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Einhornkekse!

Naja, die einhörnige Form ist eigentlich nicht das Ausschlaggebende an diesem Rezept, eigentlich sind es ganz „normale“ vegane Ausstechkekse.

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Aber ich muß sagen, dass ich wirklich beeindruckt bin von der Vielfalt der Ausstechformen, die es heute gibt, und ein klein wenig Neid auf die Kinder, die mit Keksfröschen, -schildkröten, -monstern, -tigerenten, -schmetterlingen, -kraken und tausend anderen tollen Formen aufwachsen, schwingt da schon mit.

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Was waren das für magere Zeiten mit Sternen, Herzen, Monden und Glocken! 😉

Deshalb schnell den Teig zusammenrühren und dann gibt es Einhörner zum Frühstück, zum Mittag, zum Kaffee, zum Abendbrot und auch mal zwischendurch!

Für ca. 2 Bleche brauchst du:

– 300 Gramm Mehl

– 100 Gramm Zucker

– 200 Gramm Margarine

– 2 TL Backpulver

– 1 Päckchen Vanillezucker

optional:

– ein Ei-Ersatz (1 EL Sojamehl vermischt mit 2 EL Wasser) -> macht den Teig cremiger

– geriebene Zitronenschale (wer’s zitronig mag)

zum Bestreichen:

– Puderzucker

– Zitronensaft oder Wasser

– bunte vegane Streusel

– vegane Schokoladenstreusel

Zubereitung:

Alle Teigzutaten gut verkneten und den Teig ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, Teig ausrollen und Kekse ausstechen.

Backofen vorheizen.

Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180°C ca. 10 Minuten backen.

 

Wenn sie abgekühlt sind, rührst du einen Zuckerguß aus Puderzucker und etwas Zitronensaft oder Wasser  (wenig! für 100 Gramm Puderzucker brauchst du etwa anderthalb bis zwei Esslöffel Flüssigkeit) .

Damit bestreichst du die Kekse und verzierst sie nach Lust und Laune mit den Streuseln.

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Viel Spaß! 🙂

 

 

Adventskalender selbstgemacht

Das erste Türchen geht auf!

Für selbstgemachte Adventskalender gibt es im Netz so viele Anregungen, dass es mir fast schon sinnlos vorkam, hier noch zu diesem Thema zu schreiben. Zumal Adventskalender bei mir immer auf den letzten Drücker entstehen und eine Anleitung, die heute erst kommt, sowieso zu spät dran ist 😉 .

Aber da sich bei mir die vorweihnachtliche Besinnlichkeit ziemlich in Grenzen hält und man das meinem diesjährigen Kalender auch ansieht, will ich das Ergebnis nun doch nicht für mich behalten. Ich hatte einfach zu viel Spaß! 😉

In den letzten Jahren habe ich meine Mini- Geschenke immer nur in Papier verpackt und mit Zahlen versehen.

Obwohl ich ja meine Zeit echt gerne mit Basteln verbringe, hatte ich für einen „richtigen“, also aufwändig hergestellten Kalender nie so viel Muße.

Dieses Jahr sollte alles anders werden und ich wollte Waldtiere aus leeren Klopapierrollen basteln.

Da einige Geschenke zu groß waren, um in eine Rolle zu passen, habe ich diese in grünes oder bläuliches Papier gesteckt (und dabei die Reste von meinem Geburtstags- Geschenkpapier verwertet… unnötige Papierverschwendung tut mir einfach in der Seele weh, so gerne ich Auspacken auch mag).

Und dann hab ich gemerkt, dass ich meine Acrylfarben gerade verliehen habe und die einzige Farbe in meinem Vorratsschrank Pink war. Nun ja ;-).

So kam es, dass statt der Waldtiere pinke Häschen entstanden sind, in einem Szenario aus grünen und blauen „Umgebungspäckchen“. Das Ganze sah dann so aus:

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Für die Häschen brauchst du Folgendes:

– pro Häschen eine leere Klopapierrolle

– Acrylfarbe und Pinsel

– Wattepads

– weißes Papier

– einen Filzstift in Blau oder Schwarz

– Kleber

– Schere

 

Mit der Schere schneidest du das obere Drittel (oder die obere Hälfte, ganz nach gewünschter Ohren- und Häschengröße) so ab, dass die Ohren stehen bleiben.

