter haben die meiste Zeit beansprucht, also bei der Zeitplanung die Verzierungen nicht unterschätzen!

  

Etliche Hörspiele später war es dann soweit, die Verzierungen waren fertig und ich konnte die erkalteten Tortenböden zuschneiden und befüllen. Von den Oberseiten der unteren beiden Böden (also die, die später die unterste und die mittlere Etage bilden) habe ich oben so viel vom Teig gerade abgeschnitten, dass die jeweils nächste Etage gut aufliegt. Dann habe ich die Böden horizontal durchgeschnitten und die Hälften mit selbst gemachtem Schlehenblütengelee bestrichen, mit Marzipan bedeckt, mit Sahne eingestrichen und die obere Hälfte wieder aufgelegt.

Jeden der Böden habe ich auf ein sogenanntes Cakeboard gesetzt, eine mit Folie überzogene Pappe, die später beim Stapeln wichtig für die Stabilität der Torte ist.

Die so vorbereiteten Etagen habe ich dann mit der Ganache eingestrichen. Ich habe mich dagegen entschieden, die Böden oben völlig gerade abzuschneiden und mit Hilfe der Ganache möglichst vollkommen glatt zu streichen, weil ich organischere Formen lieber mag und so die Böden eine etwas rundlichere Form hatten.

Die drei Etagen habe ich dann in Folie verpackt im Kühlschrank aufbewahrt, da ich die Torte erst am nächsten Tag zusammengesetzt habe. Grund dafür war, dass ich nicht sicher war, ob ich das Fondant im Kühlschrank über Nacht gut genug schützen kann. Die Zuckerschicht reagiert nämlich mit dem Kondenswasser im Kühlschrank und es besteht die Gefahr, dass sie sich auflöst oder verläuft.

Am nächsten Morgen war es dann soweit, das Eindecken mit Fondant, das Stapeln und Verzieren konnte beginnen!

Das Fondant habe ich auf einer mit Bäckerstärke gepuderten Oberfläche in den passenden Durchmessern ausgerollt und über die Böden gelegt. Auch hierzu gibt es unzählige hilfreiche Videos auf Youtube 😉 .

 

Und dann kam der aufregende Moment, das Stapeln! Damit die Böden auf den Cakeboards stabil aufeinanderstehen, werden Stützen eingebaut. Dazu gibt es extra sogenannte Tortendübel zu kaufen, deutlich günstiger sind allerdings dicke Stohhalme oder wie in meinem Fall Rundhölzer (Durchmesser 1cm). Ich hatte mehr Lust auf Holz statt Plastik, und außerdem kam mir das Rundholz stabiler vor.

Das Holz wird auf die passende Höhe zugeschnitten (splittrige Enden mit Schleifpapier bearbeiten!) und in die Torte gesteckt. Für die untere Etage habe ich vier Hölzer genommen. Achte darauf, dass alle gleich lang sind, damit die Torte gerade wird.

  

Für den besseren Halt bestreichst du die Fläche, auf die die nächste Etage gesetzt wird, mit Ganache (wenn diese zu fest geworden ist kannst du sie im Backofen oder auf dem Herd ganz kurz aufwärmen), dann hast du eine Art Kleber zwischen den Etagen.

In die nächste Etage kommen wieder Hölzer (ich habe diesmal aufgrund der kleineren Fläche nur drei genommen), dann Ganache, und darauf dann die oberste Etage. Um die drei Etagen stabil miteinander zu verbinden, habe ich dann noch einen Stab von oben nach unten mittig durch die ganze Torte geschlagen. Weil ich keinen dünnen Stock hatte, habe ich dafür ein chinesisches Essstäbchen genommen. Unten musst du es anspitzen, damit es durch die Cakeboards durchkommt, und dann- gut zielen und mit dem Hammer vorsichtig hineinschlagen. Bloß nicht die Torte treffen 😉 und nicht zu doll schlagen: Ich hatte nicht damit gerechnet dass das Stäbchen schnell durch ist und habe die ganze Torte aus Versehen am Tisch festgenagelt 😀 .

