Drei in eins: Ein Mäuse-Schnecken-Kaninchen-Schutzzaun

Beim Anlegen meines großen Beets bin ich von Anfang an auf Nummer Sicher gegangen und habe es in alle Richtungen gegen Mitfresserchen geschützt: Nach unten gegen Mäuse, nach oben gegen Kaninchen und ebenerdig gegen Schnecken.

Das Beet im Juni 2022 mit Staketenzaun und Wegen.

Die Mäuse haben einen unterirdischen Zaun bekommen. Da sie in der Regel nicht so tief graben, hoffe ich -bisher mit Erfolg-dauerhaft durch den 50 cm tief vergrabenen Zaun geschützt zu sein. Wichtig ist, dass er engmaschig genug ist, damit die Mäuschen sich nicht durchquetschen können (ich nutze einen Volierendraht mit einer Maschenweite von 6,4mm), und verzinkt muss er natürlich sein, sonst ist in wenigen Jahren nichts mehr davon übrig 😉 .

Grabentiefe gut 50 cm… bei dem schweren Boden eine richtige Knochenarbeit.

 

Auch das noch! Eine 20 Zentimeter dicke Baumwurzel genau im Weg 😉

 

Der Graben rund ums Beet

 

Kaninchendraht versenkt…

 

…und mit Erde aufgeschüttet. Rechts ist der Zaun ziemlich gerade, links so lala…je gerader du ihn einbuddelst desto einfacher ist es nachher den Kaninchendraht daran zu befestigen.

Der Kaninchendraht nach oben hin ist ein ein Meter hoher Maschendrahtzaun mit einer Maschenweite von 13mm.

Der Kaninchendraht schließt oben an. Ich habe ihn mit einem dünnen Draht mit dem Mausdraht vernäht, damit alles zusammen gut verbunden ist.

 

Wiederum mit Erde aufgeschüttet und festgetrampelt.

Die Kaninchen habe ich inzwischen vom gesamten Gelände ausgesperrt, da ich -einem verschneiten Tag sei Dank- alle Löcher im Zaun rund um den Garten gefunden und gestopft habe. Das bedeutet zwar auch, dass keine Igel ihren Weg in den Garten finden können, dafür brauchen die vielen noch kleinen Bäumchen und alles andere was am Boden wächst keinen Extra-Schutz, was viel Arbeit spart und auch einfach schöner aussieht.

Der Schneckenzaun ist mein Highlight, weil er bei richtiger Pflege einfach super funktioniert. Der Zaun ist für die Schnecken eine intellektuelle Barriere: Sie riechen die leckeren Sachen hinter dem Zaun, klettern nach oben und bleiben dann unter der Falzkante stecken. Wenn sie wüssten, dass sie nur über Kopf ein kleines Stück in die falsche Richtung kriechen müssten, würden sie spielend leicht hinüber kriechen können. Jeder einzelne Grashalm, der hinüber ragt, dient allerdings als potentielle Leiter, deshalb ist das Freihalten von Bewuchs das A und O.

Als letztes wird der Schneckenzaun eingesetzt und 10-15 cm tief eingebuddelt (Schnecken können graben!). Die oberen ca. 10 cm mit der Falzkante gucken dann noch raus.

 

Schneckenzaun einmal rum und das Beet ist fertig!

 

Ungejäteter Schneckenzaun mit vielen Leitern für die Schnecken 😉

 

So ist es besser…wenn auch weniger bunt und hübsch 😉

 

Eine Schnecke von außen auf dem Weg…im Knick blieb sie dann stecken.

Leider habe ich beim Einsetzen die verschiedenen Teile nicht miteinander vernietet, deshalb gibt es jetzt an manchen Stellen kleine Ritzen und ich kann nur hoffen, dass nicht allzu viele Schnecken sich genau an dieser Stelle ins Innere quetschen 😀 .  Die Schnecken, die schon beim Einsetzen des Zauns im Beet waren oder die durch Kompost und anderes aus Versehen ins Innere befördert werden, vermehren sich dort natürlich weiter und müssen abgesammelt werden.

Im Inneren des Beetes auf frischer Tat ertappt und geschnappt