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Diese Rohform malst du in einer Häschenfarbe deiner Wahl an (bei mir: Pink 😉 und lässt sie trocknen.

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Dann scheidest du pro Häschen zwei Ovale aus dem weißen Papier aus, klebst diese „Augen“ auf die Klopapierrolle und malst mit dem Filzstift eine Pupille hinein. Ebenfallsaus dem weißen Papier schneidest du ein kleines Rechteck, das von unten schmal eingeschnitten und als „Zähne“ aufgeklebt wird. Dazu  malst du ebenfalls mit dem Filzstift Nase und Schnurrhaare.

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Danach scheidest du aus einem Wattepad zwei schmale ovale Stücke aus, die in das Innere der Ohren passen. Und dazu noch ein kleines puscheliges Stück für das Schwänzchen.

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Jetzt ist das Häschen schon befüllungsfertig. Ich habe die kleinen Geschenke in ein Stück Serviette gesteckt, mit etwas Geschenkband oben zugebunden und auf das Geschenkband einen Stern mit der jeweiligen Adventskalender- Türchen- Nummer geklebt.

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Du kannst das Häschen natürlich auch zu jeder anderen Jahreszeit und Gelegenheit als Geschenkverpackung nutzen.

Viel Spaß! 🙂

Rezept des Monats Dezember: Bratäpfel mit Hagebutten- Marzipan- Füllung

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Hundsrose- Rosa canina

 

Zutaten für 8 gefüllte Äpfel:

– 8 Äpfel

– 200 Gramm Marzipan- Rohmasse

– 1 Handvoll Hagebuttenfrüchte

– Zimt

– Sojasahne oder Vanillesoße

– 1/2 Handvoll Walnußkerne

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Äpfel entkernen bzw das Gehäuse ausstechen.

Hagebutten von Kernen befreien, mit sehr wenig Wasser weich kochen (dauert eine Weile: Ca. 30 Minuten) und pürieren.

Mit Marzipan- Rohmasse vermischen und mit Zimt würzen. Walnußkerne zerkleinern und auch ins Marzipan kneten.

Die Masse in die Äpfel füllen und bei 180 Grad so lange backen, bis die Schale aufplatzt (ca. 45 Minuten).

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Mit Sojasahne oder Vanillesoße begießen und heiß servieren.

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Guten Appetit! :-)

Alle Rezepte aus der Reihe “Rezept des Monats” sind im Rahmen eines Wildpflanzen- Projektes entstanden und in Form eines immerwährenden Kalenders bei mir erhältlich.

Das Dezember- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender Dezember

Ein Auftritt zu zweit

Eins der vielen Events im Herbst war der jährliche Tag der offenen Tür in unserem Sportverein ATS Buntentor (http://www.atsbuntentor.de/).

Den ganzen Nachmittag über stellten sich die verschiedenen aktiven Gruppen vor, und so auch unsere Jonglagegruppe:

Eine Gelegenheit für Cynthia und mich, eine kleine Choreographie zu zweit einzuüben.

Gar nicht einfach!

Selbst wenn die Musik sehr eingängig ist, ist es mit unterschiedlich großen Reifen und Körpergrößen enorm schwierig, Bewegungen synchron zu machen.

Mal ganz abgesehen von der Aufregung und den herunterfallenden Reifen, die zumindest mich schnell aus dem Konzept bringen können 😉 .

Aber: Wir hatten Spaß, sehr viel sogar, und ich glaube, das ist auch gut rübergekommen.

Happy Hooping!

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Endlich wieder die Hände in der Erde!

2015-10-24 16.30.16

Was für ein tolles Gefühl! Ich hab es wirklich vermisst, dieses Körpergefühl, das sich einstellt, wenn du eine Weile draußen gearbeitet hast.