  

Das oben herausguckende Stäbchen und die Übergänge zwischen den einzelnen Cakeboards kannst du super mit Fondant abdecken. Ich habe das Fondant zu einer langen Wurst gerollt, mit der Backrolle platt gerollt und dann um die Übergänge gelegt, und für oben einfach einen kleinen Kreis ausgeschnitten.

Dann kommt das Verzieren: Nach Lust und Laune setzt du deine Figuren auf die Torte. Ich habe dazu essbaren Kleber benutzt, den du im Supermarkt in der Backabteilung kaufen kannst.

Und dann: Ganz viele Fotos machen, zur Erinnerung, denn eigentlich ist die Torte zum Anschneiden viiieeeel zu schade!!

Wenn du die Torte doch noch eine Weile im Kühlschrank lagern musst, dann verpacke sie in einem Pappkarton und klebe diesen gut zu. So geht die Feuchtigkeit in den Karton und nicht an die Torte. Bei mir hat die Torte eingepackt in Karton und eine Rettungsdecke (goldene Seite nach innen zum Karton hin) sogar einen mehr als halbstündigen Transport im Fahrradanhänger überstanden, und das bei über 25 Grad Celsius!

Das Anschneiden ist nicht so einfach, denn wegen der Cakeboards kommst du nicht durch die Torte als Ganzes hindurch. Wenn die ersten Stücke entnommen und die schöne Optik eh dahin ist, kannst du die Etagen von oben nach unten einzeln in Stücke schneiden, die Stöckchen herausziehen und die leerräumten Cakeboads abnehmen.

Die Fertigstellung der Torte mit allem Drum und Dran hat insgesamt gut 15 Stunden gedauert. Es lohnt sich also, genügend Zeit einzuplanen, zumindest für ungeübte Konditor*innen wie mich 🙂 .

 

Guten Appetit!!

Hereinspaziert zum neuen Gartentor!

Mein altes Gartentor war an allen Ecken morsch und wackelig und so mußte ein neues her. Wie oben zu sehen: Es wird bunt!! Ich bin gerade im Farbrausch und würde am liebsten alles knallig anmalen 😉 .

altes Tor

Die Metallpfosten, an denen das alte Tor befestigt war, sind in Ordnung und konnten deshalb an Ort und Stelle bleiben. Ich habe nur zwei neue Holzpfosten besorgt, die ich an die Metallpfosten angeschraubt habe.

Dann war die neue Pforte an der Reihe: Ich habe den Abstand zwischen den Holzpfosten ausgemessen und danach im Baumarkt spontan entschieden, welche Latten ich nehmen möchte. Da das Tor passend zur Hecke recht hoch ist, wollte ich Lücken zwischen den Streben haben, damit sich Hindurchlinsen lässt und das Ganze etwas luftiger wirkt.

Also etwas Kopfrechnen und dann als erstes die horizontalen Latten zurechtsägen, an die dann die vertikalen Latten angeschraubt werden. So hatte ich von Anfang an die angestrebte Breite der Pforte vor Augen und habe rechts und links gleich schon die vertikalen Latten angeschraubt, so dass ein Rahmen entstanden ist, und das ganze habe ich mit einer Querlatte stabilisiert.

Die restlichen vertikalen Latten habe ich so angeschraubt, dass die Lücken einigermaßen gleichmäßig verteilt waren- mit Hilfe von Zollstock und Augenmaß. Wer das eckige Format bevorzugt, ist an dieser Stelle mit Schrauben und Sägen fertig. Ich hab das ganze noch etwas organischer geformt und dann das Tor mit Scharnieren an den Pfosten angeschraubt: Passt!

 

Zum Schluss noch der Anstrich in Wunschfarben, zwei Pfostenkappen zum Schutz gegen Regen, ein Rosenbogen und ein Namensschild, und nun: Hereinspaziert!!