Diese angenehme Schwere und Müdigkeit, die viele Frischluft, das Anfassen der Erde und der Pflanzen… es klingt schon fast kitschig, aber ich fühle mich tatsächlich anschließend wahnsinnig geerdet, entspannt und ruhig.

Die Art der Tätigkeit spielt dabei meistens keine Rolle. Ich habe eher tagesformabhängige Vorlieben: Mal lieber gröbere Arbeiten wie Gehölze roden oder schneiden, Rasen mähen (ja ich kann jetzt Rasen mähen 😉 ), sensen, buddeln,… und mal eher feinere Arbeiten wie zum Beispiel jäten.

2015-10-18 12.37.05aufgesammeltes Fallobst

 

Ich weiß noch, wie gut es mir damals getan hat, mein Kunsttherapie- Studium zu unterbrechen und mich statt dessen ein Jahr lang gärtnerisch zu engagieren: Das Studium war sehr intensiv, hat viele emotionale Türen geöffnet, und der Garten war ein richtiger Ruhepol, der mich gerade wegen der körperlichen Anstrengung und dem Kontakt zu den Pflanzen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat.

In diesem Frühsommer hat unser Verein „Funkenschmiede e.V.- Zusammen! Sachen! Selbermachen!“, über den ich an anderer Stelle noch einmal ausführlicher berichten werde, ein Parzellengrundstück gepachtet.

Schön groß, aber überschaubar, und nur 2 Jahre nicht bearbeitet: Kein Vergleich zu meiner letzten Parzelle, auf der sich über 20 Jahre lang die Tier- und Pflanzenwelt ausgetobt hat 😉 .

Ich freue mich, wieder einen Ort zu haben, an dem ich mit anderen zusammen werkeln und gärtnern kann!

2015-11-08 16.46.16Erdbeerpflanzen im Rasenschnittmulch

Rezept des Monats November: Storchschnabel- Blätterteig- Taschen mit Kürbis und Sanddorn

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Weicher Storchschnabel- Geranium molle

 

Zutaten für 12 Stück:

– 3 Hände voll Storchschnabel- Blätter

– 1 Packung Blätterteig

– ca. 200 Gramm Kürbis

– 2 Zwiebeln

– 1 Knoblauchzehe

– 1 kleine Handvoll Sanddornfrüchte

– Bratöl

– Salz und Pfeffer

– 1/2 Päckchen Sojasahne (also ca.60 ml)

– gesalzene Kürbiskerne

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Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und in Öl anbraten.

Kürbis in kleine Stückchen schneiden und dazu geben. Wenn der Kürbis weich ist, gewaschene Storchschnabelblätter dazu geben und kurz andünsten.

Am Ende Sojasahne dazu geben, bis das Ganze eine geschmeidige Konsistenz hat.

Mit Salz und Pfeffer würzen.

Auf die Blätterteigstücke geben und mit Sanddorn und den Kürbiskernen garnieren.

Bei 180 Grad 10-15 Minuten backen.

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Guten Appetit! :-)

Alle Rezepte aus der Reihe “Rezept des Monats” sind im Rahmen eines Wildpflanzen- Projektes entstanden und in Form eines immerwährenden Kalenders bei mir erhältlich.

Das November- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender November

1 Jahr Froschkonzert.org!

Wow!!

Ich hatte wie jedes Jahr aufs Neue vergessen, wie ich immer am besten meine gesammelten Esskastanien zubereite, und war deshalb auf der Suche nach der hier beschriebenen Methode.

Und dann staunte ich nicht schlecht: Morgen vor einem Jahr hab ich meinen ersten Post hier veröffentlicht! 🙂

Es ist Wahnsinn, was sich seitdem alles getan hat.

Neues Zuhause, neuer Job, neue Parzelle, unser Verein „Funkenschmiede e.V.- Zusammen! Sachen! Selbermachen!“, mein kleines, langsam anlaufendes Gewerbe, die Hula- Hoop- Kurse, unzählige neue Kontakte …WOW!

Ich hätte vor einem Jahr nicht im Traum daran gedacht, wie sich das alles entwickeln würde.

Im Moment bin ich einfach wahnsinnig glücklich und dankbar.

Glücklich, weil ich diesen Weg gegangen bin und mich getraut habe, lange Geträumtes in die Tat umzusetzen.

Und dankbar, weil ich die Möglichkeit dazu habe und so viel Unterstützung und liebes Feedback zu mir zurück kommt.

Danke an alle, die sich mit mir freuen und mich auf meinem Weg begleiten!!!

🙂

Happy Birthday froschkonzert.org!!!

 

Edit 14.1.16:

Durch längeres Über- das- Leben- Nachdenken rund um Froschkonzert- Geburtstag und Jahreswechsel und angeregt durch den persönlichen Jahresrückblick von Lisa vom Experiment Selbstversorgung (s. http://experimentselbstversorgung.net/115728-2/) habe ich nochmal einige Gedanken über meinen eigenen Weg zu Papier gebracht.

Ursprünglich hatte ich auf diesem Blog eine Seite mit dem Titel „Vom Umgang mit schwierigen Tagen“ vorgesehen, denn mein Weg hin zu dem, was ich heute bin und mache, war immer wieder alles andere als leicht und von vielen Auseinandersetzungen mit mir, meiner Geschichte und dem Leben geprägt.

Und eine Zeit lang haben mich verschiedene Hilfsmittel begleitet, wenn mal wieder ein schwieriger Tag oder eine schwierige Phase vor der Tür stand.

Was mir geholfen hat, möchte ich gerne eines Tages genauer beschreiben und teilen, aber wegen der Menge an vor allem innerlichen Prozessen ist es gar nicht so leicht in Worte zu fassen, und bisher habe ich noch keine wirklich passende Form dafür gefunden.

Meine ständigen Begleiter*innen waren auf jeden Fall mein starker Wunsch nach Authentizität und der Wille zur Auseinandersetzung, außerdem meine Rückzugsräume und unterstützende liebe Menschen.

Professionell therapeutisch, selbstorganisiert in meiner tollen RT- Gruppe (http://www.fort-frauen.de/) und im Freund*innenkreis.

Auch immer dabei: Meine Projekte.

Ich hänge gerne mein Herz an Dinge die ich mache. Und ich mache gerne Dinge, die mir sinnvoll erscheinen.

Und dann kommt sehr schnell ein selbstgemachter Leistungsdruck:

Eine nie enden wollende Liste von Dingen, die noch getan werden könnten/ müßten/ sollten.

So viele spannenden Ideen und Notwendigkeiten, oft verteilt auf zu wenige Schultern.

So viele Möglichkeiten, sich einzubringen.

Viel zu hohe eigene Ansprüche.

Zu viel Wollen, auch zu viel Müssen, wenn ich verbindlich sein will in dem, was ich einmal zugesagt habe.

Viel zu wenig hinkriegen, während draußen die Welt brennt.

Viel Frust, weil gesellschaftliche Veränderung so ein langwieriger Prozess mit vielen Rückschlägen ist.

Und viel Kraft, die verloren gehen kann, einfach nur weil du an manchen Punkten gegen den Strom schwimmst.

Zu wenig Wissen über die eigenen Grenzen und Ressourcen.

Das „Wer wenn nicht wir“ kann ganz schön viel Druck erzeugen.

Erstaunlich vielen Menschen fällt es schwer, Nein zu sagen, auch mir. Sofort kommt ein schlechtes Gewissen mit dazu, obwohl ich eigentlich etwas Gutes tue: Meine eigenen Grenzen ernst nehmen. Frühes „Auf- Leistung- getrimmt- werden“, falsche Höfllichkeitserziehung und der Fokus darauf, was andere von uns denken könnten, lassen uns in die falsche Spur geraten und dann handeln wir gegen uns selbst und unsere Bedürfnisse.

Genau so wie mit dem Nein sagen ist es auch mit allen möglichen anderen eintrainierten Mustern.

Durch die vielen Wiederholungen unserer Handlungen ist die falsche Spur irgendwann so breit wie eine Autobahn,auf der wir schnell und geübt vorankommen, und es ist unglaublich schwierig, anstengend und mühselig, statt dessen einen neuen Weg zu beschreiten.