  

Einfacher wäre es übrigens gewesen, die Latten erst zu lackieren und dann aneinanderzuschrauben. Das hab ich nicht gemacht, weil ich sozusagen im Prozess arbeite und am Anfang nur eine grobe Vorstellung von dem habe, was am Ende bei der ganzen Sache herauskommt. Das Endergebnis hat sich also Schritt für Schritt bei der Arbeit entwickelt und war für mich selber auch eine Überraschung 🙂 .

 

„Jans Pinkeltraum“ oder „Wie ich die vegane Variante eines typisch norddeutschen Gerichts lieben lernte“

fertig

Es ist Winter, es ist kalt, d.h. in Norddeutschland ist es Zeit für Kohl und Pinkel!

Kohl und Pinkel- das weckte in mir lange Zeit Assoziationen von fettigen Würstchen, Fleisch in grünlicher Masse und grölenden Menschen auf Kohltour, die mit Bollerwagen die Radwege verstopfen.

Ich wusste nicht, dass Pinkel gar keine Wurst ist, sondern Hafergrütze gekocht mit Zwiebeln und Schmalz. Und so lernte ich eines tollen Tages die vegane Variante dieses mächtigen, sättigenden Winteressens kennen, und ich kann nichts anderes sagen als: „Es ist so verdammt lecker!!“.

Das Rezept, was ich nun hier vorstelle, habe ich bei Freund*innen kennengelernt und sage an dieser Stelle ein dickes Danke für dieses Geschmacksfeuerwerk, und außerdem ein dickes Danke für die vielen Infos und Tipps rund um die Zubereitung dieses Rezepts.

Vorweg: Es lohnt sich, gleich eine größere Menge vorzubereiten, denn Reste können wunderbar weiter durchziehen und schmecken am nächsten Tag fast noch leckerer.

Zutaten Pinkel

Für 4 Personen brauchst du folgende Zutaten:

Für den Grünkohl:

– 2kg Tiefkühl- Grünkohl

– 4 Zwiebeln

– 4 EL Zwiebelschmelz

– 2 EL Senf

– Salz

– Piment

– Haferflocken zum Binden

– 200 Gramm Räuchertofu

– Tofu- oder Seitanwürstchen und veganes Bartstück nach Belieben

Für den Pinkel:

– 160 Gramm Hafergrütze

– 240 Gramm Zwiebelschmelz

– 5 Zwiebeln

– 1 gehäufter TL Piment

– 1,5 TL Salz

– kleine zuschnürbare Stoffsäckchen oder ähnliches, am besten aus Biobaumwolle ( für die 4- Personen- Menge braucht du ca. 3 Säckchen, meine haben eine Größe von 11x 13,5cm und einen Kordelzug zum Zuziehen)

dazu: Salzkartoffeln, je nach Größe der Kartoffeln 4- 5 Stück pro Person

Zubereitung:

Zuerst den Pinkel vorbereiten. Dazu schneidest du die Zwiebeln in kleine Würfel und knetest sie zusammen mit der Hafergrütze, dem Zwiebelschmelz und den Gewürzen zu einer festen Masse. Am besten geht das mit den Händen. Die Masse in die Säckchen füllen, die Säckchen zuziehen und das Ganze beiseite stellen.

Pinkel Zutaten in der Schüssel

Säckchen sind fertig

Für den Grünkohl die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und im Zwiebelschmelz glasig dünsten. Tiefgefrorenen Grünkohl dazugeben und mit Wasser entsprechend der Packungsangabe auffüllen. Wenn der Grünkohl aufgetaut ist, Senf, Salz und Piment dazugeben, alles gut durchrühren und dann die Pinkelsäckchen hinein geben. Das alles erst einmal eine gute Stunde (oder länger) auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Einige Stunden (oder über Nacht) durchziehen lassen.

Während du die Kartoffeln schälst und in Salzwasser kochst, kannst du den Grünkohl noch einmal aufkochen. Dazu zuerst die Pinkelsäckchen kurz herausnehmen und die übrige Flüssigkeit im Grünkohl mit Haferflocken binden, bis alles schön sämig ist. Dann die Pinkelsäckchen wieder hinein geben und den in grobe Stücke geschnittenen Räuchertofu dazugeben. Alles zusammen köcheln lassen und immer wieder umrühren, damit der Grünkohl nicht anbrennt. Zum Schluss Würstchen und Bratstück mit hinein geben, damit alles warm wird.