Ein neuer Weg ist erstmal so wie ein verwilderter Trampelpfad, auf dem ich kaum vorwärts komme, den ich erst einmal freilegen und auf dem ich mich zurechtfinden muß.

Erst nach einiger Zeit und vielen Wiederholungen wird der neue Weg dann immer „ausgetretener“ und dadurch immer leichter zu beschreiten sein.

(Danke Ina für dieses tolle Bild mit Autobahn& Trampelpfad! Ich muß da wirklich oft dran denken, wenn ich frustriert bin, weil Veränderung mir zu langsam geht).

Veränderung braucht Zeit, denn auch die Muster, die ich ablegen will, haben sich über lange, teilweise lebenslange Zeiträume entwickelt und sind deshalb nicht von heute auf morgen über Bord zu werfen.

Schade eigentlich 😉 und manchmal eine echt Geduldsprobe.

Oft sind erstmal lange, scheinbar endlose Wiederholungsschleifen nötig.

Ich muß so lange noch einmal die gleichen „Fehler“ machen, noch einmal das Gleiche erleben, bis es irgendwann im Inneren „Klick“ macht. Dann ist die Veränderung, die der Verstand schon lange begriffen hat, auch im Handeln angekommen.

Deshalb finde ich es unglaublich wichtig, an dieser Stelle nicht zu streng mit mir selber zu sein, kleine Fortschritte zu genießen und zu feiern und mir selber mit Wertschätzung zu begegnen.

Denn schon der erste Schritt ist ein echter Meilenstein:

Die Erkenntnis, dass etwas ungut läuft, und das Eingeständnis dessen vor sich selbst.

Ehrlichkeit statt „So- tun- als- ob“.

Dem eigenen perfekten Wunschbild einen Realitätscheck verpassen und erkennen, wo es bröckelt.

Das ist nicht leicht, weil ich dazu meine Schwächen und Probleme offenlegen muß und weil es sich schnell nach „Scheitern“ und „Versagt haben“ anfühlen kann, gerade in dieser auf Leistung und Funktionieren getrimmten Gesellschaft, die für Schwächen so wenig Platz hat.

Und weil es überhaupt sehr schwer ist, auf den eigenen eingefahrenen Wegen in der Lage zu sein, zurückzutreten, sich selber zu beobachten , die blinden Flecken aufzulösen und die Dinge ungeschminkt(er) wahrzunehmen.

Das alles zuzulassen erfordert eine große Portion Mut und Vertrauen in sich selbst und in das, was kommt.

Mein Froschkonzert- Projekt und meine momentanen Tätigkeiten sind entstanden, nachdem ich einen alten Weg verlassen habe.

Nach fast 15 Jahren vielfältigen Engagements, der Tätigkeit in meinem langjährigen Herzensprojekt (dem Waldgartenprojekt in Verden), einer immer langen To-Do- Liste und vielen, lange von mir nicht so ernst genommenen Überanstrengungen war ich immer häufiger auf mich und meine überschrittenen Grenzen zurückgeworfen, bis zu dem Punkt, an dem mir der Begriff „Burnout“ zum ersten Mal durch den Kopf ging und ich nicht mehr leugnen konnte, dass irgendetwas nicht mehr stimmt und ich so wie bisher nicht weitemachen kann.

Über all die Jahre hatte ich mich schon viel mit vergangenen schwierigen Zeiten meines Lebens und meinen verinnerlichten Haltungen auseinandergesetzt und einiges über mich gelernt und verstanden. Ich denke, dass ich trotzdem noch an einen solchen „Bis- hierher- und- nicht- weiter“- Punkt kommen mußte, um grundlegende Dinge, die mich betreffen, in ihrer Gesamtheit und Komplexität zu begreifen.

Langsam habe ich gelernt, die Dinge, die mir nicht guttun, wahrzunehmen.

Weniger zu machen.

Pausen zu machen, ohne mich dabei schlecht zu fühlen.

Mich nicht mehr an aussichtslosen Situationen abzuarbeiten.

In Konflikten Dinge stehen zu lassen, die sich nicht lösen lassen.

Nach Anstrengungen wieder aufzutanken.

Zu gehen, wo es für mich nicht mehr weitergeht.

An diesem Punkt habe ich mein damaliges Projekt verlassen und es war schwierig, plötzlich so alleine dazustehen. Ohne die gewohnten Verbindlichkeiten und Tätigkeiten, die für mich den Alltag ausgemacht haben. Ohne die Menschen, Bäume, Strukturen und Plätze, an denen lange Jahre lang mein Herz hing. Ohne zu wissen, wie und ob das Projekt ohne mich weiter bestehen bleibt.

Ich war eine ganze Weile erleichtert über diesen Schritt und gleichzeitig unglaublich traurig.

Und dankbar. Ich spüre gerade in schwierigen Zeiten oft Dankbarkeit in mir, weil ich dann besonders merke, dass ich mich weiterentwickle, dass ich lerne und meinen Weg gehe, und es sich dadurch stimmig und richtig anfühlt. Und das ist wie ein kleines Stück Trost und Stolz.

In dieser Zeit habe ich mit mir selber ausgemacht, mich nicht gleich in etwas Neues zu stürzen.

Ich wollte diese Leere aushalten und gucken, was dann mit mir passiert: Was vermisse ich? Bei welchen Sachen bin ich froh, dass sie kein Teil meines Alltags mehr sind? Was interessiert mich? Was in in den letzten Jahren zu kurz gekommen?

Ich habe mir viel Zeit zum Nachdenken und Schreiben genommen und versucht, alles möglichst langsam angehen zu lassen.

Ein gebrochenes Bein im Sommer hat mir dabei geholfen und mich auch äußerlich eine ganze Weile lahmgelegt 😉 .

Und dann habe ich langsam angefangen, neue Pläne in die Tat umzusetzen. Meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Endlich mal wieder zu malen und zu basteln, und mich mit meinen Sachen an die Öffentlichkeit zu trauen. Ein kleiner Onlineshop, ein alter Traum! Einen Verein zu gründen und wieder einen kleinen Garten zu haben. Hula Hoop und damit dem Spaß und der Bewegung einen festen Platz in meinem Leben zu geben. Mich zu engagieren, ohne mich zu verausgaben, und überhaupt alles in kleinen Schritten und mit möglichst viel Ruhe anzugehen.

Deshalb habe ich seit Jahren schon einen ganz kleinen Kalender, in den nicht viel mehr als ein Termin pro Tag rein passt.

Ich freue mich, dass sich diese neue Ruhe inzwischen schon richtig vertraut und irgendwie selbstverständlich anfühlt.

Und ich freue mich über all die neuen Türen, die sich seither geöffnet haben, oft unverhofft und überraschend und immer wieder genau richtig.

Ein Gedicht, was mich schon immer in Phasen der Veränderung begleitet hat, ist „Stufen“ von Hermann Hesse, und so soll es auch an dieser Stelle einen Platz bekommen.

Danke an alle, die bis hierher gelesen und damit an meinem Leben teilgenommen haben.

 

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

 

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

 

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

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Für meinen Geschmack ein bißchen kitschig, aber auch irgendwie passend: Mein Teebeutel von gestern, als ich angefangen habe diesen Text zu schreiben. Schätze dich selbst! Yeah! 🙂

 

 

Rezept des Monats Oktober: Habichtskraut- Reis- Röllchen

Habichtskraut Blüte

Orangerotes Habichtskraut- Hieracium aurantiacum

Zutaten pro Person:

– 1 Tasse voll Reis

– 2 Tomaten (davon eine zum Garnieren)

– 1,5 Hände voll Habichtskrautblätter

– 1 Knoblauchzehe

– Gemüsebrühe

– Schnittlauch

– Salz und Pfeffer

– 1 Schuss Sojasahne

– 1 Schuss Essig

– Saft von einer halben Zitrone

– Blüten zum Garnieren (Habichtskraut oder Gänseblümchen)

– Sonnenblumenkerne

– Zahnstocher

Habichtskraut ganze Pflanze

Den Reis mit der doppelten Menge Wasser kochen. Habichtskrautblätter waschen, Stiele abschneiden und in wenig Wasser dünsten.