Säckchen im Grünkohl

mit Würstchen

Vor dem Servieren die Pinkelsäckchen aus dem Grünkohl nehmen und den Inhalt in eine Schüssel geben. Vorsicht, die Beutel und der Inhalt sind heiß! Ich nehme zum Öffnen der Säckchen chinesische Essstäbchen zu Hilfe. Hitzeunempfindliche Hände oder Handschuhe sind von Vorteil! 😉

Und dann: Schmecken lassen! Am leckersten finde ich Kohl mit Pinkel mit einer ordentlichen Portion Senf.

Moin! 🙂

 

Kleiner Einblick in den Unterricht

VHS letzte Stunde

So sieht es aus im Bewegungsraum der VHS im Bamberger Haus in Bremen. Wir sind gerade dabei, alle im Kurs gelernten Tricks zu wiederholen.

Viel gelernt an 10 Terminen und SO schnell ging die Zeit vorbei!!

Danke an alle, die dabei waren, ob im Bamberger Haus, bei der VHS Süd oder beim Unisport. Es war so schön mit euch!! <3

Bitte hier klicken: VHS- Kurs

Musik: Spots Action von Audionautix
Spots Action von Audionautix ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution license (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/) lizenziert.
Interpret: http://audionautix.com/

Feuerhooping

Feuer 2017

Zum Jahreswechsel keine langen Worte, sondern ein Video von der Generalprobe meiner diesjährigen kleinen Feuershow.

Und gleichzeitig meine ersten Versuche, ein Videoschnittprogramm zu bedienen 😀 .

Viel Spaß beim Anschauen und alles Liebe für 2018!

Hier klicken: Feuervideo Winter 2017

🙂

Musik:

Opus One von Audionautix ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution license (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/) lizenziert.

Interpret: http://audionautix.com/

Rubbellose selber machen!

Mit dieser Technik kannst du selber Rubbellose herstellen, aber auch Gutscheine spannender gestalten.

Du brauchst:

– Acrylfarbe deiner Wahl (wenn die Rubbelfläche wie bei einem echten Los aussehen soll nimm am besten Silber)

– Spüli

– Buchfolie oder breites transparentes Klebeband

– Zeichenpapier

– Stifte zum Gestalten

– Schere

– Pinsel

Zutaten

Und so geht’s:

Male zuerst deinen Gutschein, so wie er später aussehen soll.

Gutschein

Für den Teil, der durch Farbe zum Wegrubbeln bedeckt werden soll, schneidest du aus der Buchfolie die entsprechende Form aus und klebst sie an die entsprechende Stelle.  Für kleine, gerade Flächen kannst du auch breites, transparentes Klebeband benutzen.

Umriss RubbelflächeFolie aufkleben

Rühre nun die Farbe an: Dazu mischst du Acrylfarbe mit dem Spüli ungefähr im Verhältnis 2:1, d.h. 2 Portionen Farbe plus 1 Portion Spüli (auf meinem Foto ist noch zu wenig Farbe in der Mischung).

Farbmischung

Diese Mischung trägst du nun auf den Bereich auf, der mit der Folie abgeklebt ist.

Farbe auftragen

Damit die Farbe deckt, brauchst du mehrere Durchgänge, also lass die erste Schicht trocknen und trage später eine zweite Schicht auf. In meinem Beispiel habe ich 5 oder 6 Schichten aufgetragen, da der Filzstift, den ich für den Gutschein benutzt habe, lange durch die Farbe hindurch zu sehen war.

fertiger Gutschein

Nach dem Auftragen der letzten Schicht alles gut trocknen lassen und Gutschein verschenken ;-).

Die Farbschicht lässt sich mit Hilfe einer Münze super leicht abrubbeln.

abrubbeln

Viel Spaß beim Basteln! 🙂

 

Die Pflaumen sind reif!

frisch geerntet

Ich geb’s zu, ich bin beim Essen eher so der herzhafte Typ.

Deshalb gibt es an dieser Stelle kein Kuchenrezept, sondern ich zeige euch, wie ich die Pflaumen aus meinem Garten am liebsten esse:

Als einfache Beilage zu Bratkartoffeln!

Bratkartoffeln wie gewohnt zubereiten:

Ich nehme Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln und manchmal auch Tofuwürstchen und brate alles zusammen in Margarine an- lieber als in Öl, weil der Geschmack dann viieeel besser ist!

Auf dem Teller kommen dann die Pflaumenstücke dazu, außerdem ein Schuss Ketchup und kleingeschnittener Schnittlauch.

Fertig ist die schnelle, leckere Mahlzeit 🙂

Guten Appetit!

Bratkartoffeln mit Pflaumen

 

Schokopralinen selbstgemacht

Das perfekte Mitbringsel für alle Schleckermäuler!

Herzchenschwemme

Du brauchst eine Pralinenform (ich habe eine in Herzchenform ausgesucht) und bei den Zutaten hast du schon die Qual der Wahl, denn der Zusammenstellung der Pralinen sind im Grunde keine Grenzen gesetzt.

In meinem Beispiel zeige ich mit Marzipan und Krokant gefüllte vegane Pralinen mit zweierlei Schokolade.

Dafür brauchst du zwei verschiedene Sorten Schokolade (ich habe weiße Nougat und Zartbitter ausgewählt), außerdem Marzipan- Rohmasse und Krokant.

Zutaten

Die Zubereitung geht einfach und schnell:

Die Schokolade, die später auf der Oberseite der Pralinen zu sehen sein soll, gibst du als erste in ein Wasserbad zum Schmelzen.

Wasserbad

Tipp: Ich nutze möglichst rundliche Tassen, um die Schokolade zu schmelzen, weil die sich am besten auskratzen lassen 🙂

Anschließend gibst du Marzipan in kleinen Stückchen dazu und füllst mit Krokant auf.

einfüllen

Als letztes schmilzt du die zweite Schokolade und gießt diese als Abschluss obendrauf. Achte darauf, dass die Schokolade gut in alle Lücken sickert, damit die Pralinen nicht löchrig werden.

nochmal Schoki

Dann lässt du das Ganze bei Zimmertemperatur erkalten. Am leckersten finde ich die Pralinen, wenn sie noch für ein Weilchen Zeit im Kühlschrank verbracht haben.

Die Zubereitung geht ganz fix und du kannst die tollsten Kompositionen entstehen lassen, z.B. mit getrockneten Früchten, noch mehr verschiedenen Schokoladensorten, Nüssen,… yummy! Guten Appetit! 🙂

angebissen

Auf dem Weg zu einem neuen Trick

2Reifen blauer Himmel

Eines der Dinge, die ich am Hoopen besonders mag, ist die unendliche Anzahl und Vielfalt der Tricks.

Es wird einfach nie langweilig, denn neue Herausforderungen warten wie Sand am Meer. Bei mir ist es seit einiger Zeit das Spiel mit mehreren Reifen.

Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, wie wahnsinnig anstrengend das Hoopen mit mehreren Reifen um den Körper ist. So viele Körperteile sind in permanenter Anspannung und so viele Bewegungen laufen gleichzeitig ab- schon das Aufwärmen ist ein richtiges Workout, Schweiß und Muskelkater inklusive.

Die ersten krummen und schiefen Versuche seht ihr hier im Video (auf den blauen Link klicken) – wow was war ich glücklich!

Ich freue mich schon darauf , mir das in ein paar Jahren nochmal anzugucken, in der Hoffnung, dass bis dahin noch einiges an Geschmeidigkeit und Selbstverständlichkeit hinzugekommen ist:

mit 3 Hoops

3Reifen

Eine sehr große Herausforderung für meine beiden Gehirnhälften ist das Offbody- Hoopen mit zwei Reifen. Und dabei sieht das immer so leicht aus!