Schnittlauch, Knoblauch und Tomate hacken, dann zum Reis geben. Mit Gemüsebrühe würzen, Zitrone und Salz dazugeben und mit je einem Schuss Sojasahne und Essig verfeinern.

Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne rösten.

Deko- Tomaten achteln. Entsprechend viele Habichtskrautblätter rollen, und zusammen mit einer Blüte und mit Hilfe eines Zahnstochers in die Tomatenachtel stecken.

Den Reis in die restlichen Habichtskrautblätter einrollen, bei Bedarf mit Zahnstochern feststecken, oder einfach den Reis auf die restlichen Blätter geben und mit den Tomaten und Sonnenblumenkernen garnieren.

Habichtskraut fertig

 

Guten Appetit! :-)

Alle Rezepte aus der Reihe “Rezept des Monats” sind im Rahmen eines Wildpflanzen- Projektes entstanden und in Form eines immerwährenden Kalenders bei mir erhältlich.

Das Oktober- Bild sieht dann so aus:

Wandkalender Oktober

 

Einfach, günstig, wirksam & schnell- Deo selbstgemacht!

Tja, ein Thema über das es sich nicht so leicht schreiben lässt: Schwitzen 😉

Ich hab schon oft erlebt, dass normale Deos irgendwann „versagen“. Keine Ahnung, ob das an mir liegt oder den Produkten, aber kurz gesagt: Mein neues Lieblingswundermittel heißt Natron.

Die Herstellung von Natron- Deo ist nicht nur supergünstig und superschnell, sondern ich mag außerdem, dass ich genau weiß was am Ende drin steckt.

Also losgelegt:

Du brauchst 70ml abgekochtes, erkaltetes Wasser, einen Teelöffel Natronpulver und ein paar Tropfen ätherisches Öl deiner Wahl, und außerdem einen alten ausgespülten Deoroller.

Zutaten Deo

Das Rezept ist eigentlich als Sprühdeo gedacht, aber ich hatte immer Stress mit verstopften Düsen der Sprühflasche.

Mit dem Roller geht es wunderbar, obwohl das Deo von der Konsistenz her sehr flüssig ist.

Also einfach das Natron im Wasser auflösen, ätherisches Öl nach Geschmack dazu, in den Roller füllen und schon kann es losgehen unter die Achselhöhle!

Natron einrühren

Deo fertig

Vor Gebrauch schütteln, und viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

 

Reifenbautage!

Seit einigen Tagen türmen sich bei mir zu Hause die Zutaten für Hula- Hoop- Reifen, von Kaltwasserleitung über Verbindungsstücke, Klebebänder und Werkzeug.

Eine einzige Baustelle!

Reifenbau

Am Anfang kostet es mich oft Überwindung, alles auszumessen und zuzuschneiden, aber spätestens beim Bekleben startet die Vorfeude auf das, was mit den Reifen passiert:

Mitte des Monats startet mein Kurs bei der Bremer Volkshochschule und ich freue mich schon jetzt darauf, die teilnehmenden Menschen mit der Begeisterung für mein Lieblingshobby anzustecken und das schöne Gefühl mitzuerleben, wenn erste Erfolgserlebnisse stattfinden!

Eine besondere Freude hat es mir gemacht, Reifen für das FemCafe Bremen zu bauen

(femcafe-bremen.org).

Dank der wunderbaren Heike Hoops aus Hamburg (hulahoop.de) habe ich ein ganzes Päckchen voll mit Klebeband geschenkt bekommen, mit dem ich Reifen für geflüchtete Menschen bauen kann.

Die Vorräte sind noch lange nicht aufgebraucht und ich freue mich schon auf all die Reifen, die daraus noch entstehen werden, auf die Kinderbetreuungsstunden, auf die Menschen, die die Reifen nutzen, und die vielen bunten Momente, die damit einhergehen!

Reifen Femcafe

Zwischendurch leckere Getränke und Kekse nicht vergessen! 😉

Trinkpause

Happy hooping!