Sobald meine eine Hand etwas anderes machen soll als die andere Hand ist erst einmal alles aus. Ein richtiger Knoten im Kopf und das Gefühl „das kann doch gar nicht gehen“. Geht aber doch. Meistens hilft es, die Bewegungen erst abwechselnd mit nur einer Hand zu üben, bis ein Automatismus entsteht. Und dann, wenn beide Hände gleichzeitig dran sind: Nicht mehr nachdenken! 😉

Und dann geht es sozusagen Millimeter für Millimeter weiter, bis irgendwann die Bewegung im Fluss und der Knoten geplatzt ist.

Ein super Gefühl! Und nach einer Weile Übung kannst du dir dann überhaupt nicht mehr vorstellen, wie es war, als es noch so stockend war.

Die beiden folgenden Videos zeigen die 3-Beat-Rückwärts-Weave, meine neueste Baustelle. Auf dem ersten Video sehr ihr den Vorführeffekt, der bei mir immer losgeht, sobald eine Kamera angeschaltet ist 😉 – aber so ungefähr wie im Video sah es zwei Wochen vorher aus, als der Trick noch nicht geklappt hat.

Das zweite Video zeigt- nach Gewöhnung an die Kamera- den momentanen Stand meiner Fortschritte. Juchhu!!

3-beat-weave Vorfuehreffekt

3-Beat-Weave rueckwaerts

Happy Hooping!!

Von den Freuden und Tücken des Reifenbauens

Als ich angefangen habe, Hula Hoop Reifen herzustellen und zu verkaufen, habe ich mir vieles einfacher vorgestellt als es ist.

Und manche Menschen wundern sich vielleicht, warum ein beklebtes Stück Plastik für einen doch recht stolzen Preis von rund 30-40 Euro zu haben ist.

bunte Tapes

Nachdem ich heute vier Stunden unterwegs war, um rund 100 Meter passendes Rohr zu besorgen, habe ich Lust, in einem kleinen Bericht die Freuden und Tücken des Reifenbau- Alltags zu teilen.

Zuallererst sind da die passenden Zutaten:

Du brauchst neben den dazugehörigen Werkzeugen (Rohrschneider, Nietenzange, Heißluftfön, Akkuschrauber, Bohrer, Cutter, Scheren, Maßband) eine Grundausrüstung an Tapes und Verbindern. Je nach Bauweise und Rohrstärke kommen da verschiedene Modelle in Frage, und es ist ein gewisser Vorrat nötig.

Dasselbe gilt für die Klebebänder, und je mehr Farben und Verschiedenheiten ich da im Programm habe, desto größer ist meine dazugehörige Vorratskammer. Es ist immer ein Spagat, genug Vorräte zu haben und gleichzeitig diese auch zu verbrauchen, da das Klebeband zumindest teilweise nach einer Weile überaltert und die guten Klebeeigenschaften einbüßt. Beim Bestellen von Nachschub müssen die Mengen im Auge gehalten werden, um unnötige Versandkosten zu vermeiden, außerdem sind Lieferzeiten zu beachten. Je nach Farb- und Glitzervariationen sind Bestellungen in verschiedenen Shops nötig.

Ich kann also meistens nicht warten, bis ein Vorrat völlig erschöpft ist, sondern arbeite vorausschauend und bestelle rechtzeitig nach, damit ich meine Farben tatsächlich auch in ausreichender Menge zur Hand habe. Da eine Rolle Klebeband für mehr als einen Reifen reicht, ist es manchmal schwierig, die noch vorhandene Menge richtig einzuschätzen. Zusätzlich bleiben immer kleine Reste pro Rolle übrig, die ich zum kommerziellen Reifenbau nicht benutze.

Auch beim Rohr gibt es viel Verschnitt. Das liegt daran, dass das PE- Rohr, das ich für meine Reifen benutze, aus dem Sanitär- und Gartenbaubereich kommt. So hat es zwar sozusagen von Werk aus eine einigermaßen runde Form, aber da die Rollen oftmals krumm und schief aufgewickelt ist, kommt nach dem Zuschneiden nicht immer eine schöne runde Reifenform heraus.

Auch wenn sich mit einem ostereiförmigen Reifen fast genauso gut hoopen lässt, verkaufen kann und will ich das so nicht 😉 .

Bei den zu einer Acht zusammenfaltbaren Anfänger*innenreifen mit zwei Verbindungsstellen passiert es mir trotz aller inzwischen vorhandenen Routine häufig, dass der Reifen durch die Arbeit mit dem Heißluftfön seine schöne Form verliert, ein Verbinder aus Versehen schmilzt oder ich einen Schnitt an der falschen Stelle mache. Von durchbohrten Verbindern, abgerutschten Bohrern und unsauberen Nieten ganz zu schweigen.

So produziere ich regelmäßig Zweite- Wahl- Reifen in allen möglichen Größen bzw. habe dadurch eine große Sammlung Reifen für Veranstaltungen und zum Ausleihen an andere Menschen im Park. 😉

Ein weiteres Problem ist die unterschiedliche Wandstärke der Rohre, was besonders beim Einbau der Push- Button- Verbinder zu Schwierigkeiten führen kann. Eigentlich sind die Rohre genormt, der Innendurchmesser eines 2cm- Rohrs beträgt 16mm. Bei manchen Rohren passt der Verbinder (Rohrstärke 16mm) ganz geschmeidig hinein und bei anderen nicht. Das liegt laut Aussage des Baumarktes an unterschiedlichen Herstellern, und deshalb nehme ich immer ein Verbindungsstück mit und probiere alle Rollen aus. Bisher habe ich deshalb das Rohr nie online bestellt, falls jemand dafür eine gute Quelle kennt freue ich mich über Tipps!

So habe ich heute den Vormittag damit verbracht, mit einem Angestellten des Baumarkts zusammen alle dort vorrätigen Rollen durchzutesten. Verbogene Rollen nehme ich gar nicht erst mit, und so war die Ausbeute heute so dürftig, dass ich im Anschluss gleich noch in eine andere Filiale gefahren bin. Mit Bus und Bahn, das Foto zeigt meine Einkäufe auf dem Nachhauseweg. 😉

beladen in die Strassenbahn

Wenn ein Rohling in der gewünschten Größe erst einmal fertig ist, folgt das Bekleben. Wer selber schonmal einen Reifen beklebt hat, weiß, wie schwierig es am Anfang ist, das Klebeband faltenfrei aufzubringen und die Abstände gleichmäßig einzuhalten.

Hier gilt: Übung macht die Meisterin 🙂

Dann und wann gibt es auch mal Reparaturen (selten, gute Hula Hoops sind wirklich sehr langlebige Genossen), so wie auf den folgenden Fotos ein gebrochener und ausgetauschter Verbinder:

gebrochener Verbinder

gebrochener Verbinder

Operation mit Zange und Fön

Operation mit Heißluftfön und Zange

wieder faltbar

Zusammenfalten geht wieder

 

Ok, genug Probleme beschrieben. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass eine Menge Stunden verstreichen, die im fertigen Produkt nicht sichtbar sind. Recherchen, Bestellungen, Buchhaltung, Einkäufe, Beratung… aber wie dem auch sei: Es macht unglaublich viel Spaß. Ich liebe es.

Es ist toll zu sehen, welche Farbzusammenstellungen gewählt werden und wie auf diese Weise individuelle Einzelstücke entstehen, und ich bin oft selber ganz erstaunt und erfreut über die Ergebnisse und genieße es, so viele Farbkombinationen herzustellen.

Ich freue mich immer sehr darauf, den Reifen zu übergeben oder auf die Reise zu schicken und die Reaktionen der neuen Besitzer*innen zu erleben.

In diesem Sinne: Ran an die Rohre, Hoops for everybody! 🙂 Happy Hooping!

Spaziergang mit Hoop